Donnerstag, 10. November 2011

Große Kinomomente: 2001 - Odyssee im Weltraum (Hoffmans langweilige Lebensgeschichten bzw. noch ödere private Geschichten)

An diesem besonders schönen Tag, denn nun an diesem Tag an dem man spürt das mit einem endgültig zu Ende geht, wenn die Zahlenkombination sich im Hoffman Universum ändern ja, dann weiß man das es so weit und so denkt man an die gute, alte Zeit zurück, als man noch Filme für sich entdeckte nun ein paar Worte über einen wichtigen, großen Filmen "2001" von Stanley Kubrick aus dem Jahre 1968. Nun eine kleine, diese könnte sich schädlich auf den Lesen auswirken, Auseinandersetzung, also beachten sie schon früh die Warnsignale. Und leider muss auch die enttäuschen, die hier eine 1A-Analyse des Films erwarteten, tut mir leid, Hoffman hat nur öde Lebenserfahrungen zu bieten. Es war nicht die erste Sichtung, an die ich mich erinnere, nein es war die Zweite, die so besonders war. Vor langer, langer Zeit, ich war noch jung. Es hieß Vertretung auf dem Stundenplan. Die eigentliche Deutschlehrerin anscheinend krank. Vertretung: Mit der gesitteten und strengen bzw. alten Deutschlehrerin und der baumliebenden anderen Lehrerin (unter Schülern, gern Baumtante genannt, da wie wir vermuteten Bäume liebte, Pseudophilosophin, sie versuchte mit ihnen zu kommunizieren und uns stets Baumhoroskope vorlass und das ist wirklich kein Scherz. Weshalb ich heute vermute, dass einer ihrer neuen Lieblingsfilme: The Tree of Life ist. Ich bin mir fast sicher die schluckte irgendein Zeug). Beide vollkommen hilflos, hatten weder Ideen was sie mit uns machen sollten noch hatten sie irgendwelche Aufgaben bekommen. Aber Hoffman, so gewitzt wie ich damals war und die Vertretung vermutet hatte. So nahm ich also drei Filme mit in die Schule, wobei ich mich an 2/3 Filmen nicht erinnern kann. Es waren die ersten beiden Stunden, hintereinander sogar. Zum Glück hatte ich ja Filme, präsentierte sie den Lehrerinnen und die zeigten sich einverstanden mit dem philosophischsten Werk, wie ich denke. "2001" von Stanley Kubrick aus dem Jahre 1968. Die Schülerschaft bzw. meine Schulkameraden fragten sich unterdessen was das für ein Film sein möge? Drama? Horror? Katastrophenfilm? Ich lächelte nur und antwortete nein ein Science-Fiction-Film (und ergänzte), wenn dieser Begriff nicht zu tief gestapelt ist. Jedenfalls schoben ich die das Ding in den Schul-Recorder, machte den Fernseher an und eigentlich hätte ich die Reaktionen der Anderen schon erwarten müssen.

Es begann, ein schwarzes Bild, dies untermalt von  György Ligetis Atmosphères, schon da bemerkte ich schnell, es waren nicht die richtigen Besucher hierfür anwesend, schon der der erste Mitschüler meldete sich nach wenigen Sekunden und vermeldete, kurz und präzise: "Ist das laut! Macht mal jemand den verdammten Ton leiser!", hier bemerkte ich schon es sollte kein gutes Ende nehmen. Weiter ging es mit dem Film und die Lehrer stellten die weise Aufgabe das Werk irgendwie zu interpretieren (ich kann wieder froh sein, das ich das irgendwie erwartete und mir bereits einige Interviews von Kubrick ansah, worin ich halbwegs etwas liefern konnte), so zitierte ich dann später fein Arthur C. Clarke (oder doch Kubrik, Erinnerung wo bist du?), der naja ungefähr sagte: "Wenn Sie 2001 vollständig verstanden haben, haben wir versagt: Wir wollten viel mehr Fragen stellen, als wir beantwortet haben."(Ich bitte die Ungenauigkeit zu entschuldigen). Um es jetzt kurz machen: Schlussendlich langweilten sich die einen, die Anderen schliefen, wiederum Andere machen Hausaufgaben und ich mittendrin und erneut fasziniert und "geflasht".

Einfach gesagt am Ende hasste ihn mitunter die ganze Klasse den Film und ich stand so allein da und sagte: "Meisterwerk!". Als ich dann versuchte die Meinung der Anderen zu verstehen bzw. was sie den an dem Film nicht mochten. Erklärte sich einer von ihnen bereit mir das näher zu erläutern, die Argumente waren aber alles andere als stichhaltig: "Hey, verstehst du der war langweilig, die Musik nervte, von den Bildern bekomme ich Kopfschmerzen und eine Handlung gabs auch nicht, alles vollkommen sinnlos, der Film nervt einfach!", ich darauf nennt und freundlich: "DAS IST KUNST!!!!!!!!"(Auch nicht gerade, das ausschlagebene Element) und redete weiter bzw. zitierte fein Herrn Godard: "Das Unterhaltungskino ist eine kapitalistische Manipulation der Massen." Und weiterhin antwortete, dass das nun mal "klassische" Musik sei und man solle sich damit abfinden, da diese den Film noch um ein ganzes Stück komplettiere bzw. Die Musik von Johann/Richard Strauß passt einfach perfekt zum Werk. So und nicht anders. "2001" stellt nur mal ein etwas Besonderes da, man muss interpretieren man muss zu versuchen zu verstehen. Die Lehrer hellauf begeistert, die Baumfrau tanzte schon wieder fast auf dem Tisch vor Freude, hatte ihren neuen Favoriten gefunden und war so gesagt "verliebt" in Kubrick. Sie lobten für sogar teilweise für meine Erkenntnisse, an dieser Stelle sei gesagt: "Danke lieber Herr Kubrick sie verschafften mir massig Pluspunkte bei ihnen und so auch die ein oder andere gute Note. Vielen lieben Dank." Nun zurück zu meinen Mitschülern. Denn diese wollten den Film anscheinend nicht verstehen und sich nicht mit solchen "Kunst-Gedöhns" wie es einige tauften abgeben wollten. Tja, was soll ich sagen, also ich fand das echt schade. (Wenigstens mein bester Freund sagte mir kurz nach der Beendigung des Werkes, dass er ihn doch recht faszinierend fand und recht interessant gemacht und auch ein paar andere Mädchen waren positiv von dem Film angetan, auch wenn sie ihn als anstrengend empfanden). Beim Rest fand ich das wie gesagt echt schade.

Denn für mich ist dieser Film ein nahezu unbeschreibliches Meisterwerk der Filmgeschichte, etwas besonderes und in der Hinsicht anbetungswürdig, weil dieses Film das Science-Fiction-Kino revolutionierte, ohne ihn kein "Alien" und auch kein "Stars Wars", zwei der wichtigsten Filme meines Filmlebens, aber davon irgendwann später. In jedem Fall würde ich "2001" sogar als geradezu technisch perfekt beschreiben, denn was Kubrick hiermit erschaffen hat ist unglaublich, unfassbar, aber auch sensationell. Mir fehlen stets die Worte. Atemberaubende Kamerafahrten, überzeugende und logisch eingesetzte Effekte, von einer fantastischen musikalischen Untermalung getragen. Eine perfekte Symbiose zwischen Bild und Ton.
Eine filmische Weltraum-Oper der Extraklasse. Ein unfassbares, filmisches Abenteuer im All. Eine Odyssee. Ein Erlebnis. Das Ganze auf einer Ebene, die ich an sich nicht beschreiben kann, symbolisch und zugleich philosophisch. Wo kommt der Mensch her? Wer ist der Mensch? Was ist die Zukunft? Unsterblichkeit? Fragen über Fragen...und das ist doch gerade das Geniale daran. Ich bin jedes Mal aus Neue fasziniert. Minute zu Minute gefesselt und gepackt und am Ende fassungslos über das Gesehene. Weshalb mir auch die Worte fehlen um das Werk in seiner Vollständigkeit zu erfassen. Und ehrlich HAL-9000 ist wohl einer der besten Filmfiguren bzw. für mich der beste Filmcomputer aller Zeiten. Legendär auch der wahrscheinlich berühmteste Schnitt der Filmgeschichte, aber jeder sollte sich wohl selbst ein Bild machen von diesem Film.

Für mich stellt "2001" einer wohl wichtigsten Werke der Filmgeschichte da. Ein kolossales Meisterstück von Kubrick, eine der eindrucksvollsten, intelligentesten, rätselhaftesten, philosophischsten und zugleich auch schönsten Filmreisen, die mir bekannt sind. Ein unfassbares Kunstwerk. Immer wieder ein Erlebnis. Mit Worten: Unbeschreiblich.
Dazu musste ich mich jetzt einfach mal heute äußern, schöner Tag heute, leider gibts den nur einmal im Jahr, obwohl das ist doch auch besser so...


10 / 10

Autor: Hoffman

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