Dienstag, 11. Oktober 2011

Kritik: "Fright Night - Eine rabenschwarze Nacht"

Die 80er Jahre, die Zeit als man noch sagen konnte, dass Vampire cool sind. Aus dieser Zeit, bis heute ewig in meinen Gedächtnis verankert, stammt "Fright Night" aus dem Jahre 1985 von Tom Holland. Ach ja das waren noch Zeit, schöne Zeiten. Hab gerade erst wieder nach Jahren wieder gesehen und selbst heute bietet der Film beste Unterhaltung und ich möchte noch mal betonen so ein Gefühl bzw. solch einen Film kann man nicht "neumachen", jedenfalls in der Art wie es damals war.

Klar man kann die Story übernehmen, doch könnte man diese liebevolle, kleine und nicht zu abgehobene Geschichte, fast schon aus dem Leben gegriffen (okay das ist Schwachsinn) und an sich simple Handlung in die "Neuzeit" übertragen? Meine bisherige Antwort nein! Aber man wird sehen: Bei "Fright Night" geht es erstmal um den 17 Jährigen Charley. Ein Horrorfilmfan. Ein ganz normaler Junge. Der vermutet, dass sein Nachbar Jerry ein Vampir ist. Ein echt hübscher Vampir muss ich dazu sagen. Doch es kommt wie es kommen muss keiner glaubt ihn, denn Vampire gibts ja gar nicht. So sucht er schließlich Hilfe bei dem etwas abgehalfterten Gruselstar bzw. Vampirjäger Peter Vincent. Gemeinsam wollen sie den Vampir dann schließlich töten oder auch zur Strecke bringen.

Zur Besetzung eigentlich wunderbar ausgewählt mit William Ragsdale als Charley perfekt für die Rolle, find ihn sehr sympathisch in der Rolle, bringt eben den typischen 80er Jugendlichen und der macht mehr als gut, auf der anderen Seite hätten wir dann noch Chris Sarandon als verführerischer Vampir Jerry, auch hier finde ich hat man die damalige Idealbesetzung gefunden, so waren Vampire nun mal cool und gleichzeitig sehr hübsch. Aber doch böse. Zuden beiden kann auch noch Amanda Bearse bewundern, die ja später eine gewisse Berühmtheit erlangte durch die Serie "Eine schrecklich nette Familie", am Rande sollte noch erwähnt werden, ich habe die Serie geliebt. Und so kann ich auch über sie nicht meckern als Charleys Freundin Amy.

Und nein ich habe ihn an der Stelle nicht vergessen, würde ich ehrlich gesagt nie tun, denn er ist einer der wichtigsten Gründe weshalb ich "Fright Night" so liebe bzw. durch diesen Auftritt gleichzeitig auch ihn, für mich eine seiner besten Rollen, eine unvergessene Glanzrolle des Mannes, denn Roddy McDowell gibt hier nochmal alles als "Vampirjäger" Peter Vincent, mitunter auch gleich meine Lieblingsfigur des Films, mit welch einer Liebe und Freunde McDowell diese Rolle mimt, finde ich dabei stets unglaublich. Ein Platz in meinem Herzen ist ihm sicher. Einfach herrlich, er bringt mich beim Film immer wieder zum schmunzeln bzw. zum lachen. Werde ihn nie vergessen. Ihn kann man einfach nicht ersetzen.

Hollands Regie gehört natürlich da auch gleich gelobt, den der Anfang mag zwar im Gegensatz zum Rest des Films etwas blass sein, braucht nun mal seine Zeit um richtig loslegen zu können, aber dann gehts besonders in der zweiten Hälfte, wunderbar ironisch, raffiniert von Holland gemacht. Hier sind Vampire noch Vampire mit all ihren schönen Klischees, so im Sinne von Kreuze, Licht und so weiter. So wie es sein sollte. Stets glaubhaft so schräg sich das anhört, mit reichlich komischen Elementen, besonders McDowell liefert die besten Gags. Selbstverständlich könnte man das Ganze als Parodie auf verschiedene Dracula-Filme betrachten. Das hat einfach was und enden tut das Werk, dann noch in einem spektakulären Finale der Extraklasse mit brillanten Effekten, die ich heute noch spitze finde. Auch wenn das Gesamtbild des Films auch nicht unbedingt gruselig oder Horror-mäßig ist, sondern gruselig-spaßig. Wenn überhaupt gruselig, macht aber unheimlich viel Spaß.
Des weiteren tut die Kamera übrigens, fängt schicke und stilvolle 80er Jahre Bilderchen ein, gibt dem Film irgendwie einen besonderen Touch, liebe ich, und die Atmosphäre ist eh klasse. Hierbei wunderbar altmodisch und ja das ist positiv gemeint, da ich das einfach liebe
.
Tja weiterhin gäbe es auch noch ein paar sympathische Charaktere, also nicht der/die Vampir(e), die sind nur saucool und (ich weiß ich hab schon oft gesagt aber so ist es nun mal) so wie Vampire seien sollten. Hier gehen wie bereits erwähnt auch nochmal unheimlich viele Sympathiepunkte an Roddy McDowells Charakter des Peter Vincent. Ich liebe ihn und die Rolle, anders bin ich es nicht in der Lage zu beschreiben.

So und abschließend möchte ich dann nur noch sagen, dass "Fright Night" mich immer gut unterhalten hat, für mich ist das einfach ein ausgezeichnet gemachter Spaß bzw. liebevolles Grusical, mit einigen originellen Ideen und einem genialen Roddy McDowell.
                                                              

8,0 / 10

Autor: Hoffman

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