Freitag, 24. November 2017

Nächster Halt: Nimmerland - Kritik: Peter Pan (2003)


Was darf man eigentlich von einer Interpretation von James M. Barries Vorlage erwarten, wenn sie von jemanden umgesetzt wird, der vorher Erfolge mit Filmen wie »Muriels Hochzeit« oder »My Best Friends Wedding« feierte. Das könnte manch einen (auch wenn erst genannter Film gewiss an sich kein schlechter Film ist) skeptisch stimmen. Wenn man sich dann aber die Rezeption zu der Interpretation vom Australier P. J. Hogan näheranschaut, wird man schnell bemerken, dass dieses Werk eine gar nicht so schlechte Resonanz erhält, so wird die Umsetzung unter anderem für ihre Wahrhaftigkeit der Magie und für die Treue gegenüber den Worten Barries (die der Film auch unter anderem mit einer Off-Sprecherin direkt rezitiert) gelobt. Der Film wird als Realverfilmung des Stoffes (anders als ein bestimmter »Hook«) als gelungen bezeichnet. Und tatsächlich ist es ein Film, der auf seine kurzweilige Art und Weise die Vorlage Barries zum Leben erweckt. Wenn man sich nun zunächst fragen möchte, wo man nun den Regisseur und Teildrehbuchautor in diesem Werk finden kann, dann wohl am ehesten in der Komik des Werkes, die es durchzieht. Es ist ein kunterbunter, leicht ironischer und verspielter Film, der besonders zum Anfang bis zur Albernheit tendiert und es manchmal doch etwas zu gut meint. Aber das ist halt auch einfach ein Film über Peter Pan, dem Jungen, der nie erwachsen werden wollte und so verhält es sich mit so manchem Witz des Werkes, in denen eine naive Freude an der Komik des Slapstick durchstrahl,, das so manche Figur droht gar zur Karikatur zu werden. Diese Befürchtungen treten aber nie vollends ein. Vielleicht ist der Film manchmal etwas zu laut, zu marktschreierisch, die Jungdarsteller vielleicht gelegentlich zu affektiert in ihrem Spiel (das bezieht sich eigentlich nur auf eine Handvoll von leicht überzogenen Reaction-Shots). Aber das ist ein Meckern, das man vielleicht nur zu Beginn des Films wirklich für angebracht halten kann.


Am Anfang, wo Hogan noch mehr an der Komik und dem Tempo gelegen ist und die Sensibilität gegenüber dem Stoff und den Figuren noch etwas vergraben liegt. Sie wird sich aber langsam hervorgraben, spätestens, wenn Peter gegenüber Wendy noch nicht fähig ist von seinen Gefühlen zu sprechen, sondern alles nur als Spiel begreifen kann, aber nicht weiter als das gehen will, wird der Film sehr behutsam gegenüber seinen Figuren. Ein besonderes Interesse hat der Film des Weiteren an dem Charakter des Captain Hook, die er mit Charakter des Vaters von Wendy und ihren Büdern koppelt, in dem er beide Rolle Jason Isaac mimen lässt (etwas, das spätere Peter-Pan-Interpretationen, wie »Peter & Wendy« mit Stanley Tucci in einer Doppelrolle gerne zu adaptieren schienen). Der Vater ist ein schüchterner Bankbeamter, der seine Träume in eine Schublade geschlossen hat und sich an manchen Tagen wünscht, dass er ein Mann wäre, den man fürchtet. Die Verbindung zu Hook stellt der Film in einem Übergang der beiden Charaktere dar, denn wo der eine Charakter durch den Überfall des Hausmädchenhundes in Ohnmacht fällt, erwacht der Andere im Nimmerland aus seinem tiefen Schlaf. Damit enthüllt der Film auch einen doppelten Boden, denn das Nimmerland ist ein Traumbild des vikorianischen Englands (wo Mädchen die Kindheit entrissen werden soll, weil sie von Jungen über ihren Bett schwebend träumen), ein Ort, an dem unterbewusste Wünsche ausgelebt werden.


Ein weiteres Mal beweist der Film sein Interesse an den zentralen Figuren, das heißt Peter, Wendy, Hook und Tinkerbell (die Brüder von Wendy, die Piraten und die verlorenen Jungen werden einfach aus der Vorlage übernommen, ohne, dass der Film von selbst noch näher auf sie eingeht oder sich um sie kümmert), wenn er ein durchaus auch amüsantes Beziehungsgeflecht zwischen den Figuren entfaltet, wenn der einsame Hook wehmütig beobachten muss wie Wendy und Peter im siebten romantischen Himmel schweben. Dann geht es um Einsamkeit und Eifersüchte und auch darum, dass alle auf ihre Weise die Aufmerksamkeit von Peter Pan begehren. Aber eigentlich ist Hogans Interpretation ein visuell pompöser und dekorativ ausgeschmückter Film, der unübersehbar ein Filmmärchen sein will und in dem der Zauber der Vorlage über die Bilder erlebt werden soll. So ist es auch ein abenteuerlicher und vielleicht manchmal überdrehter Attraktionsfilm, der uns gar nicht so viel »erzählen« will, sondern uns die Bruckstücke des Nimmerlandes (möglicherweise etwas zu gehetzt) zeigen möchte. Unter anderem ist die Expression der Bilder auch immer nach den Stimmungen der Figuren und des Films an sich ausgerichtet. Der Film möchte uns immer wieder neue phantastische Bilder liefern, mit denen er vor allem seine Lust an dem Visuellen auskostet und davon muss man sich auch einfach mitnehmen lassen, denn im Kern des Films ruht etwas warmherziges, das daraus insgesamt ein wahrlich zauberhaft-augenzwinkerndes Abenteuer wird.

7.0 / 10

Autor: Hoffman 

Sonntag, 19. November 2017

Fern-Sehen / TV-Tipps: 20.11.17. - 26.11.17.



Alle Angaben sind ohne Gewähr:

20.11. 

In der Hitze der Nacht - 20:15, Arte
(R: Norman Jewison / USA 1967)

The Crow - 22:05, Tele 5
(R: Alex Proyas / USA 1994)

No Escape - 22:15, ZDF
(R: John Erick Dowdle / USA 2015)

Paradies: Liebe - 22:25, 3sat
(R: Ulrich Seidl / Ö, D, F 2012)

Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil - 22:45, Kabeleins
(R: Lewis Teague / USA 1985)

The Night - 0:05, WDR
(R: Zhou Hao / CHINA 2014)

21.11. 

Turbo Kid - 22:10, Tele 5
(R: Anouk Whissell / KAN, NEUS, USA 2015)

Blue Jasmine - 0:35, ZDF
(R: Woody Allen / USA 2013)

22.11. 

Brüder - 20:15, ARD
(R: Züli Aladag / D 2017)

Angels´ Share - 20:15, Arte
(R: Ken Loach / GB, F, B, I 2012)

Die Unbestechlichen - 23:35, Kabeleins
(R: Brian De Palma / USA 1987)

Arsenal - 0:15, Arte
(R: Aleksandr Dovzhenko / UdSSR 1929)

Winter´s Bone - 0:30, BR
(R: Debra Granik / USA 2010)

Vanilla Sky - 2:05, Kabeleins
(R: Cameron Crowe / USA, SP 2001)

23.11. 

Das Hausmädchen - 22:20, Tele 5
(R: Im Sang-soo / KOR 2010)

Das wilde Schaf - 22:25, 3sat
(R: Michel Deville / I, F 1974)

Robin Hood - König der Diebe - 22:55, Kabeleins
(R: Kevin Reynolds / USA 1991)

Haywire - 23:05, Vox
(R: Steven Soderbergh / USA, IRL 2011)

Somewhere in Tonga - 23:05, Arte
(R: Florian Schewe / D 2017)

24.11. 

Der Maskenmann - 20:15, Arte
(R: Alice Douard / F 2017)

Hellboy 2 - Die goldene Armee - 23:15, ZDFNeo
(R: Guillermo Del Toro / USA, D 2008)

The Drop - 23:25, Prosieben
(R: Michael R. Roskam / USA 2014)

Chloe - 23:30, ARD
(R: Atom Egoyan / USA, KAN, F 2009)

Kennwort: Morituri - 23:35, BR
(R: Bernhard Wicki / USA 1965)

Thirteen Days - 1:05, ARD
(R: Roger Donaldson / USA 2000)

25.11. 

Zuckersand - 20:15, 3sat
(R: Dirk Kummer / D 2017)

Charlie und die Schokoladenfabrik - 20:15, Sat 1
(R: Tim Burton / USA, AUS, GB 2005)

Ein ungezähmtes Leben - 20:15, ServusTV
(R: Lasse Hallström / USA 2005)

Das Versprechen - 21:50, ZDFNeo
(R: Sean Penn / USA 2001)

Julies Geheimnis - 22:15, ServusTV
(R: Olivier Péray / F 2010)

Sleepy Hollow - 22:35, Sat 1
(R: Tim Burton / USA, D 1999)

Tödliche Versprechen - Eastern Promises - 0:05, MDR
(R: David Cronenberg / GB, KAN, USA 2007)

The Town - 1:30, ZDF
(R: Ben Affleck / USA 2010)

Probezeit - 4:05, RTL II
(R: Chris Menges / GB, USA 1994)

26.11. 

Avengers: Age of Ultron - 20:15, RTL 
(R: Joss Whedon / USA, D 2015)

San Andreas - 20:15, Prosieben
(R: Brad Peyton / USA 2015)

Vier im roten Kreis - 20:15, Arte
(R: Jean-Pierre Melville / F, I 1970)

Familienfest - 22:00, 3sat
(R: Lars Kraume / D 2014)

Der Affe im Menschen - 22:20, Tele 5
(R: George A. Romero / USA 1988)

Die Insel - 22:45, Prosieben
(R: Michael Bay / USA 2005)

42plus - 23:30, 3sat
(R: Sabine Derflinger / Ö 2007)

Härte - 23:40, RBB
(R: Rosa von Praunheim / D 2015)

Wenn die Gondeln Trauer tragen - 1:00, 3sat
(R: Nicolas Roeg / GB, I 1973)

Geliebtes Leben - 1:35, ARD
(R: Oliver Schmitz / SAFR, D 2010)



Autor: Hoffman

Mittwoch, 15. November 2017

Freude am Spiel - Klassiker der Extraklasse: Mon père avait raison (1936)


Sacha Guitrys frühe Filme, totale auteur-Werke, in denen Guitry als Regisseur, Hauptdarsteller und Drehbuchautor (nach seinen eigenen Theaterstücken) wirkt, sind vergleichbar mit jenen anderer, weit bekannterer Komödien-Grössen, zumindest insoweit als dass sie ein einheitliches Werk ergeben. „Guitry können Amerikaner nicht ganz verstehen, ebenso wie Franzosen Preston Sturges nicht ganz verstehen können“ heisst es, da der Humor Guitrys eng mit der Sprache zusammenhängt. Da bin ich mir nicht mal so sicher: denn viel hängt bei Guitry auch mit Mimik und affektierten Gesten zusammen. Die Schauspieler sind in einem fast naturalistischen Grundmodus, bei dem dann (in 2. Stufe) alles Spiel aufgedreht und theatralisch wird; die Freude am Agieren, an Aufgeblasenheit und Affektiertheit ist ihnen anzumerken und überträgt sich sofort auf uns – das erinnert mich etwas an DeNiro, method acting, etc.


In Guitrys Mon père avait raison oder Le Nouveau Testament aus dem gleichen Jahr wird ohne Unterlass gesprochen – das Geniale daran: die Dialoge entwickeln sich oft aus völlig natürlichen, alltäglichen, kleinsten (Nicht-)Situationen heraus, in schnellem Reagieren der Charaktere aufeinander, hin- und her, und allmählich schält sich dann ein Thema heraus. So beginnt etwa Mon père avait raison folgendermassen: Ein Junge klopft dreifach an eine Glastüre, der sein Vater (Guitry) den Rücken kehrt und sagt: „entrez!“, worauf der Junge erneut klopft, der Vater seine Antwort ärgerlicher wiederholt, und nach erneutem Klopfen genervt auf seinen Jungen zugeht, und es entspinnt sich ein Gespräch, das zunächst davon handelt, warum der Junge nicht eingetreten ist nach diesem Befehl, das dann aber die Vater-Sohn-Beziehung selbst zum Thema hat. Die Dialoge wirken deshalb nicht nur natürlich, sondern bisweilen absurd, da auf diesen alltäglichen Situationen insistiert und jedes Detail ausdiskutiert wird.

Das Konzept ist dabei verzwickt und schafft auch Situationen mit 4 oder 5 Charakteren, bei denen jede auf einem anderen Wissensstand ist bezüglich der Beziehungen unter den anderen Personen. Guitry filmt dies in äusserst langen Einstellungen, in denen wir auch die Reaktionen der nicht sprechenden Personen durchwegs mitlesen können.
Mon père avait raison hat nicht ganz die Klasse von Le Nouveau Testament, der etwas bissiger in seiner Satire ist, besonders in seiner Darstellung unterschiedlicher Klassen, der Beziehung zwischen der gutbürgerlichen Persona Guitrys und seines Dieners.


+
Autor: Cameron





Sonntag, 12. November 2017

Fern-Sehen / TV-Tipps: 13.11.17. - 19.11.17.




Alle Angaben sind ohne Gewähr:

13.11. 

Gold - 20:15, Arte
(R: Thomas Arslan / D, KAN 2013)

Unter falschem Verdacht - 21:50, Arte
(R: Henri-Georges Clouzot / F 1947)

Survivor - 22:15, ZDF
(R: James McTeigue / USA, GB 2015) 

Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten - 22:30, Kabeleins
(R: Robert Zemeckis / MEX, USA 1984)

Glaspuppen - 23:45, NDR
(R: Nils Gaup / N 2014)

Blind & Hässlich - 23:55, ZDF
(R: Tom Lass / D 2017)

14.11. 

Jennas Kuchen - 20:15, SuperRTL
(R: Adriene Shelly / USA 2007)

Ohne Limit - 20:15, Tele 5
(R: Neil Burger / USA 2011)

Rudolf Thome - Überall Blumen - 22:25, 3sat
(R: Serpil Turhan / D 2016)

Brothers - 0:20, ARD
(R: Jim Sheridan / USA 2009)

 15.11. 

Joy - 20:15, Prosieben
(R: David O. Russell / USA 2015)

Goodfellas - 23:50, Kabeleins
(R: Martin Scorsese / USA 1990)

Der blaue Express (Omu) - 0:35, Arte 
(R: Ilya Trauberg / UdSSR 1929)

16.11. 

Streng - 22:05, Tele 5
(R: Héléne Filliéres / F, B, LUX 2013)


Safe - 22:20, Vox
(R: Boaz Yakin / USA 2012)

Der Soldat James Ryan - 22:55, Kabeleins
(R: Steven Spielberg / USA 1998) 

Foxcatcher - 23:45, RBB
(R: Bennett Miller / USA 2014) 

Die Geschichte der O. - 23:45, Tele 5
(R: Just Jaeckin / F, D, KAN 1975) 

Planet der Vampire (Omu) - 0:35, Arte
(R: Mario Bava / I, SP 1965) 

 17.11,

Zurück in die Zukunft III - 20:15, RTL II 
(R: Robert Zemeckis / USA 1990)

Schwester Weiß - 20:15, Arte
(R: Dennis Todorovic / D 2015)

Erik Brockovich - 22:25, 3sat
(R: Steven Soderbergh / USA 2000)

Die tollen Abenteuer des Monsieur L. - 23:35, BR
(R: Philippe de Broca / F, I 1965)

Lord of War - 0:55, RTL II
(R: Andrew Niccol / USA, F, D 2005)

18.11. 

Pacific Rim - 20:15, Sat 1
(R: Guillermo Del Toro / USA 2013)

Miss Daisy und ihr Chaffeur - 22:05, ServusTV
(R: Bruce Beresford / USA 1989)

Robocop - 23:45, ZDFNeo
(R: Paul Verhoeven / USA 1987) 

Wenn die Gondeln Trauer tragen - 2:25, ARD
(R: Nicolas Roeg / GB, I 1973) 

19.11. 

Fast & Furios 7 - 20:15, RTL
(R: James Wan / USA, J 2015)

Todesmelodie - 20:15, Arte
(R: Sergio Leone / I 1971)

Das Ding aus dem Sumpf - 20:15, Tele 5
(R: Wes Craven / USA 1982)

Das Tier - 22:05, Tele 5
(R: Joe Dante / USA 1981) 

The Cabin in the Woods - 22:30, RTL II
(R: Drew Goddard / USA 2012) 

Sin Nombre - 23:35, ARD
(R: Cary Fukunaga / MEX, USA 2009)


Autor: Hoffman 



Sonntag, 5. November 2017

Fern-Sehen / TV-Tipps: 06.11.17. - 12.11.17.



Alle Angaben sind ohne Gewähr:

06.11. 

Reds - 20:15, Arte
(R: Warren Beatty / USA 1981)

Die innere Sicherheit - 20:15, One
(R: Christian Petzold / D 2000)

Dengler - Die schützende Hand - 20:15, ZDF
(R: Lars Kraume / D 2017)

Einer nach dem anderen - 22:15, ZDF
(R: Hans Petter Moland / N, S, DK 2014) 

Herzstein - 23:15, NDR
(R: Guomundur Arnar Guomundson / ISL, DK 2016)

Schildkröten können fliegen (OmU) - 0:05, WDR
(R: Bahman Ghobadi / IRN, F, IRAK 2004)



07.11. 

Gattaca - 20:15, Tele 5
(R: Andrew Niccol / USA 1997)

Terminator 2 - 22:25, Tele 5
(R: James Cameron / USA 1991)

Willkommen bei den Rileys - 0:40, ARD
(R: Jake Scott / GB, USA 2010)

08.11. 

Party Girl - 20:15, Arte
(R: Marie Amachoukeli / F 2014)

Forrest Gump - 20:15, Kabeleins
(R: Robert Zemeckis / USA 1994) 

Halt auf halber Strecke - 22:30, 3sat
(R: Andreas Dresen / D, F 2011)

Panzerkreuzer Potemkin - 22:40, Arte
(R: Sergei Eisenstein / UdSSR 1925) 

The Social Network - 22:55, Prosieben
(R: David Fincher / USA 2010)

Westen - 23:00, RBB
(R: Christian Schwochow / D 2013)

Bittere Kirschen - 1:00, Arte
(R: Didi Danquart / D 2011)

Hochzeit auf Italienisch - 2:55, ARD
(R: Vittorio De Sica / I, F 1964)

 09.11.

Der Zug - 20:15, Arte
(R: Damiano Damiani / Ö, D, I, F, SP 1988)

Blue Velvet - 22:10, Tele 5
(R: David Lynch / USA 1986)

The Broken Circle - 22:25, 3sat
(R: Felix Van Groeningen / B, NL 2012)

Schmidts Katze - 23:30, NDR
(R: Marc Schlegel / D 2015)

Die toten Augen des Dr. Dracula - 23:25, Arte
(R: Mario Bava / I 1966)


Leviathan - 0:15, RBB
(R: Andrey Zvyagintsev / RUS 2014)

Der Kontrolleur - 2:30, RBB
(R: Stefan Trampe / D 1995)

10.11. 

Iron Man - 20:15, Prosieben
(R: Jon Favreau / USA 2008)

Zurück in die Zukunft II - 20:15, RTL II
(R: Robert Zemeckis / USA 1989)

Margin Call - 22:25, 3sat
(R: J.C. Chandor / USA 2011)

Abenteuer in Rio - 23:35, BR
(R: Philippe De Broca / I, F 1964) 

Felon - 2:00, Prosieben
(R: Ric Roman Waugh / USA 2008)

11.11. 

Die Verurteilten - 20:15, Vox
(R: Frank Darabont / USA 1994)

The Dressmaker - 20:15, ServusTV
(R: Jocelyn Moorhouse / AUS 2015)

Casino - 22:30, ServusTV
(R: Martin Scorsese / USA 1995) 

Micmacs - 0.40, ARD
(R: Jean-Pierre Jeunet / F 2009)

 12.11. 

Wiedersehen in Howards End - 20:15, Arte
(R: James Ivory / GB 1992)

Fast and Furios 6 - 20:15, RTL 
(R: Justin Lin / USA 2013)

Crossing Over - 23:35, ARD
(R: Wayne Kramer / USA 2009)


Autor: Hoffman  

 

 

 

Donnerstag, 2. November 2017

Zuletzt geschaut: Oktober (2017)



Hoffman

Seconds - 7.0
(R: John Frankenheimer / USA 1966)


Gloria - 8.5
(R: John Cassavetes / USA 1980)


Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit - 7.0
(R: Alexander Kluge / D 1985)


Der Holzschuhbaum - 7.0
(R: Ermmano Olmi / I 1978)


Nachts, wenn der Teufel kam - 7.0
(R: Robert Siodmak / D 1957)


The Diary of an Unknown Soldier - 6.0
(R: Peter Watkins / GB 1959)


Kriegsspiel - 7.0
(R: Peter Watkins / GB 1966)


Smog - 6.5
(R: Wolfgang Petersen / D 1973)


Heil - 4.0
(R: Dietrich Brüggeman / D 2015)


Aloha - 4.0
(R: Cameron Crowe / USA 2015)


Nachts auf den Straßen - 7.0
(R: Rudolf Jugert / D 1952)

Das Versprechen - 7.0
(R: Margarethe von Trotta / CH, D, F 1995)

Die Nonne - 7.0
(R: Jacques Rivette / F 1966)

Die Beste aller Welten - 6.5
(R: Adrian Goiginger / D, Ö 2017) 

Blade Runner 2049 - 6.5
(R: Denis Villeneuve / GB, USA, KAN 2017)

In einer besseren Welt - 7.5 
(R: Susanne Bier / DK, S 2010)

Lärm und Wut - 7.0
(R: Jean-Claude Brisseau / F 1988)

Don´t breathe - 6.5
(R: Fede Alvarez / USA 2016)

Es - 5.5
(R: Andy Muschietti / USA 2017)

Fata Morgana - 6.5
(R: Werner Herzog / D 1971)

Simons Geheimnis - 6.0
(R: Atom Egoyan / KAN 2008)

Ghost in the Shell - 6.0
(R: Rupert Sanders / USA 2017)

Logan - Wolverine - 7.0
(R: James Mangold /  USA 2017)

A Cure for Wellness - 6.0
(R: Gore Verbinski / D, USA 2016)

Der Rabe - 7.0
(R: Henri-Georges Clouzot / F 1943)

Arrival - 7.0
(R: Denis Villeneuve / USA 2016)

Der Bunker - 6.5
(R: Nikias Chryssos / D 2015)

Get Out - 6.5
(R: Jordan Peele / USA 2017)

X-Men: Apocalypse - 6.0
(R: Bryan Singer / USA 2016)

Tatort: Der rote Schatten - 7.0
(R: Dominik Graf / D 2017)

Irrtum im Jenseits - 7.0
(R: Michael Powell, Emeric Pressburger / GB 1964)

Scouts vs. Zombies - 4.5
(R: Christopher Landon / USA 2015)

Die Blumen von Gestern - 5.5
(R: Chris Kraus / Ö, D, F 2016)

Dabei: Ein Clown - 6.0
(R: Ingmar Bergman / DK; S, I, N, D 1997)

Personal Shopper - 7.0
(R: Olivier Assayas / F 2016)

Stella - 6.5
(R: Sanna Lenken / S, D 2015)

Can A Song Save Your Life? - 5.5
(R: John Carney / USA 2013)

Abschied - Brechts letzter Sommer - 6.0
(R: Jan Schütte / PL, D 2000)

Jurassic World - 4.5
(R: Colin Trevorrow / USA 2015)

Hausu - 6.5
(R: Nobuhiko Obayashi / J 1977)

Sieben Minuten nach Mitternacht - 6.5
(R: J.A. Bayona / USA, SP 2016)

Nachtgestalten - 7.0
(R: Andreas Dresen / D 1999)

Cinema Paradiso - 7.0
(R: Giuseppe Tornatore / I, F 1988)

Entity - 6.0
(R: Sidney J. Furie / USA 1981)

Jason Bourne - 5.5
(R: Paul Greengrass / USA 2016)

Tschick - 6.0
(R: Fatih Akin / D 2016)

Run All Night - 6.0
(R: Jaume Collet-Serra / USA 2015)

Boy 7 - 3.0
(R: Özgür Yildrim / D, N 2015)

Klassenverhältnisse - 7.0
(R: Jean-Marie Straub, Danielle Huillet / D, F 1984)

The Tribe - 7.0
(R: Miroslav Slaboshpitsky / N, UK 2015)
  
Wir sind die Flut - 5.0
(R: Sebastian Hilger / D 2016) 

Der Dieb von Bagdad. Ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht - 6.5
(R: Alexander Korda, Ludwig Berger, Michael Powell / GB 1940)

Henry - 6.5
(R: Philipp Fussenegger / D, Ö 2016)

Shining - US-Fassung - 10
(R: Stanley Kubrick / GB 1980)

Venus mit den 1000 Gesichtern - 5.0
(R: Chang-hwaJeong / HK 1969)

Ich fühl mich Disco - 7.0 (aufgewertet)
(R: Axel Ranisch / D 2013)

Rollerball - 6.0
(R: Norman Jewison /

A Most Wanted Man - 6.0
(R: Anton Corbijn / D, USA 2015)

Maze Runner 2 - Die Auserwählten in der Brandwüste - 5.0
(R: Wes Ball / USA 2015)

Eisenstein in Guanajuato - 7.0
(R: Peter Greenaway / FIN, F, MEX, N, B 2015)

Stunde Null - 7.5
(R: Edgar Reitz / D 1977)

Gefahr: Diabolik! - 6.5
(R: Mario Bava / I 1968)

Remember - 5.5
(R: Christopher Plummer / D, KAN 2015)

Berlin um die Ecke - 7.0
(R: Gerhard Klein / D 1965)

Zwischen Himmel und Hölle - 7.5
(R: Akira Kurosawa / J 1963)

Frau Müller muss weg - 3.5
(R: Sönke Wortmann / D 2015)

Terror - Ihr Urteil - 5.5
(R: Lars Kraume / D 2016) 
 


DeDavid

The Shield Staffel 4 - 6.0
(R: Diverse / USA 2005)

The Shield Staffel 5 - 7.5
(R: Diverse / USA 2006)

The Shield Staffel 6 - 6.5
(R: Diverse / USA 2007)

The Shield Staffel 7 - 8.0
(R: Diverse / USA 2008)

Der Traum meines Lebens - 5.0
(R: David Lean / GB, USA 1955)

Paper Moon - 7.0
(R: Peter Bogdanovich / USA 1973)

Gosford Park - 6.0
(R: Robert Altman / D, GB, USA 2001)

Restless - 5.0
(R: Gus van Sant / USA 2011)

Der 13te Krieger - 3.0
(R: Michael Crichton / USA 1999)

Operation - Broken Arrow - 4.0
(R: John Woo / USA 1996)


James Bond 007 - Der Mann mit dem Goldenen Colt - 6.0
(R: Guy Hamilton / GB 1974)

Die Kaktusblüte - 7.0
(R: Gene Saks / USA 1969)


Der Frosch mit der Maske - 4.0
(R: Harald Reinl / D 1959)

Judou - 7.0
(R: Fenglian Yang / CN 1990)

James Bond 007 - Diamantenfieber - 5.0
(R: Guy Hamilton / GB 1971)

Blade Runner 2049 - 5.0
(R: Denis Villeneuve / CA, USA 2017)

The Weather Man - 3.0
(R: Gore Verbinski / USA 2005)

Zoff in Beverly Hills - 6.0
(R: Paul Mazursky / USA 1986)

Defendor - 4.0
(R: Peter Stebbings / CA 2009)


Hounds of Love - 6.0
(R: Ben Young / AU 2016)

Es - 3.0
(R: Andy Muschietti / USA 2017)


Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett - 5.0
(R: Robert Stevenson / USA 1971)


Once - 6.0
(R: John Carney / IR 2006)


Nur noch 72 Stunden - 4.0
(R: Don Siegel / USA 1968)


The Insider - 5.0
(R: Michael Mann / USA 1999)


Tatort: Der rote Schatten - 7.0
(R: Dominik Graf / D 2017)


Spielberg - 6.0
(R: Susan Lacy / USA 2017)


Der alte Mann und das Meer - 5.5
(R: Henry King / USA 1958)

Irrtum im Jenseits - 7.0
(R: Michael Powell, Emeric Pressburger / GB 1946)
 

Tödliche Nähe - 3.0
(R: / USA 1993)


Schneemann - 4.0
(R: Tomas Alfredson / GB 2017)

The Rainbow Thief - 4.0
(R: Alejandro Jodorowsky / GB 1990)

Rollerball - 5.0
(R: Norman Jewison / USA 1975)

Hocus Pocus - 3.0
(R: Kenny Ortega / USA 1993)

Eat Drink Man Woman - 7.0
(R: Ang Lee / TW 1994)

James Bond 007 - Moonraker - 5.0
(R: Lewis Gilbert / GB 1979)

Durchgeknallt - 3.0
(R: James Mangold / USA 1999

Berlin Alexanderplatz - 6.0
(R: Piel Jutzi / D 1931)

Dick Tracy - 4.0
(R: Warren Beatty / USA 1990) 

Drei Farben - Blau - 6.0
(R: Krysztof Kieslowski / F, PL 1993)

Drei Farben - Weiß - 5.0
(R: Krysztof Kieslowski / F, PL 1994)

Drei Farben - Rot - 4.0
(R: Krysztof Kieslowski / F, PL 1994)

Der Chef - 6.0
(R: Jean-Pierre Melville / F, I 1972) 





 
Cameron

++
Cluny Brown 
(R: Ernst Lubitsch / USA 1946)

Wasteland No.1: Ardent Verdant
(R: Jodie Mack / USA 2017)

The Future Perfect
(R: Nele Wohlatz / Ar 2016)

Something Wild
(R: Jonathan Demme / USA 1986)


+
Heraclit l' Obscur
(R: Patrick Deval / F 1967)

Shadow of a Doubt
(R: Alfred Hitchcock / USA 1943)

Escape From New York 
(R: John Carpenter ( USA 1981)

Entr'act
(R: René Clair / F 1924)

Young and Innocent
(R: Alfred Hitchcock / USA 1937)

Le Nouveau Testament
(R: Sacha Guitry / F 1936)

The Thing From Another Wolrd
(R: Howard Hawks / USA 1951)

Melvin and Howard
(R: Jonathan Demme / USA 1980)


+/-
Acéphale
(R: Patrick Deval / F 1968)



 Three on a Couch
(R: Jerry Lewis / USA 1966) 

 Geheimnisse einer Seele
(R: G. W. Pabst / D 1926) 

The Manchurian Candidate
(R: Jonathan Demme / USA 2004) 

Sonntag, 29. Oktober 2017

Fern-Sehen / TV-Tipps: 30.10.17. - 05.11.17.


 Alle Angaben sind ohne Gewähr:

30.10. 

Duell - 20:15, Arte
(R: Steven Spielberg / USA 1971)

Gefahr: Diabolik - 21:40, Arte
(R: Mario Bava / I, F 1968) 

Halloween - 22:15, RTL II
(R: John Carpenter / USA 1978)

Das Penthouse - 23:30, ZDF
(R: Joseph Ruben / USA 2013) 

Agonie - 0:30, BR
(R: David Clay Diaz / D, Ö 2016)

Land der Wunder -  1:00, ZDF
(R: Alice Rohrwacher / I, CH, D 2014)


Tequila Sunrise - 1:20, Kabeleins
(R: Robert Towne / USA 1988)



31.10. 

Frau Müller muss weg - 20:15, Sat1
(R: Sönke Wortmann / D 2015)


Terror - Ihr Urteil - 20:15, RBB
(R: Lars Kraume / D 2016)

Star Trek - 20:15, Kabeleins
(R: J.J. Abrams / USA, D 2009)

Der Name der Rose - 20:15, 3sat
(R: Jean-Jacques Annaud / D, F, I 1986)


The Italian Job - 20:15, Tele 5
(R: F. Gary Gray / USA, F, GB 2003)


Léon - Der Profi - 22:30, Tele 5
(R: Luc Besson / F, USA 1994)


Vergiss mein nicht! - 20:15, ServusTV
(R: Michel Gondry / USA 2004)


Oldboy - 23:45, ZDF
(R: Spike Lee /  USA 2013)

Einer trage des anderen Last - 23:50, RBB
(R: Lothar Warneke / DDR 1988) 
 

Trick´r Treat - 2:50, Prosieben
(R: Michael Dougherty / USA, KAN 2007)



01.11. 

Catch me If You Can - 20:15, Kabeleins
(R: Steven Spielberg / USA, KAN 2002)

Gefährliches Spiel - 20:15, Arte
(R: Nicolas Pariser / F 2015)

The Fog - 21:45, 3sat
(R: John Carpenter / USA 1980) 
 

Das Salz der Erde - 22:45, ARD
(R: Wim Wenders / BRA, I, F 2014)

Friedhof der Könige - 22:45, Arte
(R: Apichatpong Weerasethakul / THAI, GB, D, MALAY, KOR, MEX, USA, N 2015)


The Others - 0:00, BR
(R: Alejando Amenábar / USA, SP, F, I 2001)


Blow - 23:20, Kabeleins
(R: Ted Demme / USA 2001)

02.11. 

Wall Street: Geld schläft nicht - 20:15, Kabeleins
(R: Oliver Stone / USA 2010)

The Dark Knight Rises - 20:15, Vox
(R: Christopher Nolan / USA, GB 2012)

Haftbefehl - 22:25, 3sat
(R: Vincent Garenq / F, B 2011)

Im Auftrag des Teufels - 23:20, Kabeleins
(R: Taylor Hackford / USA, D 1997)

Baron Blood - 23:25, Arte
(R: Mario Bava / I, D 1972)

Away We Go - 23:45, RBB
(R: Sam Mendes / USA, GB 2009) 

Tödliche Entscheidung - 1:55, ARD
(R: Sidney Lumet / USA, GB 2007)

03.11. 

Zurück in die Zukunft - 20:15, RTL II
(R: Robert Zemeckis / USA 1985)

Sieben Tage voller Leidenschaft - 20:15, Arte
(R: Roland Colla / I, CH 2016)

Die Legende der Wächter - 20:15, SuperRTL
(R: Zack Snyder / AUS, USA 2010)

Feuchtgebiete - 22:25, 3sat
(R: David Wnendt / D 2013)

Road House - 22:35, RTL II
(R: Rowdy Herrington / USA 1989)

Cartouche, der Bandit - 23:35, BR
(R: Philippe De Broca / F, I 1962)

04.11. 

Inception - 20:15, Vox
(R: Christopher Nolan / USA, GB 2010)


Der Regenmacher - 22:00, ServusTV
(R: Francis Ford Coppola / USA 1997)

Rache - 23:15, NDR
(R: Kjersti Steinsbo / N, KAN 2015)

Panic Room - 0:45, RTL II
(R: David Fincher / USA 2002)

Rabbit Hole - 0:55, ARD
(R: John Cameron Mitchell / USA 2010)

Am wilden Fluss - 1:00, ZDF 
(R: Curtis Hanson / USA 1994)


Schneewittchen - 2:30, RTL II
(R: Michael Cohn / USA 1997)

05.11. 

Pixels - 20:15, RTL
(R: Chris Columbus / USA 2015) 

Wall Street - 20:15, Arte
(R: Oliver Stone / USA 1987)

Snowpiercer - 22:45, Prosieben
(R: Boon Joon Ho / KOR, USA, F, CZ 2013)

Im August in Osage Country - 23:20, Sixx 
(R: John Wells / USA 2013) 

Der Vorleser - 0:05, ARD
(R: Stephen Daldry / USA, D 2008)


Silent Hill - 0:20, RTL II
(R: Christophe Gans / KAN, F, J, USA 2006)


Boy A - 2:05, ARD
(R: John Crowley / GB 2007)


Homerun - 3:45, RTL II
(R: Ron Shelton / USA 1994)



Autor: Hoffman
  

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Alfredsons Aussetzer - Kritik: Schneemann (2017)


Sie lässt sich wahrlich schwer ignorieren, die negative Berichterstattung über Tomas Alfredsons neuestes Werk, das hierzulande sogar seinen Artikel im Titel verliert. Vielleicht war die eigene Erwartungshaltung zu hoch nach dem präzisen Spionageabgesang "Tinker Tailor Soldier Spy" und der finsteren Vampir-Coming-of-Age-Erzählung "Låt den rätte komma in", bei denen es sich um brillante Romanadaptionen handelt. In diesem Sinne waren die Voraussetzungen gar nicht so verschieden, denn auch "The Snowman" setzt einen Roman ins bewegte Bild um. Dieser stellt den bereits siebten Fall des Osloer Ermittlers Harry Hole dar und dürfte ungleich trivialer sein als die anderen Ursprungsstoffe. Der alkoholkranke (Klischeewarnung!) Polizist Hole (M. Fassbender) hat nicht nur mit einer verblichenen Liebschaft (C. Gainsbourg) samt Stiefsohn zu kämpfen, sondern auch mit dem ersten (!) Serienmörder Norwegens. Dieser schickt Hole wie zur Verhöhnung einen Brief direkt ins Präsidium und beginnt schon alsbald mit der Entführung von Frauen bzw. genauer: Müttern die ihre Kinder vernachlässigen, und hinterlässt an den Tatorten jeweils einen bedrohlich grinsenden Schneemann. Zugleich wird Hole die neue, deutlich jüngere, Partnerin Katrine Bratt (R. Ferguson) zugeteilt, deren Vergangenheit sogar direkt mit dem Serienkiller verwoben ist. All das und ein Übermaß an anderweitig mehr oder weniger relevanten Figuren bilden den Plot des Thrillers, den man nun wirklich schon gefühlt zehnmal gesehen hat. Eine Nähe zu Meilensteinen des Subgenres der letzten Jahrzehnte wie David Finchers "Seven" oder "Zodiac", die den Killer entweder als fanatischen Egomanen oder unfassbare Entität des Bösen begreifen, ist leider ausgeschlossen. Dies gilt auch für Joon-ho Bongs unterschätztes melancholisches Meisterwerk "Memories of Murder". Stattdessen scheint der Film, insofern sich dem Tenor der Kritiken glauben lässt, eher in Nähe von zum Beispiel "Striking Distance" beheimatet zu sein, was leider nicht völlig abstreitbar ist.




Obwohl Hole in den Romanen eher einem Hünen gleicht, kann Fassbender der kaputten Figur zumindest eine gewisse Verlorenheit und Indifferenz abgewinnen. Zugleich wirkt es absurd, wie oft sie an öffentlichen Orten vom letzten Besäufnis aufwacht, im tiefsten Winter und bei Minusgraden versteht sich... Dennoch möchte man der Figur bei seinen beruflichen und privaten Problemen folgen, so verbraucht sie auch sein mögen. Doch gerade narrativ scheinen die Schwächen des Films omnipräsent. Alfredson verriet in Interviews, dass die Drehzeit in Norwegen zu kurz war um das Drehbuch in seiner Gesamtheit umsetzen zu können. 10 bis 15% konnten somit leider niemals gefilmt werden, was tatsächlich erhebliche Unverständlichkeiten mit sich zieht. Dafür bleibt etwa ein peinlicher Prolog, der die vertrackte Psychologie des Killers auf ein einfaches Kindheitstrauma herunterbricht, der aber letztlich ziemlich ins Leere läuft. Der fragmentarische Charakter des Films wird nie so deutlich wie in der völlig misslungenen Schlusseinstellung, die plötzlich völlig übereilt die Hauptfigur zum nächsten Fall führt ohne den jetzigen gebührend (und sei es auf konventionelle Weise) abzuschließen. Dies wurde alles in den Verrissen bereits ausreichend dargelegt, also sollten sich zumindest die wenigen Lichtblicke benennen lassen, so kurz sie auch sein mögen: Dem Kameramann Dion Beebe gelingt es stark, die frostigen Landschaften zur Geltung kommen zu lassen und so manche Örtlichkeit effektiv einzufangen (z.B. das frostige Silo?). Außerdem sollten die leicht deliranten Augenblicke gebührend hervorgehoben werden: Dazu gehören der zum Popcorn-Song tanzenden Killer im Reinigungskostüm in Holes Wohnung, ein auf dem Dach torkelnder und singender Val Kilmer sowie das unangenehme Anschmiegen Holes an seiner Partnerin. Solche Momente könnten sich auch in den Werken Argentos finden lassen, die so auch eine humorvolle Seite offenbaren. Ob das Potenzial dieses Films nun allzu groß gewesen wäre, lässt sich leicht anzweifeln. Anfangs sollte Scorsese das Projekt noch stemmen, davon übrig ist seine langlährige Partnerin Thelma Schoonmaker, die sich für den Schnit verantwortlich zeigt. Es stimmt zwar traurig, dass Alfredson die letzten fünf Jahre hieran "vergeudete", doch es ist ja noch nicht aller Tage Abend. Wir wissen alle wie versiert dieser Mann ist, daran ändert auch ein subtextloser Versuch wie "The Snowman" nichts. 

                                                                  4/10 

Autor: DeDavid