Montag, 18. Juni 2018

Fern-Sehen / TV-Tipps: 18.06.18 - 24.06.18



Alle Angaben sind ohne Gewähr:

18.06. 

Ein schönes Mädchen wie ich - 20:15, Arte
(R: Francois Truffaut / F 1972)

Bernadette Lafont: Frei, leidenschaftlich & inspirierend - 21:50, Arte
(R: Esther Hoffenberg / F 2015)

Die Commitments - 22:55, Arte
(R: Alan Parker / IRL, GB, USA 1991)

Das Leben der Anderen - 22:55, MDR
(R: Florian Henckel von Donnersmarck / D 2006)

Als Paul über das Meer kam (OmU) - 23:55, ZDF
(R: Jakob Preuss / D 2017)

19.06. 

The Score - 20:15, Tele 5
(R: Frank Oz / USA, D 2001)


Good Will Hunting - 22:00, SuperRTL
(R: Gus Van Sant / USA 1997)

Ein mörderischer Sommer - 22:00, ServusTV
(R: Jean Becker / F 1983) 

Liebeskämpfe - 22:25, 3sat
(R: Jacques Doillon / F 2013)


Babai - Der Vater - 23:30, ARD  
(R: Visar Morina / D, KOS, MAZ, F 2015) 

20.06. 

Red Eye - 20:15, Kabeleins
(R: Wes Craven / USA 2005)


So ist Paris - 20:15, Arte
(R: Cédric Klapisch / F 2008)

Mephisto - 23:00, RBB
(R: Istvan Szabo / D, UNG, Ö 1981)

21.06. 

Dschungelkind - 20:15, ARD
(R: Roland Suso Richter / D 2011)

Seabiscuit - 20:15, Kabeleins
(R: Gary Ross / USA 2003)

Chloe - 22:25, 3sat
(R: Atom Egoyan / USA, KAN, F 2009)

Die Hannas - 23:15, Arte
(R: Julia C. Kaiser / D 2016)

Fünf mal zwei - 23:50, 3sat
(R: Francois Ozon / F 2004) 

Heute bin ich blond - 23:55, WDR
(R: Marc Rothemund / D, B 2013)

 22.06. 

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug - 20:15, Prosieben
(R: Steven Spielberg / USA 1989)

Das Mädchen Rosemarie - 20:15, 3sat
(R: Bernd Eichinger / D 1996)

Kalter Schweiß - 22:25, 3sat
(R: Terence Young / I, B, F 1970) 

True Grit - 22:50, Prosieben
(R: Joel & Ethan Coen / USA 2010)

A History of Violence - 0:55, Prosieben
(R: David Cronenberg / USA, KAN, D 2005)

Open Range - 23:30, BR
(R: Kevin Costner / USA 2003)

 23.06.

Jenseits von Afrika - 20:15, RTL II
(R: Sydney Pollack / USA 1985)

Ocean´s Twelve - 22:00, Sat1
(R: Steven Soderbergh / USA, AUS 2004)

American Gangster - 22:10, ZDFNeo
(R: Ridley Scott / USA 2007)

24.06. 

Das Appartment - 16:30, 3sat
(R: Billy Wilder / USA 1960)

Feuer und Flamme - 20:15, Arte
(R: Jean-Paul Rappeneau / F 1982) 

Catch me if you can - 20:15, Sat 1
(R: Steven Spielberg / USA, KAN 2002)

Dating Queen - 20:15, RTL
(R: Judd Apatow / USA, J 2015)

Rivalen unter roter Sonne  - 22:25, Tele 5
(R: Terence Young / I, F, SP 1979)

Die Warriors - 0:50, Tele 5
(R: Walter Hill / USA 1979)


Autor: Hoffman   

Donnerstag, 14. Juni 2018

Landschaft der Stille und Ohnmacht - Kritik: Wind River (2017)



Taylor Sheridan bereits die Drehbücher zu »Sicario« und »Hell or High Water« beisteuerte, wagt er sich mit »Wind River« an sein eigenes Regiedebüt, das zugleich auch den Abschluss, nach den beiden vorhergehenden Drehbüchern, seiner persönlichen »American Frontier«-Trilogie markiert, in denen sich Sheridan mit den Grenzgebieten des amerikanischen Landes auseinandersetzt. In »Wind River« wagt sich Sheridan nun in die Verlorenheit eines mit Eis und Stille überzogenen Indianerreservates in Wyoming vor, das von der Gesellschaft wie vergessen geworden zu sein scheint. Jeremy mimt in diesem Film einen Mitarbeiter einer Behörde zur Verwaltung der Wildtiere innerhalb der Reservates. Er ist eine Jägerfigur, die zunächst jagt auf Berglöwen macht, die den Viehbestand innerhalb der Gemeinde gefährden und entdeckt bei seiner Jagd tief in der frostigen Landschaft die Leiche eines jungen Mädchens, das vergewaltigt wurde. Dazu wird eine junge FBI-Agentin (Elisabeth Olsen) an diesen Ort beordert, um den Fall zu lösen.


Der Blick des Films auf die Menschen im Reservat bemüht sich um Empathie, wie Elisabeth Olsen sind wir Fremde, die von außen in dieses Szenario dringen und von Jeremy Renners Figur an die Hand genommen werden, der zum Führer durch den Film wird, denn er ist der Fährtenleser, der die Spuren zum Verbrechen entschlüsseln kann. Vordergründig haben wir es bei diesem stimmungsvoll fotografierten Film also zunächst einmal mit einem geradlinigen Kriminalfilm zu tun, der darauf Bedacht ist, ein Verbrechen aufzuklären. Doch der Film interessiert sich kaum für seinen hohlen Kriminalplot, denn er ist in Wirklichkeit ein Neowestern über Schuld und Sühne, die Last, die die Protagonisten in ihrem Schmerz zu tragen haben und schließlich auch über die Schattenseite der amerikanischen Gesellschaft, denn der Film thematisiert im Kern die Ausbeutung der amerikanischen Ureinwohner durch den weißen Mann. Der Film geht auf die persönlichen Schicksale seiner männlichen Figuren ein, denn auch Jeremy Renners Figur Cory Lambert erinnert der Tod des Mädchens an den Verlust seiner eigenen Tochter, die unter ähnlichen Umständen tot aufgefunden wurde. Alte Wunden werden wieder aufgerissen. Der Film verdeutlicht sehr intensiv den Schmerz der Väter, die unter dem Verlust ihrer Töchter zu leiden haben und ratlos sind. Das ist aber auch etwas, dass der Film vielleicht manchmal etwas zu plakativ noch einmal verbalisieren muss. Dadurch holpert der Film. Diese Monologe über den Verlust des Einzelnen, diese Konflikte, die die Figuren mit sich verhandeln müssen, werden unnötig breit ausgewalzt. Durch das Konkrete nimmt man dem Film auch mitunter das Poetische, das über die eindrücklichen Bilder vermittelt wird, die uns in ihren Panoramen schon viel über die Seelenlandschaften seiner Figuren erzählen.

Die Frauenfiguren bleiben für Sheridan zudem immer noch funktionale Platzhalter (wie schon in »Sicario«). Zwar ist es Elisabeth Olsens FBI-Agentin, die rein theoretisch unsere Identifikationsfigur für den Film ist, weil wir diese Welt - wie sie - als Fremde betreten. Dennoch darf sich ihre Figuren eigentlich nur dadurch auszeichnen etwa unbeholfen durch das Szenario zu tapsen oder von Jeremy Renners Fährtenleser die Welt für uns erklärt zu bekommen. Frauenfigur kann Sheridan folglich immer noch nicht schreiben, auch wenn sie im knalligen wie auch überraschenden Showdown, der auch mit den Erwartungen des Zuschauers spielt, eine Zäsur innerhalb der geradlinigen Struktur bildet und die angestauten Konflikte unter der Oberfläche zum Ausbruch kommen lässt, den ein oder anderen Schuss abgeben darf. Das ist dann aber auch das Höchste der Gefühle.


Der Film müht sich also mit der Schilderung der Leiden seiner Figuren ab, zeigt die Verwahrlosung und Einsamkeit der im Reservat lebenden Indianer. Den Film durchzieht, auch bestärkt durch Warren Ellis & Nick Caves hypnotische Klänge, eine Form von Wehmut. Der Film ist sehr gemächlich und zurückhaltend erzählt. Der Film möchte ein Gefühl geben wie es ist in einem solchen Reservat zu leben, nutzt dafür die Folie des Genrefilm, um zu seinem eigentlichen Thema vorzudringen. Der vordergründige Plot ist daher am Ende auch vergessenswert, wird nur unmotiviert vorgetragen, er führt aber zu zu einer Botschaft, die eine Texttafel am Schluss noch einmal verdeutlicht. Der Film ist folglich ein bedächtiger Neowestern, der darauf abzielt auf einen Teil der Vergessenen der amerikanischen Gesellschaft aufmerksam zu machen. Jedoch gewinnt der Film seinem Thema leider auch wenig neuartiges ab.


6.0 / 10

Autor: Hoffman 

Sonntag, 10. Juni 2018

Fern-Sehen / TV-Tipps: 11.06.18 - 17.06.18



Alle Angaben sind ohne Gewähr:

11.06. 

Alle Mörder sind schon da - 20:15, Arte
(R: Jonathan Lynn / USA 1985)

Getaway - 21:45, Arte
(R: Sam Peckinpah / USA 1972)

Robin und Marian - 23:05, MDR
(R: Richard Lester / USA 1976)

Cindy liebt mich nicht - 0:15, ZDF
(R: Hannah Schweier / D 2010)

12.06. 

Ein perfekter Ehemann - 20:15, ServusTV
(R: Oliver Parker / GB, USA 1999)

Schrotten - 22:45, ARD
(R: Max Zähle / D 2016)

Polder - Tokyo Heidi - 0:35, ARD
(R: Samuel Schwarz, Julian M. Grünthal / CH, D 2015)

13.06. 

Soul Kitchen - 20:15, Arte
(R: Fatih Akin / D, F, I 2009)

Animal Farm - 21:50, Arte
(R: John Halas, Joy Batchelor / USA GB 1954)

Leviathan - 22:25, 3sat
(R: Andrei Swjaginzew / RUS 2014) 

Maradona by Kusturica - 22:45, BR
(R: Emir Kusturica / SP, F 2008)

Mission - 23:00, RBB
 (R: Roland Joffé / GB, F 2014)

April und die außergewöhnliche Welt - 23:05, Arte
(R: C. Desmares, F. Ekinci / F, B, KAN 2015) 

14.06. 

Kanonenboot am Yangtse-Kiang - 20:15, Tele 5
(R: Robert Wise / USA 1966)

Geschwister (OmU) - 22:50, Arte
(R: Markus Mörth / D, Ö, RUM, SRB, MTN 2016) 

Aprile - 23:45, RBB
(R: Nanni Moretti / F, I 1998)

15.06.  

Sommersby - 20:15, 3sat
(R: Jon Amiel / F, USA 1993)

Police Story - Back for Law - 22:00, RTL II
(R: Sheng Ding / HK, CHINA 2013)

Re-Animator - 23:30, ZDFNeo
(R: Stuart Gordon / USA 1985)

16.06. 

Ocean´s Eleven - 22:00, Sat 1
(R: Steven Soderbergh / USA 2001)

White Squall - 22:00, ZDFNeo
(R: Ridley Scott / USA 1996)

Miller´s Crossing - 22:05, ServusTV
(R: Joel & Ethan Coen / USA 1990)

All Is Lost - 0:00, ZDFNeo
(R: J.C. Chandor / USA 2013)

17.06.  

Wenn der Postmann zweimal klingelt - 20:15, Tele 5
(R: Bob Rafelson / USA, D 1981)


Amadeus - 20:15, Arte
(R: Milos Forman / USA 1984)


Der letzte Tango in Paris - 22:45, Tele 5
(R: Bernardo Bertolucci / F, I 1972)




Autor: Hoffman
 
 

Mittwoch, 6. Juni 2018

Zuletzt geschaut: Mai (2018)




Hoffman

Polizeiruf 110: Demokratie stirbt in Finsternis - 6.0
(R: Matthias Glasner / D 2018)

Pan - 5.0
(R: Joe Wright / USA, GB, AUS 2015)

Eine Komödie im Mai - 6.5
(R: Louis Malle / F, I 1990)

Ein Freund von mir - 5.5
(R: Sebastian Schipper / D 2006)

Lady Bird - 7.0
(R: Greta Gerwig / USA 2017)

Lammbock - 5.0
(R: Christian Zübert / D 2001)

Ein Platz an der Sonne - 6.5
(R: George Stevens / USA 1951)

Céline und Julie fahren Boot - 7.5
(R: Jacques Rivette / F 1974)

You were never really here - 7.0
(R: Lynne Ramsay / USA 2017)

Der Schatz - 6.5
(R: Corneliu Porumboiu / F, RUM 2015)

Fucking Berlin - 4.5
(R: Florian Gottschick / D 2016)

The Interview - 3.5
(R: Evan Goldberg, Seth Rogen / USA 2014)

Love & Mercy - 6.5
(R: Bill Pohlad / USA 2014) 

Der schöne Mai - 7.5
(R: Chris Marker, Pierre Lhomme / F 1963)

Anomalisa - 7.0
(R: Duke Johnson, Charlie Kaufman / USA 2015)

Chiko - 6.0
(R: Özgür Yildrim / D 2008)

Alim Market - 4.5
(R: Özgür Yildrim / D 2004)

Thor 3: Tag der Entscheidung - 5.5
(R: Taika Waititi / USA 2017)

Everybody wants some!! - 6.0
(R: Richard Linklater / USA 2016)

Der Teufel möglicherweise - 7.0
(R: Robert Bresson / F 1977)

Agnes - 5.5
(R: Johannes Schmid / D, B 2016)

Models - 7.0
(R: Ulrich Seidl / USA 1999)

Mustang - 6.5
(R: Deniz Gamze Ergüven / TRK, F, D 2015)

Amnesia - 4.0
(R: Barbet Schroeder / CH, F 2015)

Die große Rolle - 7.0
(R: Michelangelo Antonioni / I, F 1963)

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind - 5.0
(R: David Yates / USA 2016)

The Square - 7.0
(R: Ruben Östlund / S, DK, F, D 2017)

Kill the Messenger - 6.0
(R: Michael Cuesta / USA 2004)

Samaria - 7.0
(R: Kim Ki-Duk / SKOR 2004)

Inside Llewyn Davis - 7.0
(R: Ethan & Joel Coen / USA, F 2013)

Ricki - Wie Familie so ist - 4.5
(R: Jonathan Demme / USA 2015)

Die rote Wüste - 8.0 (konstant)
(R: Michelangelo Antonioni / I, F 1984)

Blutmond - 7.5 (abgewertet) 
(R: Michael Mann / USA 1986)

Wild Tales - 6.0
(R: Damian Szifron / ARG, SP 2018)

In den Gängen - 7.5
(R: Thomas Stuber / D 2018)

Uhrwerk Orange - 8.0 (konstant)
(R: Stanley Kubrick / GB 1971) 

Beruf: Reporter - 8.5 (aufgewertet)
(R: Michelangelo Antonioni / I, F, SP, USA 1975)

Die Frau jener Tage - 7.5
(R: Yasujiro Ozu / J 1930) 

Chronik einer Liebe - 6.5
(R: Michelangelo Antonioni / I 1951)


Sommerblüten - 7.0
(R: Yasujiro Ozu / J 1958)


Flunky, Work Hard - 6.5
(R: Mikio Naruse / J 1931)


Full Metal Jacket - 7.5 (abgewertet)
(R: Stanley Kubrick / USA 1987)


Uns geht es gut - 4.5
(R: Henri Steinmetz / D 2015)


Walk Cherfully - 7.0
(R: Yasujiro Ozu / J 1930)

Das Waisenhaus - 6.5
(R: J. A. Bayona / SP, MEX 2007)

Der Zementgarten - 7.0
(R: Andrew Birkin / GB, F, D 1993)


Berlin Rebel High School - 5.5
(R: Alexander Kleider / D 2016)


Weizenherbst - 7.0
(R: Yasujiro Ozu / J 1951)





Cameron

++
Platform
(R: Jia Zhang-ke / China 2000)

Unknown Pleasures
(R: Jia Zhang-ke / China 2002)


+
Desperately Seeking Susan
(R: Susan Seidelman / USA 1985)

Xiao Wu
(R: Jia Zhang-ke / China 1997)

Humanity and Paper Balloons
(R: Sadao Yamanaka / JP 1937)

Prince of Darkness
(R: John Carpenter / USA 1987)

Mean Streets
(R: Martin Scorsese / USA 1973)

+/-
Pastorale
(R: Otar Iosseliani / UdSSR 1975)

 

Sonntag, 3. Juni 2018

Fern-Sehen / TV-Tipps: 04.06.18 - 10.06.18



Alle Angaben sind ohne Gewähr:

04.06. 

Beaumarchais - Der Unverschämte - 20:15, Arte
(R: Èdouard Molinaro / F 1996)

Die Hexen von Salem - 21:55, Arte
(R: Raymond Rouleau / F, DDR 1957)

Dünkirchen, Juni 1940 - 23:10, MDR
(R: Henri Verneuil / F, I 1964)

The Lost World (OmU) - 0:15, Arte
(R: Harry O. Hoyt / USA 1925)

 05.06. 

The Program - 20:15, 3sat
(R: Stephen Fears / GB 2015)

Der Postmann - 22:15, ServusTV
(R: Michael Radford / I 1994)

Einmal bitte alles - 22:45, ARD
(R: Helena Hufnagel / D 2017) 

Therapie - 0:25, ZDF
(R: Felix Charin / D 2016) 

06.06. 

Jurassic World - 20:15, ZDF
(R: Colin Trevorrow / USA 2015)

Unterwerfung - 20:15, ARD
(R: Titus Selge / D 2018)

Dallas Buyers Club - 20:15, Arte
(R: Jean-Marc Vallée / USA 2013)

Transfer - 22:25, 3sat
(R: Damir Lukaevic / D 2010)

07.06. 

Der längste Tag - 20:15, Kabeleins
(R: Ken Annakin, Andrew Marton, Bernhard Wicki, Darryl Zanuck / USA 1962)


Im Todestrakt - 22:15, Arte
(R: Oliver Schmitz / SAFR, USA, D 2016)

Goodfellas - 22:50, Kabeleins
(R: Martin Scorsese / USA 1990)

Die Flucht (OmU) - 23:50, Arte
(R: Kenan Kavut / TÜR 2016) 

08.06.

Crossing Over - 22:25, 3sat
(R: Wayne Kramer / USA 2009)

V wie Vendetta - 22:40, Prosieben
(R: James McTeigue / USA, GB, D 2005)

09.06. 

Sleepers - 20:15, RTL II
(R: Barry Levinson / USA 1996)

The Fighter - 20:15, ServusTV
(R: David O. Russell / USA 2010) 

Panic Room - 23:05, RTL II
(R: David Fincher / USA 2002)

Drag Me To Hell - 0:25, ZDF
(R: Sam Raimi / USA 2009)

10.06. 

Er ist wieder da - 20:15, Prosieben
(R: David Wnendt / D 2015)

Adieu, Bulle - 20:15, Arte
(R: Pierre Granier-Deferre / F 1975)

Vertigo - 0:55, Tele 5
(R: Alfred Hitchcock / USA 1958) 

Auge um Auge - 1:05, Prosieben
(R: Scott Cooper / USA, GB 2013) 

A Serious Man - 1:40, ARD
(R: Ethan & Joel Coen / USA, GB, F 2009)


Autor: Hoffman  

Mittwoch, 30. Mai 2018

Von Helden & Bösewichten - Kritik: Todeszug nach Yuma (2007)


In seinem Remake »3:10 to Yuma«, das auch wieder eine Wiederbelebung des Westerns in Hollywood darstellte, weitet James Mangold das (konzentriert verdichtete) Original von 1957 aus, vergrößert das Szenario und passt es im Zuge dessen auch den heutigen Sehgewohnheiten an. Er richtet seinen Fokus gezielt mehr auf die Vater-Sohn-Beziehung seine Films, wo Delmer Daves dagegen diesen Aspekt eher allgemein unter dem Stichwort Familie fasste. Mangold erweitert also das Original (und damit wahrscheinlich seine Vorlage von Elmore Leonard) und sein Film ist damit auch in seiner Erzählung »epochaler« angelegt. Das lässt dieses Edelwestern durchaus protziger erscheinen als sein Vorgänger. Das Remake des immerhin im Jahre 2007 knapp 50 Jahre zurückliegenden Films ist demnach auch actionbetonter und sucht mehr das Spektakuläre. Mangold nimmt sich aber auch mehr Zeit, um die (stationäre) Reise seiner Figuren zu erzählen. Es ist ein geradliniger und effektvoller Genrefilm, den Mangold hier geschaffen hat, der in seinen Bildern durchaus illustrativ die öden Landschaften einfängt, welche die Protagonisten auf ihrer Reise passieren müssen.


Es ist ein oft ruppiger, aber auch gewandter und mit Bedacht inszenierter Film. Dabei handelt sich bei Mangolds Werk eigentlich auch um einen ganz und gar klassischen erzählten Film über Helden und Bösewichte. Auf der einen Seite ist der arme und einfache Farmer Dan (Christian Bale), der im Bürgerkrieg gedient hat und dabei ein Bein verloren hat und der mit seiner Familie gerade noch so über die Runden kommt. Auf der anderen Seite steht Ben Wade (Russel Crowe), ein undurchsichtiger Outlaw, eine Gestalt mit vielen Gesichtern, von der man nicht weiß, was sich wirklich dahinter verbirgt. Er überfällt mit seinem Männern eine Postkutsche, wird später durch Zufall gefangen genommen und soll von einer Gruppe nach Contention überführt werden, wo ihn ein Zug ins Gefängnis nach Yuma bringen soll. Dan nimmt das Angebot an, Ben mit einer Truppe von Leuten (u.a. Peter Fonda und Alan Tudyk) für 200 Dollar dorthin zu überführen, um seine Familie weiterhin ernähren zu können. Verfolgt werden sie dabei von Wades Bande (angeführt von einem kaltblütigen Ben Foster).



Die Geschichte von Dan Evans ist demnach auch wieder einmal eine Geschichte eines Verlierers, der beweisen muss, dass er ein Held ist und dem »Bösen« gewachsen ist, Er muss sich auf dieser Reise (wieder?) als Held etablieren. Andererseits ist es daneben auch die Geschichten eines aufmüpfigen Sohnes (Logan Lerman), der das Abenteuer sucht und sich nicht von seinem Vater zurückhalten lässt, der so gesagt in die Welt der Erwachsenen will. Er macht eine Art Initiationsreise durch. Er ist ein Junge, der am Anfang in der Mitte steht, vor der Entscheidung, welchen Weg er wählen soll. Er hegt Bewunderung für den Outlaw Wade und sagt von sich, dass er nie in die Fußstapfen seines Vaters treten werde. Diesen Aspekt denkt Mangold zum Großteil nicht weiter, ist nach der ersten Hälfte des Films sowieso entschieden und so belässt Mangold bei einem (theoretischen) Ansatz. Trotzdem handelt sein Film zum Großteil von der fiebrigen Konfrontation von Gut und Böse, Grenzen, die aber auch in seinem Film zunehmend zerfließen. Spätestens wenn sich der Film in seinem (damit deutlich anders gelagert als sein Original) bleihaltigen Showdown entlädt, dessen Ausgang durchaus zwiespältig stimmen kann. P.S.: Einen smarten Insider-Gag hält der Film dann übrigens bereit, wenn er die Deputys des Marshalls in Contention Sam Fuller (wie den Regisseur) und Harvey Pell (der von Lloyd Bridges verkörperte Deputy Marshall in »Zwölf Uhr mittags«) nennt.


7.0 / 10

Autor: Hoffman 

Sonntag, 27. Mai 2018

Fern-Sehen / TV-Tipps: 28.05.18 - 03.06.18



Alle Angaben sind ohne Gewähr:

28.05. 

Jagd auf roter Oktober - 20:15, Kabeleins
(R: John McTiernan / USA 1990)

Mord mit kleinen Fehlern - 20:15, Arte
(R: Joseph L. Mankiewicz / USA, GB 1972) 
 

Inside Man - 22:15, ZDF
(R: Spike Lee / USA 2006)

Fahrraddiebe - 22:30, Arte
(R: Vittorio De Sica / I 1948)

Trockenschwimmen - 23:55, Arte
(R: Susanne Kim / D 2016) 

Luks Glück - 0:30, ZDF
(R: Ayse Polat / D 2010)

29.05. 

Das Waisenhaus - 20:15, Tele 5
(R: J.A. Bayona / SP 2007)

The Virgin Suicides - 22:05, ServusTV
(R: Sofia Coppola / USA 1999)

Herbert - 22:45, ARD
(R: Thomas Stuber / D 2015)

Fado - 0:45, ARD
(R: Jonas Rothlaender / D, POR 2016)

 30.05. 

Mammuth - 20:15, Arte
(R: Benoit Delépine, Gustave de Kervern / F 2010)

Die weißen Nächte des Postboten (OmU) - 21:40, Arte 
(R: Aleksey Tryapitsyn / RUS 2014)

Hot Shots! - 22:35, Kabeleins
(R: Jim Abrahams / USA 1991)

Berlin Rebel High School - 22:45, ARD
(R: Alexander Kleider / D 2016)

 31.05. 

The Wrestler - 20:15, ServusTV
(R: Darren Aronofsky / USA, F 2008)


Die Reise mit Vater - 23:15, Arte 
(R: Anca Miruna Lazarescu / D, RUM, UNG, S 2016)

01.06. 

Jurassic Park - 20:15, RTL II
(R: Steven Spielberg / USA 1993)

Henry & June - 22:25, 3sat
(R: Philip Kaufman / USA 1990)

Der weiße Hai - 22:50, RTL II
(R: Steven Spielberg / USA 1975)

X-Men 2 - 23:00, Prosieben
(R: Bryan Singer / KAN, USA 2003)

02.06. 

Unfriend - 20:15, Prosieben
(R: Simon Verhoeven / D 2015)

Vergessene Welt: Jurassic Park - 20:15, RTL II
(R: Steven Spielberg / USA 1997)

Wiedersehen in Howard´s End - 20:15, ServusTV
(R: James Ivory / GB, J, USA 1992)

Regression - 22:00, Prosieben
(R: Alejandro Amenábar / KAN, SP 2015)

The Fog - 23:50, RBB
(R: John Carpenter / USA 1980)

03.06. 

Star Trek Beyond - 20:15, Prosieben
(R: Justin Lin / USA 2016)

Jurassic Park 3 - 20:15, RTL II
(R: Joe Johnston / USA 2001)

Kramer gegen Kramer - 20:15, Arte
(R: Robert Benton / USA 1979) 

10 Cloverfield Lane - 22:40, Prosieben
(R: Dan Trachtenberg / USA 2016) 

Auf der Flucht - 22:50, Sat 1
(R: Andrew Davis / USA 1993)

Soul Kitchen - 23:30, 3sat
(R: Fatih Akin / D, F, I 2009) 

Phoenix - 23:35, ARD
(R: Christian Petzold / D, PL 2014)

 


 Autor: Hoffman

Freitag, 25. Mai 2018

Zwei Marias für ein Halleluja - Klassiker der Extraklasse: Viva Maria! (1965)




Louis Malles »Viva Maria!« ist vornehmlich natürlich erst einmal ein Film (dafür ist er heute schließlich noch eingermaßen bekannt), in dem die beiden Filmdiven Brigitte Bardot und Jeanne Morau aufeinandertreffen. Sie beide heißen Maria und sind Rivalinnen, die sich gegenseitig übertreffen wollen als auch Partnerinnen, die gemeinsam in den Kampf ziehen gegen komische Diktatoren und ihr Militär. Das sind bei Louis Malle natürlich wieder (es ist Moreaus dritte, Bardots zweite Hauptrolle in einem Werk von Malle) starke Protagonistinnen, Frauen, die auch zurückschlagen mit ihren eigenen Mitteln, die wissen ihre Reize auszuspielen und die Malle dann bei diesem Film liebend gern hinter ein Maschinengewehr klemmt und sie abdrücken lässt. Dabei wandeln er und Jean-Claude Carriére auf den Spuren der Geschichte von Maria (Magdalena) und wandeln sie für ihre Handlung ab (nicht nur, in dem sie die Maria duplizieren). Auch die Geschichte dieses Filmes ist die Erzählung von den Huren (in Malles Film arbeiten die beiden Protagonistinnen zunächst als leichte Varietemädchen, die in ihrer gegenseitigen Rivalität einen Striptease erfinden), die zu Heiligen werden, also in diesem Fall zu Freiheitskämpferinnen des fiktives San Miguels.


In diesem Film steckt also auch der christliche Mythos begraben, den Louis Malle an einer Stelle auch deutlich an die Oberfläche bringt. Dieser Moment, zu Beginn der zweiten Hälfte des Films, in dem der Film dann auch sein nötiges Gewicht hält und die Motivation für seine Protagonistinnen vorgibt, stellt den Revolutionär Flores (George Hamilton) vor, dem ein Kreuz angebunden wurde und der in einen finsteren Kerker gehängt wird. Maria (Jeanne Moreau) verliebt sich in ihn, durchlebt eine heimlich Liebesnacht mit ihm. Dies stellt auch den zärtlichsten Moment des Films dar. Malle setzt diesen geschundenen Revolutionär in diesem Augenblick mit Jesus gleich. Bei der Flucht stirbt Flores, ermutigt durch seine Bitte, führt Maria seine Arbeit weiter und aus Louis Malles Werk wird dann endgültig auch ein Revolutionswestern, den er aber - wie beschrieben - überraschend ernst einleitet. Denn er lässt kurz und dezent Stille und Dunkelheit die Bilder einnehmen, scheinbar, um das Fundament für die weitere Geschichte zu bauen.


Denn vorher, wenn Maria und Maria mit der kleinen Varietetruppe auftreten, ziert den Film bei seinen Tänzen eine seichte Ausgelassenheit und eine lockere Leichtlebigkeit, zu der dieser Film aber auch schon wieder nach der Befreiung zurückfindet, auch wenn man dazu sagen muss, dass Malle diesen Film vielleicht gesetzter erzählt als man es von dem Regisseur von »Zazie« (diese visuelle Verspieltheit schimmert nur in eins bis zwei Sequenzen durch) erwarten würde. Dann ist er nämlich wieder die augenzwinkernde und fröhlich-freche Komödie, die man auch beinahe als Parodie auf gängige Revolutionswestern verstehen kann (denn von den Antagonisten geht hier gewiss kaum eine wirkliche Bedrohung aus, eher wirken sie wie aus einer Burleske entsprungen). Nur in wenigen Momenten verlagert sich der Ton des Films, dann aber auch nur fast unmerklich, denn sonst schreitet Malle, der es hier liebt Kurven zu fahren, heiter mit seinen Protagonistinnen voran und stürzt sich mit ihnen gewitzt in die Revolution, in der Tauben Handgranaten ins das Nest des Feindes fliegen und die Kirche ihre mitteralterlichen Folterinstrumente nicht reaktiviert bekommt.

6.5 / 10

Autor: Hoffman