Freitag, 19. Januar 2018

Kritik am System - Kritik: Changeling (2008)



Clint Eastwoods Changeling könnte man sich auf zwei Arten nähern. Einerseits kann man sagen: das Grundprinzip des Films ist nicht besonders «cinematisch» (dieser Begriff ist natürlich verabscheuungswürdig und wird hier nur zu einer Illustration verwendet: gemeint ist die scheinbare Eignung, ein gewisses Material in einen Film zu verwandeln, zumindest im Rahmen des vorherrschenden (Hollywood-)Systems). Andererseits kann man sagen: der Film ist ausgesprochen «cinematisch» und ein Fallbeispiel dafür, was dieses Medium zu leisten imstande ist.
Dies ist zwar ein dämlicher Einstieg in eine Kritik; was ich damit aber sagen möchte: der Film ist kein Melodrama, das eine Folge von «Ereignissen» illustriert (oder weniger interessant als solches betrachtet), das ein bestimmtes Erlebnis sichtbar macht, und es gibt keine «Action». Stattdessen handelt er von einer abstrakten Idee – wie wird Wahrheit konstruiert? Er zeigt auf, wie Tatsachen unterschiedlich aufgefasst wollen werden können, wie Wahrheiten via bestimmten Sichtweisen unterschiedlichen Zwecken dienen können, wie eine bestimmte Sichtweise als objektive Wahrheit konstruiert, legitimiert und anderen aufoktroyiert werden kann. Es ist also ein Film der Diskurse.


Wie in Eastwoods neustem Film, Sully, gibt es
a) ein Ereignis, das zwar am Ursprung des Films steht, diesen initiiert, aber in der eigentlichen Filmerzählung ausgespart wird – Sully geht sogar noch weiter, indem der Film erst nach diesem Ereignis beginnt, auch wenn die Erfahrung/Erinnerung des Ereignisses dann in Rückblenden gezeigt wird. Beide Filme handeln dann vom Umgang mit den Tatsachen dieses Ereignis – handeln vom Umgang mit etwas Vergangenem und zeichnen dessen Spuren in der Gegenwart nach, von der Bewältigung eines Traumas.
b) Beide Filme zeigen diese Bewältigung nicht nur als persönlichen Kampf, sondern als Kampf gegen eine restriktive Gesellschaft, welche sich durch den kämpfenden Protagonisten bedroht fühlt, weil er sie, ihre Regeln und Diskursformen hinterfragt. Die systematische Ungerechtigkeit der Gesellschaft (der Polizei) in Changeling gegen Frauen erinnert an Kenji Mizoguchi, wie Ben Sachs schreibt.

Mit a) kommen wir darauf zurück, warum dieser Film die Möglichkeiten des Kinos so gut ausschöpft: vielleicht nur das Kino macht es möglich, einen Vergleich anzustellen zwischen einem Geschehnis und der Interpretation der Charaktere davon. Diese Interpretation verändert das Geschehene, und wir werden Zeugnis etwas Bestimmten im Wandel der Zeit. Ich erinnere mich, einmal gelesen zu haben: cinema translates ideas into experience*. Die abstrakte Idee, die Konstruktion von Wahrheiten, wird also für uns sichtbar und erfahrbar gemacht – insbesondere die «falsche» Wahrheit, welche die Polizei sich erfindet, um einen Imageschaden abzuwenden, und die durchsickert als Referenzwahrheit, zunächst von Institution zu angeblich «neutralen» anderen Institutionen (Polizei zu psychiatrischer Klinik und zu Medien), dann zu einzelnen Personen (dem Doktor, den Krankenschwestern, Journalisten). Damit stimmt der Film auch mit dem Diktum überein, das Pedro Costa einmal gegeben hat: dass Filme seit ihrem Beginn im 19. Jahrhundert eigentlich immer dazu da sind, Ungerechtigkeiten aufzuzeigen.
*Natürlich stimmt auch das Umgekehrte. Kunst ist eine unendliche Kette der Verwandlung und Rückverwandlung zwischen Erfahrung und Idee.

Somit sind wir bei b). Die Ungerechtigkeit des (Polizei-)Systems gegenüber Christine Collins / Angelina Jolie / Frauen ist insofern vollends, als dass gegen Ende, als sich die Polizei gezwungen sieht, ihre Fehler einzuräumen, dies nicht etwa aus Überzeugung oder Reue macht, sondern als teleologische Handlung, die den Imageschaden in Grenzen halten sollte – für sie ist der Fall nichts weiter als ein kleines Opfer, das gemacht werden muss, um ihren Herrschaftsanspruch weiterhin manifestieren zu können. Der ganze Fall «Christine Collins» und somit der ganze Widerstand im System dient letztlich nur der Bestärkung dessen. Deshalb ist Changeling, der zwar mit einer optimistischen Note endet, indem er sich auf die «unbezwingbare» Kraft und den Widerstand konzentriert, die Christine Collins darstellt, indem sie nie aufgibt, nach ihrem entführten Sohn zu suchen, ein pessimistischer Film, der die Sinnlosigkeit von Widerstand demonstriert, und begreifbar macht, wie permanent «gute» d.h. hinterfragende Elemente innerhalb eines Systems die Katastrophe, also die totale Hegemonie und Willkürlichkeit des Letzteren, trotzdem hervorbringen, da sie dieses auf Widerstand gefasst machen. Das System lernt durch die interfragenden Elemente dazu und nimmt das Gelernte auf in seinen Katalog an Handlungen, die einer Kritik entgegenzusetzen ist.


Der Film interessiert sich auch für den (verbindenden) Grat zwischen einer persönlichen (=privaten) und gesellschaftlichen (=politischen) Aufarbeitung des traumatisierenden Ereignisses. Zunächst ist Christine Collins misstrauisch gegenüber dem Angebot, mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen; sie will nur ihr Kind zurück und nichts Weiteres. Da sie aber damit konfrontiert ist, dass Politisches immer auch in das Private eindringt, ist sie gezwungen, das Angebot anzunehmen, ist gezwungen, ihre Trauer umzuwandeln in kämpferische Energie. Die Frage, die sich aufdrängt: ist sie mehr Mutter oder mehr Märtyrer? Im Rahmen des Films sind die beiden Begriffe deckungsgleich. Diese kämpferische Energie wird überhöht darin dargestellt, dass weite Teile des Films schwer anzusehen sind, da die Peinigung der Protagonistin ins Extrem geht. Dieser Punkt, den ich dem Film zunächst als Kritik vorenthielt (unnötige Überhöhung, völliges Fehlen von Subtilität, «Ausschlachten» der Grausamkeiten, Überfrachtung des Films mit eindimensionalen, «dummen» Charakteren, Polizisten, die, wie in einem klassischen Katastrophenfilm, der Mutter nicht glauben wollen und übertrieben lange auf ihrem Standpunkt beharren), ergibt im Gesamtkontext des Films dann Sinn.

++
Autor: Cameron

Mittwoch, 17. Januar 2018

Kinojahr 2017 - Favoriten



Hoffman:

#1 Elle 
(R: Paul Verhoeven)


#2 Manchester by the Sea 
(R: Kenneth Lornegan)


#3 Detroit 
(R: Kathryn Bigelow)


#4 Helle Nächte
(R: Thomas Arslan)

#5 Personal Shopper 
(R: Olivier Assayas)


#6 Silence
(R: Martin Scorsese)


# 7 - Lobende Erwähnung:
Siebzehn
(R: Monja Art)



DeDavid:

#1 Moonlight 
(R: Barry Jenkins)




#2 Personal Shopper 
(R: Olivier Assayas)



#3 Elle
(R: Paul Verhoeven)



#4 Nocturama 
(R: Bertrand Bonello)




#5 Mr. Long 
(R: Sabu)




#6 Certain Women 
(R: Kelly Reichardt)




#7 - Lobende Erwähnung:
Logan - The Wolverine
(R: James Mangold)


Sonntag, 14. Januar 2018

Fern-Sehen / TV-Tipps: 15.01.18. - 21.01.18.



Alle Angaben sind ohne Gewähr:

15.01. 

Letters from Iwo Jima - 20:15, Arte
(R: Clint Eastwood / USA 2006)

Die Hafenkneipe von Tahiti - 22:30, Arte
(R: John Ford / USA 1963)

66/67 - Fairplay war gestern - 0:25, ZDF
(R: Carsten Ludwig / D 2009) 

Schnee am Kilimandscharo - 0:35, BR
(R: Henry King / USA 1952) 

16.01. 

Garden State - 20:15, ServusTV
(R: Zach Braff / USA 2004)

The Virgin Suicides - 22:05, ServusTV
(R: Sofia Coppola / USA 1999)

Wahre Lügen - 22:05, Tele 5
(R: Atom Egoyan / KAN, GB 2005)

Betty Blue - 37,2 Grad am Morgen - 22:25, 3sat
(R: Jean-Jacques Beineix / F 1985)

17.01. 

James Bond 007 - Spectre - 20:15, ZDF
(R: Sam Mendes / GB, USA 2015)

Ende eines Sommers - 20:15, Arte
(R: Olivier Assayas / F 2008)

Geliebte Schwester - 22:25, 3sat
(R: Pedro Aguilera / SP, KOR 2017)

Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit - 22:50, Arte
(R: Uberto Pasolini /  GB, I 2013)

Rosa Luxemburg - 23:00, RBB
(R: Margrarethe von Trotta / CSSR, D, PL 1986) 

18.01.  

Return of the First Avenger - 20:15, Vox
(R: Anthony Russo, Joe Russo / USA 2014)

Evolution - 20:15, SuperRTL
(R: Ivan Reitman / USA 2001)

Tabu - 22.25, 3sat
(R: Christoph Stark / Ö, D, F, LUX 2011)

Shell - 23:15, Arte
(R: Scott Graham / GB 2012)

19.01. 

Loriots Ödipussi - 22:45, BR
(R: Vicco von Bülow / D 1988)

The Ward - 22:50, RTL II
(R: John Carpenter / USA 2010) 


Last Man Standing -  0:20, Prosieben
(R: Walter Hill / D 1996)

Auf kurze Distanz - 1:15, ARD
(R: Philipp Kadelbach / D 2016)


20.01.

O Brother, where art thou? - 20:15, ServusTV
(R: Ethan & Joel Coen / USA 2000)

Der Bär - 22:10, ServusTV
(R: Jean-Jacques Annaud / USA, F 1988)


Shutter Island - 22:30, RTL II
(R: Martin Scorsese / USA 2010)

Nachtfalken - 22:10, ZDFNeo
(R: Bruce Malmuth / USA 1981)

Wenn die Gondeln Trauer tragen - 0.40 ,RBB
(R: Nicolas Roeg / GB 1973)

21.01.

Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123 - 20:15, Tele 5
(R: Joseph Sargent / USA 1974)


Total Recall - 20:15, Arte
(R: Paul Verhoeven / 1990)

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug - 20:15, Sat 1
(R: Steven Spielberg / USA 1989) 


Express in die Hölle - 22:20, Tele 5
(R: Andrey Konschalovskiy / USA 1985)

Der Kongress - 23:35, ARD
(R: Ari Folman / D, ISR, P, F, B, L 2013)



Autor: Hoffman  

Mittwoch, 10. Januar 2018

Revue passieren lassen: Filmentdeckungen 2017


Hoffman
  
#1 Gloria (R: John Cassavetes / USA 1980)


#2 Stunde Null (R: Edgar Reitz / D 1977)

#3 Ein zum Tode verurteilter ist entflohen (R: Robert Bresson / F 1956)

#4 Only Angels Have Wings (R: Howard Hawks / USA 1939)



#5 Die Geschwister (R: Jan Krüger / D 2016)


DeDavid

#1 Housekeeping (R: Bill Forsyth / USA 1983)




#2 Moonlight (R: Barry Jenkins / USA 2016)




#3 Zwischen Himmel und Hölle (OT: Tengoku to Jigoku / R: Akira Kurosawa / JP 1963)




#4 Ran (R: Akira Kurosawa / JP 1985)




#5 Montana Sacra - Der heilige Berg (OT: The Holy Mountain / R: Alejandro Jodorowsky / MX 1973)




 

Cameron

 The Raid (R: Hugo Fregonese / USA 1954)
+
Puce Moment (R: Kenneth Anger / USA 1949)



Zwei perfekte Melodramen, zwei emotionale Attacken, zwei Tränenbeschwörer dank opulenter Farben. Zwei Filme über Masken, über Show, über Konflikt von Arbeit und Alltag.


  The End (R: Christopher MacLaine / USA 1953) 

American Graffiti (R: George Lucas / USA 1973)


Zwei in Kalifornien spielende Filme über drohendes, unmittelbar bevorstehendes, aber nicht fassbares Unheil. Und über die Freiheit davor, Beatnik in The End, Rock-n'Roll in Graffiti. Über Liebe und Sex angesichts der Katastrophe. Auch wenn es die Jungen in letzterem nicht wissen, steht ihnen ihr "Ende" bevor, sie werden, wie die letzte Einstellung zeigt, z.Bsp. im Vietnam sterben. Die zehn Jahre, die der Film zurückschaut, sind nicht nur Nostalgie, sondern furchtbare Gewissheit.


 Dumb and Dumber (R: Farrelly Brothers / USA 1994)
+
Something Wild (R: Jonathan Demme / USA 1984)



Eine einfache Paarung: zwei Mal Jeff Daniels, zwei Mal US-Road-Trip Richtung Westen, zwei Komödien. Solche, die aber gerne auch mal in Katastophen münden dürfen. Zwei Filme über Aussenseiter und deren Zurechtfinden in konformistischen Zwängen. Und nebenbei zwei Querschnitte durch die Gesellschaft. Eigentlich zwei Mal der gleiche Film?


#4. Valentin de las Sierras (R: Bruce Baillie / USA/Mex 1968)
+
Medea (R: Pier Paolo Pasolini / I 1969) 




Zwei Filme über Folklore und Mythen, zwei Gegenentwürfe zur herrschenden Politik - Ästhetik.




Day of Wrath (R: Carl Theodor Dreyer / Dän 1943)
+
Arrière-Saison (R: Jean-Claude Rousseau / F 2016)


In beiden Filmen geht es um die Konstruktion eines Narrativs. Zweimal steht etwas eigentlich nicht Vorhandenes (Hexerei bzw. Auffassung seiner selbst als Hexe im einen, "Handlung" ganz allgemein im anderen) im Mittelpunkt, schält sich langsam heraus, wird zwingend.




Sonntag, 7. Januar 2018

Fern-Sehen / TV-Tipps: 08.01.18. - 14.01.18.



Alle Angaben sind ohne Gewähr:

08.01. 

Meine liebste Jahreszeit - 20:15, Arte
(R: André Téchiné / F 1993)


James Bond 007: Ein Quantum Trost - 22:15, ZDF
(R: Marc Forster / GB, USA 2008)


Leben im Schloss - 22:20, Arte
(R: Jean-Paul Rappeneau / F 1966)

Elementarteilchn - 0:35, MDR
(R: Oskar Roehler / D 2006) 
 

Jackie Chans First Strike - 0:55, Kabeleins
(R: Stanley Tong / HK, USA, AUS 1996)


09.01. 

James Bond 007: Skyfall - 20:15, ZDF
(R: Sam Mendes / GB, USA 2012)

Sideways - 20:15, ServusTV
(R: Alexander Payne / USA, UNG 2004) 

Cheap Thrills - 22:00, Tele 5
(R: E.L. Katz / USA 2013)

Moderne Zeiten - 23:35, Arte
(R: Charles Chaplin / USA 1936) 

10.01. 

Liberace - 20:15, Arte
(R: Steven Soderbergh / USA 2013)


Falling Down - 20:15, Kabeleins
(R: Joel Schumacher / USA, GB, F 1993)

Stirb Langsam 2 - 22:45, Kabeleins
(R: Renny Harlin / USA 1990)

Das grenzt an Liebe - 23:00, RBB
(R: Rob Reiner / USA 2014)

Babai - Mein Vater - 23:10, Arte
(R: Visar Morina / D, KOS, MAZ, F 2015)

 11.01.  

Avatar - Aufbruch nach Pandora - 20:15, Vox
(R: James Cameron / USA, GB 2009)

Mord im Pfarrhaus - 20:15, SuperRTL
(R: Niall Johnson / GB, USA 2005)

Die Räuber - 23:05, Arte
(R: Pol Cruchten / B, D, LUX 2015) 

Full Metal Jacket - 0:45, Kabeleins
(R: Stanley Kubrick / USA, GB 1987)

 12.01. 

Unstoppable - 20:15, Prosieben
(R: Tony Scott / USA 2010)

Shootout . 22:20, Prosieben
(R: Walter Hill / USA 2012)

Swimming Pool - 22:35, 3sat
(R: Francois Ozon / F, GB 2003)

Nevada-Pass - 22:45, BR
(R: Tom Gries / USA 1975)

 13.01. 

Dan - Mitten im Leben - 20:15, ServusTV
(R: Peter Hedges / USA 2007)

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten - 20:15, Vox
(R: Guy Ritchie / USA 2011)

Die Zeit der Kannibalen - 21:45, One
(R: Johannes Naber / D 2014)

Apocalypse Now Redux - 22:15, RBB
(R: Francis Ford Coppola / USA 1979, 2001) 

Wer ist Hanna? - 23:00, Sat 1
(R: Joe Wright / USA, GB, D 2011)

Selma - 23:55, ARD
(R: Ava DuVernay / USA, GB 2014)

14.01.

Focus - 20:15, Prosieben
(R: John Requa, Glenn Ficarra / USA, ARG 2015)

Argo - 20:15, RTL II
(R: Ben Affleck / USA 2012)

Gesprengte Ketten - 20:15, Tele 5
(R: John Sturges / USA 1963)

Flags of our Fathers - 20:15, Arte
(R: Clint Eastwood / USA 2006) 

Blau ist eine warme Farbe - 22:15, 3sat
(R: Abdellatif Kechiche / F, B, SP 2013)

The Hurt Locker - 22:35, RTL II
(R: Kathryn Bigelow / USA 2008) 

Rush Hour - 22:45, Sat 1
(R: Brett Ratner / USA 1998)

Das Ultimatum - 23:50, Tele 5
(R: Robert Aldrich / D 1977)

Härte - 0:05, ARD
(R: Rosa von Praunheim / D 2015)


Im Rausch der Tiefe - 3:10, RTL II
(R: Luc Besson / F, USA, I 1988)

  



Autor: Hoffman  

Mittwoch, 3. Januar 2018

Zuletzt geschaut: Dezember (2017)




Hoffman

Diva - 7.0
(R: Jean-Jacques Beineix / F 1981)

Der Teufel mit der weißen Weste - 8.5
(R: Jean-Pierre Melville / F, I 1962)

Detroit - 7.0
(R: Kathryn Bigelow / USA 2017)

Godzilla - 7.0
(R: Ishiro Honda / J 1954)

Mario Bava: Maestro of the Macabre - 6.5
(R: Garry S. Grant / USA 2000)

Valerian - Die Stadt der tausend Planeten - 6.0
(R: Luc Besson / F 2017)

American Sniper - 4.0
(R: Clint Eastwood / USA 2014)

Atmen - 6.5
(R: Karl Markovics / Ö 2011)

Auge um Auge - 6.0
(R: Scott Cooper / GB, USA 2013)

German Angst - 6.0
(R: Jörg Buttgereit, Michael Kosakowski, Andreas Marshall / D 2014)

Frontalwatte - 6.5
(R: Jakob Lass / D 2011)

Aus dem Nichts - 6.5
(R: Fatih Akin / D, F 2017)

Blutgletscher - 5.5
(R: Marvin Kren / Ö 2013)

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt - 5.5
(R: Edgar Wright / USA, GB, KAN 2010)

Blackhat - 6.0
(R: Michael Mann / USA 2015)

Spider-Man: Homecoming - 6.5
(R: Jon Watts / USA 2017)

Texas Chainsaw Massacre: The Shocking Truth - 6.0
(R: Matthew Bell / USA 2000)

The Scorsese Machine - 7.0
(R: André S. Labarthe / F, USA 1991)

Louder than Bombs - 6.5
(R: Joachim Trier / F, DK, N 2015)

Nightmare 3 - Freddy lebt - 6.0
(R: Chuck Russell / USA 1987)

Blutiger Valentinstag - 5.5
(R: George Mihalka / USA, KAN 1981)

Nightmare on Elm Street 4 - 6.5
(R: Renny Harlin / USA 1988)

Zwei Männer in Manhattan - 6.5
(R: Jean-Pierre Melville / USA 1959)

Wiener Dog - 6.5
(R: Todd Solondz / USA 2016)

Nightmare 5 - Das Trauma - 6.0
(R: Stephen Hopkins / USA 1989)

Opfergang - 6.5
(R: Veit Harlan / D 1944)

Hitlers Hollywood - 6.5
(R: Rüdiger Suchsland / USA 2017)

Armee im Schatten - 9.0
(R: Jean-Pierre Melville / F, I 1969)

Der Höllentrip - 6.5
(R: Ken Russell / USA 1980)

Ehrbare Ganoven - 5.5
(R: Costa-Gavras / F 1986)

It´s Alive - 6.5
(R: Larry Cohen / USA 1974)

Wild Dogs - 6.5
(R: Mario Bava / I 1974)

The Intruder - 6.5
(R: Roger Corman / USA 1962)

Laurin - 6.5
(R: Robert Sigl / D 1989)

Hell or High Water - 7.0
(R: David Mackenzie / USA 2016)

Der Hass ist blind - 7.0
(R: Joseph L. Makiewicz / USA 1950)

Star Wars VIII - 6.0
(R: Rian Johnson / USA 2017)

Mein Leben als Zucchini - 6.5
(R: Claude Barras / F, CH 2016)

Freddys Finale - Nightmare on Elm Street 6 - 5.0
(R: Rachel Talalay / USA 1991)

Alles über Eva - 7.5
(R: Joseph L. Mankiewicz / USA 1950)

The Wicker Man - 6.5
(R: Robin Hardy / GB 1973)


Star Trek Beyond - 5.0
(R: Justin Lin / USA 2016)


Schock - 6.0
(R: Mario Bava / I 1977)


Kong: Skull Island - 6.0
(R: Jordan Vogt-Roberts / USA 2017)


Axolotl Overkill - 3.5
(R: Helene Hegemann / D 2017)


Rogue One: A Star Wars Story - 5.5
(R: Gareth Edwards / USA 2016)


Ant-Man - 5.5
(R: Peyton Reed / GB, USA 2015)


Fences - 6.5
(R: Denzel Washington / USA 2016)

Geheimnisvolle Erbschaft - 7.5
(R: David Lean / GB 1946)


Synedoche, New York - 6.5
(R: Charlie Kaufman / USA 2008)


Der Schneemann - 5.0
(R: Tomas Alfredson / GB, N 2017)


Die Feuerzangenbowle - 5.5
(R: Helmut Weiss / D 1944)


5 Zimmer Küche Sarg - 6.5
(R: Jemaine Clement Taiki Waititi / NEUS, USA 2014)


Wo die wilden Menschen jagen - 6.5
(R: Taika Waititi / NEUS 2016)


Shin Godzilla - 6.5
(R: Hideoaki Anno, Shinji Higuchi / USA, J 2016)


Masks - 5.0
(R: Andreas Marshall / D 2011)


Land der Pharaonen - 6.0
(R: Howard Hawks / USA 1955)


Cinderella - 4.5
(R: Kenneth Branagh / USA 2015)


Die wilde Zeit - 7.0
(R: Olivier Assayas / F 2012)


Okja - 6.0
(R: Bong joon-ho / SÜDKOR, USA 2017)


Die Warriors - 7.0
(R: Walter Hill / USA 1979)


Livid - 6.0
(R: Alexandre Bustillo, Julien Maury / F 2011)


Bone Tomahawk - 7.0
(R: S. Craig Zahler / USA 2015)


The Invitation - 7.0
(R: Karyn Kusama / USA 2015)


Certain Women - 7.0
(R: Kelly Reichardt / USA 2016)


T2: Trainspotting - 5.5
(R: Dann Boyle / GB 2017)


Demonlover - 7.0
(R: Olivier Assayas / F 2002)

Der Killer von Wien - 6.5
(R: Sergio Martino / I, SP 1971)


Tanz der Totenköpfe - 5.5
(R: John Hough / GB 1973)

A Bigger Splash - 6.5
(R: Luca Guadagnino / I, GB, F 2015)


Guardians of the Galaxy Vol. 2 - 5.5
(R: James Gunn / USA 2017)


4 Blocks - 6.5
(R: Marvin Kren / D 2017 / Staffel 1)


DeDavid

Nummer 6 - 8.0
(R: Diverse / GB 1967)


Show Me A Hero - 7.0
(R: Paul Haggis / USA 2015)


Portrait of a Lady - 5.0
(R: Jane Campion / GB, NL 1996)

The Shining - 4.0
(R: Mick Garris / USA 1997)


Mord im Orient-Express - 3.0
(R: Kenneth Branagh / USA 2017)


Das Haus des Grauens - 6.0
(R: James Whale / USA 1932)


Godzilla kehrt zurück - 3.0
(R: Motoyoshi Oda / JP 1955)


Suicide Kings - 5.0
(R: Peter O'Fallon / USA 1997)


Der Horror-Alligator - 6.0
(R: Lewis Teague / USA 1980)


Die Säge des Teufels - 6.0
(R: Sergio Martino / I 1973)


Olympia Teil 1&2 - 2.0
(R: Leni Riefenstahl / D 1938)


Kolberg - 1.0
(R: Veit Harlan / D 1943)


Sudden Death - 4.0
(R: Peter Hyams / USA 1994)


Explosiv - Blown Away - 5.0
(R: Stephen Hopkins / USA 1994)


Rejected - 7.0
(R: Don Hertzfeldt / USA 2000)


Coco - 6.0
(R: Lee Unkrich, Alfred Molina / USA 2017)

Oldboy - 8.0 (konstant)
(R: Chan-wook Park / KR 2003) 
 

Letztes Jahr in Marienbad - 8.0
(R: Alain Resnais / D, F, I 1961)


Opfergang - 3.0
(R: Veit Harlan / D 1944)


James Bond 007 - In tödlicher Mission - 5.0
(R: John Glen / GB 1981)


Armee im Schatten - 7.0
(R: Jean-Pierre Melville / F, I 1969)


Anatomie eines Mordes - 6.5
(R: Otto Preminger / USA 1959)


Badland - 5.0
(R: Francesco Lucente / USA 2007)


Thelma - 7.0
(R: Joachim Trier / NW 2017)


Wind River - 4.0
(R: Taylor Sheridan / USA 2017)


Die Sehnsucht der Veronika Voss - 7.0
(R: Rainer Werner Fassbinder / D 1981)


Lola - 6.0
(R: Rainer Werner Fassbinder / D 1981)


Heißer Sommer - 5.0
(R: Joachim Hasler / D 1968)


Mamma Roma - 7.0
(R: Pier Paolo Pasolini / I 1962)


Medea - 7.0
(R: Pier Paolo Pasolini / I 1969)


Tote tragen keine Karos - 5.0
(R: Carl Reiner / USA 1982)


Doktor Schiwago - 7.5
(R: David Lean / I, USA 1965)


Kinder des Olymp - 7.0
(R: Marcel Carné / F 1945)

Sleepers - 5.0
(R: Barry Levinson / USA 1996)


Fontane Effi Briest - 5.0
(R: Rainer Werner Fassbinder / D 1974)

Martha - 7.0
(R: Rainer Werner Fassbinder / D 1974)


Mutter Küsters Fahrt zum Himmel - 7.0
(R: Rainer Werner Fassbinder / D 1975)


Lili Marleen - 6.0
(R: Rainer Werner Fassbinder / 1981)


Life, Love & Celluloid - 2.0
(R: Juliane Lorenz / D 1998)

Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht - 7.0
(R: Edgar Reitz / D 2013)

Star Wars: Episode VIII - 3.0
(R: Rian Johnson / USA 2017)

The Killing of a Sacred Deer - 4.0
(R: Yorgos Lanthimos / USA 2017)

Nachtasyl - 6.0
(R: Akira Kurosawa / JP 1957)

Bilanz eines Lebens - 7.0
(R: Akira Kurosawa / JP 1957)

Dodeskaden - 7.0
(R: Akira Kurosawa / JP 1970)

Das Geheimnis meines Erfolges - 3.0
(R: Herbert Ross / USA 1987)

Scott & Huutsch - 4.0
(R: Roger Spottiswoode / USA 1989)

James Bond 007 - Octopussy - 4.0
(R: John Glen / GB, USA 1981)

The Beach - 6.0 (konstant)
(R: Danny Boyle / USA 2000)

No Way Out - 5.0
(R: Roger Donaldson / USA 1987)


Das Wunder in der 8. Straße - 4.0
(R: Matthew Robbins / USA 1987)

Dobermann - 2.0
(R: Jan Kounen / F 1997)


Der Geist und die Dunkelheit - 5.0
(R: Stephen Hopkins / USA 1996)


African Queen - 7.0
(R: John Huston / USA 1951)


Lincoln - 5.0
(R: Steven Spielberg / USA 2013)
 

Cameron

++
Arrière-saison
(R: Jean-Claude Rousseau / F 2016)

Dumb and Dumber
(R: Farrelly Brothers / USA 1994)

There`s Something About Mary
(R: Farrelly Brothers / USA 1998)

Brewster's Millions
(R: Allan Dwan / USA 1945)

THX 1138
(R: George Lucas / USA 1971)


+
Joan the Woman 
(R: Cecile DeMille / USA 1916)

Porto da Minha Infância
(R: Manoel de Oliveira / P 2001)

Let Your Light Shine
(R: Jodie Mack / USA 2013)

Me, Myself & Irene
(R: Farrelly Brothers / USA 2000)

The Old Dark House
(R: James Whale / USA 1932)

Nagarik
(R: Ritwik Ghatak / In 1952)

Geschichte der Nacht
(R: Clemens Klopfenstein / CH 1979)

Double Indemnity
(R: Billy Wilder / USA 1944)


+/-
Anchorman: The Legend of Ron Burgundy
(R: Adam McKay / USA 2004)

Animal Crackers
(R: Victor Heerman / USA 1930)


?
They Were Expendable
(R: John Ford / USA 1945)



Sonntag, 31. Dezember 2017

Fern-Sehen / TV-Tipps: 01.01.2018 - 07.01.2018

Ein Feuerwerk zum neuen Jahr. Aus "To Catch A Thief".


Alle Angaben sind ohne Gewähr:

01.01.2018

Harry Potter und der Gefangene von Askaban - 20:15, Sat 1
(R: Alfonso Cuaron / GB, USA 2004)

Ghostbusters - 20:15, Vox
(R: Ivan Reitman / USA 1984)

Der Glückspilz - 20:15, 3sat
(R: Billy Wilder / USA 1966)

West Side Story - 20:15, Arte
(R: Robert Wise / USA 1961)

Australia - 20:15, SuperRTL
(R: Baz Luhrmann / AUS, USA, GB 2008) 

Am Sonntag bist du Tod - 22:00, ServusTV
(R: John Michael McDonagh / IRL, GB 2014)


Bei Anruf: Mord - 22:10, Kabeleins
(R: Alfred Hitchcock / USA 1954)

Zeugin der Anklage - 22:15, 3sat
(R: Billy Wilder / USA 1957) 

Die Akte Grant - 23:50, ZDF
(R: Robert Redford / USA, KAN 2012)

Eine auswärtige Affäre - 0:05, 3sat
(R: Billy Wilder / USA 1948)

02.01. 

In den Schuhen meiner Schwester - 20:15, SuperRTL
(R: Curtis Hanson / USA, D, GB 2005)

Aus der Mitte entspringt ein Fluss - 20:15, ServusTV
(R: Robert Redford / USA 1992)

Zielfahnder - Flucht in die Karpaten - 22:10, WDR
(R: Dominik Graf / D 2016)

Das Mädchen Irma La Douce - 22:25, 3sat
(R: Billy Wilder / USA 1963)

Long Riders - 22:35, SerusTV
(R: Walter Hill / USA 1980)

Helden des Polarkreises - 0:25, Tele 5
(R: Dome Karukoski / FIN, IRL, ISL, S 2010)

03.01. 

Life of Pi - 20:15, Sat 1
(R: Ang Lee / USA, TWN, GB 2012)

Cartouche, der Bandit - 20:15, Arte
(R: Philippe De Broca / I, F 1962)

Der Teufelshauptmann - 22:00, ServusTV
(R: John Ford / USA 1949)

Die barfüßige Gräfin - 22:25, 3sat
(R: Josep L. Mankiewicz / I, USA 1954)

Deadpool - 22:25, Prosieben
(R: Tim Miller / USA 2016) 

Ausnahmezustand - 22:55, Kabeleins
(R: Edward Zwick / USA 1998)

John Wick - 0:35, Prosieben
(R: David Leitch. Chad Stahelski / USA 2014) 

04.01.  

Die Coopers - 20:15, Vox
(R: Miguel Arteta / USA 2014)

Crazy, Stupid, Love - 21:50, Vox
(R: Glenn Ficarra, John Requa / USA 2011)

Kopfgeld: Ein Dollar - 22:10, ServusTV
(R: Sergio Corbucci / I 1966) 

Die Geister, die ich rief - 22:20, Kabeleins
(R: Richard Donner / USA 1988) 

Das Piano - 22:25, 3sat
(R: Jane Campion / AUS, NEUS, F 1993) 

Zeit der Kannibalen - 0:05, BR
(R: Johannes Naber / D 2014)

05.01. 

Die Mumie - 20:15, RTL II
(R: Stephen Sommers / USA 1999)

Janis: Little Girl Blue - 21:45, Arte
(R: Amy Berg / USA 2015)

Insidious: Chapter 3 - 22:45, RTL II
(R: Leigh Whannell / USA, KAN 2015)

Spiel mir das Lied vom Tod - 22:45, BR
(R: Sergio Leone / I, USA 1968)

Spy Game - 23:10, ZDF
(R: Tony Scott / D, USA, J, F 2001) 

06.01. 

Stand by me - 20:15, RTL II
(R: Rob Reiner / USA 1986)

Wiedersehen in Howard´s End - 20:15, ServusTV
(R: James Ivory / GB, J, USA 1992)

Die durch die Hölle gehen - 22:15, RBB
(R: Michael Cimino / GB, USA 1978) 

Serial Mom - 23:10, ZDFNeo
(R: John Waters / USA 1994)

Die zwei Gesichter des Januars - 23:30, ZDF
(R: Hossein Amini / USA, G, F 2014)

Spurwechsel - 1:00, ZDF
(R: Roger Michell / USA 2002) 

07.01. 

Daddy´s Home - 20:15, Prosieben
(R: Sean Anders / USA 2015)

Jenseits von Afrika - 20:15, Arte
(R: Sydney Pollack / USA 1985)

Ein dreckiger Haufen - 20:15, Tele 5
(R: Andre de Toth / GB 1969)

Das Erwachen der Sphinx - 23:15, Tele 5
(R: Mike Newell / GB 1980)

Nordwand - 23:15, 3sat
(R: Philipp Stölzl / D, CH, Ö 2008)

The Cut - 0:05, ARD
(R: Fatih Akin / D, F, PL, TRK, KAn, RUS, I, JOR 2014)


Autor: Hoffman  

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Pyramiden bauen mit Hawks - Klassiker der Extraklasse: Land der Pharaonen (1955)


 Howard Hawks begibt sich mit diesem Monumentalfilm zurück in die Zeit des alten Ägyptens, mit dem er das Genre eine neue Folie verpassen will, um das Publikum auch so wieder an Orte entführen, die es so noch nicht gesehen hat (oder nicht allzu oft gesehen hat). Hawks interessiert in diesem Werk vor allem das Ausstellen der Massenszenen, die akribische Inszenierung des Baus einer Pyramdie und die damit einhergehenden gewaltigen, gleichzeitig auch geheimnisvollen Bauten der Ägypter. Howard Hawks blickt mit einem fremdartig-faszinierten Blick auf das ägyptische Volk, bei dessen Geschichte und Kultur er sich durchaus Freiheiten nimmt, nicht unbedingt historisch basiert arbeitet. Dieser Hollywoodblockbuster der alten Tage interessiert sich folglich nur für das Sichtbare, die Oberfläche der Kultur, die auch durch eine kleine Gruppe an Gefangenen (deren Herkunft nie konkretisiert wird, aber eindeutig als Identifikationsfiguren und Erklärbär für das Publikum fungieren sollen) mit einem westlichen Blick beobachtet wird und so die Rituale und Mythen der Ägypter (wie eine feierliche Totenbestattung) für den Zuschauer kommentieren und zugänglich machen.


Howard Hawks betont also vornehmlich das Gemäldehafte seiner eindrucksvollen Bilder. Die Geschichte dahinter ist eher ein Alibi und dreht sich im Kern um einen besessenen Pharao (Jack Hawkins), der nur Gold will, aber nichts davon zurückgeben will, weshalb er eine labyrinthische Pyramide bauen lässt, um nach seinem Tod nicht von Grabräubern geplündert zu werden und so seinem Reichtum im Totenreich beraubt zu werden. Dieser Pharao ist ein Besessener, der nach dem Tod durch sein Werk, die einbruchssichere Pyramide, weiterleben will. Dieser Pharao sucht eines Tages nach einer zweiten Frau und findet sie in einer gefährlichen Femme Fatale (Joan Collins), die am Ende nur an Reichtum und Macht interessiert ist und beginnt Ränkespiele gegen den Pharao zu spinnen, um seinen Reichtum wiederum ihr eigen nennen zu können. Das Zentrum dieser Geschichte erinnert folglich mit seinen Intrigen an eine klassische Tragödie, die Howard Hawks aber auf viel zu flachen Boden baut.


Denn die Figuren sind hölzern. Hawks zeigt kein Interesse an seinen Figuren, schiebt sie in seinem Film so hin und her wie er sie gerade braucht. Sie bleiben dürftig charakterisiert und entwickeln kein dramatisches Potenzial in dieser abenteuerlichen Geschichte. Sie sind eigentlich nur dazu da, um durch die Kulissen zu führen, ihre Anwesenheit und so auch ihre Konflikte sind wohl konstruiert, aber durchweg vordergründig und abgeschmackt. Das Buch dient nur dazu vor allem das beschauliche Bauwerk der Pyramide begutachten zu können. Denn dafür nimmt sich Hawks Zeit, für seine Figuren hingegen kaum. Es ist folglich eine steife, aber dekorative Regie, die Howard Hawks hier liefert. Sein Film zeigt damit eine Faszination für die Exotik des alten Ägyptens, kann daher durchaus über seine Schauwerte genossen werden und ist damit schlussendlich pompös, jedoch leer.

6.0 / 10

Autor: Hoffman