Freitag, 17. Februar 2012

Kurzkritik: Final Destination 4


"Was ist denn?" - " Weißt du noch mein Traum? Es war gar kein Traum. Es war wie eine Vision."

Es gibt Filme in dieser Welt (kommt mir so bekannt vor), bei denen selbst mir die Worte fehlen und nein so irre bin ich noch nicht, dass ich diesen Film mit folgenden Worten irgendwie insofern abfeiern werde. Das ganz bestimmt nicht. Denn auch bei mir gibt es eine Grenze zum filmischen Hass. Ich weiß ich muss mich rechtfertigen, wieso schaut man denn auch so etwas wie "Final Destination 4" aus dem Jahre 2009 von David R. Ellis? Ehrlich gesagt ich weiß es nicht, ich werde es nie wissen. Verbuchen wir dies nun als Altersstörung und zwangsläufige Unfähigkeit bzw. Unzurechnungsfähigkeit, ich dachte mir: Warum nicht nochmal probieren? Vielleicht gefällts? Ich mochte schon den ersten Teil nicht (welchen ich demnächst, nach dem hier, nochmal sichten muss) und trotzdem ließ ich mich hinreißen ihn zu schauen, kam eh nichts besseres...


Die Idee ist dieselbe wie im Ersten, Zweiten, Dritten und so weiter. Wenig originell und man bemerkt schnell absolut abgefressen, Zufälle häufen sich und der Tod hat seine Finger im Spiel. Ihr werdet alle Sterben. Hurra und so geschehe es. Kurzum: Die Story ist dünn, hauchdünn. Dieses Mal hat jemand eine böse bzw. schlechte bzw. blödsinnige Vision bei einem dieser besonderen Autorennen, zum Glück hat er jene, so rettet er einigen Menschen wie seinen Freunden und sich auch das Leben. Doch der Tod (Herr unglücklicher Zufall) will sein Hab und Gut, lässt nicht locker...ein Filmgesetz nichts ist ein Zufall und so gesagt Zufälle waren noch nie mein Ding.


Und auch die Besetzung ist uninspirierend, so gesagt hatte ich teilweise das Gefühl, die können alle nicht schauspielern. Talentfrei also. Monoton und einseitig verkörpert, ich weiß auf so was sollte man bei solch einer Art von Film keinen Wert legen, ich tue es trotzdem. Jeder Film hat das gleiche Recht auf meinen mürrischen und verbitterten Hass. Die Regie so gesagt bemüht und vollkommen auf billige (widerliches) Unterhaltungskino ausgerichtet der plumpesten Art, solche Art wo sich die Jugend freut, das Menschen auf der Leinwand sterben und die Art des Todes und das Blut und den Tod anpreisen. Ich weiß, ich bin verhasst und voller Vorurteile, aber diese Art von Filmen hasse ich potenziell von Anfang an. Denn was macht ein Unterhaltungsfilm, der nicht unterhält? Er langweilt, er ödet an. Er ist kurzum ärgerlich. Zugegeben man könnte dem Film noch etwas durch seine Ideen der Morde abgewinnen, doch diese empfand ich bei jenem Film genauso ausgelutscht wie die Story an sich. Ich meine, schön Menschen sterben irgendwie abstrus und spektakulär, aber auch unspektakulär (ich widerspreche mir, mir bewusst), mehr war da nicht. Nach dem Zufallsprinzip und mit schrecklich bemühten Twists um den Zuschauer im Dunklen zu lassen und ihn dann hinterrücks zu überraschen. Nichts von all diesen Versuchen des Regisseurs hatte nur im entferntesten eine Wirkung auf mich. Wenigstens ganz nett gefilmt, passabel würde ich sagen, aber auch mit nervigen 3D-Effekt, wie ich feststellen musste. Und dadurch wieder etwas nervig, wie gesagt, aber das ging noch. Störte weniger als bei manch anderem Film.


Wesentlicher aggressiver und auch passiver (ergibt das Sinn? Nein) machte mich hingegen das Drehbuch, mit den nicht existenten Charakterzeichungen. Ganz ehrlich das war wohl mitunter einer der miesesten, die ich je gesehen habe. Das war grottig. Wirklich das war weit weniger als schablonenhaft. Die Charaktere an sich uninteressant, unwichtig. Man kommt auf den Gedanken: Man hätte die auch ganz weglassen können, auch wenn so wahrscheinlich noch weit mehr Logiklöcher auftreten sollten als sie eh schon in gebannter Form vorhanden sind. Da können weder doch noch nett gemeinte Anspielungen auf vorherige Teile noch Running Gags am Ganzen oder an meinen Fazit etwas ändern.


Und so bleibt mir dann schlussendlich nur noch zu sagen, dass "Final Destination 4" ein Film ist den die Welt, ich und mein Fernseher nicht brauchen und nicht genießen sollten. Absolut unnötig-belanglos, nach 08/15-Schema inszeniert, storymässig eh katastrophal, für mich bleibt das insgesamt einfach nur ärgerlich. Wenigstens weiß ich jetzt warum ich nach dem ersten Teil nie weiterschaute, aber immerhin gegen das hier war der erste wohl tatsächlich noch gut. Wird demnächst also geprüft. Aber der nie wieder...



2.5 / 10

Autor: Hoffman

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