Dienstag, 8. November 2011

Kritik: X-Men Origins: Wolverine


 



Hoffman vs. das moderne bzw. prävsionäre Action-bzw. Unterhaltungskino

Das ist ja bekanntlich immer so eine Sache, alte und pessimistische Männer und prävisionäres Kino, Hoffman ist einer dieser Menschen, deshalb fallen mir solche Auseinandersetzungen stets schwer und ich möchte ich wie gesagt für einen gewissen Teil meiner Altersschwäche entschuldigen. Doch muss ich zugeben, dass ich durchaus eine gewisse Lust verspürt auf so genanntes "Popcornkino", weshalb ich hier durchaus noch toleranter bin, als ich es eh schon bin (es geht mit mir bergab). Das soll was heißen, um es so zu sagen irgendwann braucht jeder mal so was. Aber nun weiter im Text es wurde "X-Men: Origins: Wolverine" gesichtet von Gavin Hood aus dem Jahre 2009. Ich erwartete wenig und bekam...naja Unterhaltung. Ich glaub so was nennt ein Prequel, das sich genauer um den Charakter des Wolverine dreht, was passierte nämlich bevor er sich der Mutanten-Truppe anschloss?



Wo wir bei der Story wären, weder messerscharf wie seine Krallen noch wirklich besonders, einfach gesagt geht irgendwie schon klar, alles wird irgendwie versucht unterzubringen, unendliche Dimensionen von Charakteren, um die Reihe ein Stück weit zusammenhängender, was das Ganze für mixch etwas überladen machte, meiner Meinung nach jedenfalls, bisschen 08/15 eben, aber wir wollen ja freundlich sein: Es geht ebem Wolverine bzw. Logan, der in diversen Kriegen zusammen mit seinem Bruder Victor kämpfte, das für eine recht lange Zeit. Bis der Ausbilder Stryker die Beiden rekrutiert und naja den Rest sollte man wohl selbst erfahren, man möchte ja nicht zu viel verraten. Das wäre nicht vorteilhaft beim Film.

Auf jeden Fall weiß die Besetzung zu überzeugen, in Bezug auf deren Ausweite, hier in der Hauptrolle, wer hätte es vermutet natürlich Hugh Jackman als Wolverine bzw. Logan, über den hier wir eigentlich mehr erfahren wollten. Jackman mir durchaus äußerst sympathisch, weiß auch nicht wieso, mag den halt. Und joar in der Rolle des Wolverine find ich ihn eh durchaus cool. Ausreichend. Der Cast wird hier noch ergänzt bzw. erweitert durch Liev Schreiber als Logan´s Bruder Victor, ja den mag ich auch und auch er holt so gesagt alles aus seiner Rolle aus und überzeugte mich so. Dann noch Danny Huston als junge Version von Brian "Coxy" Coxs Charakter William Stryker, dieser wusste natürlich auch irgendwie zu gefallen und wusste in meinen verdrehten Augen auch irgendwie zu glänzen, war schon okay, wenn auch bei weitem nicht so dynamisch wie Brian Cox, aber okay. Als kleinen Zusatz kann man zudem noch Ryan Reynolds in einem Kurzauftritt als Deadpool bewundern, auch nicht unbedingt schlecht. Da übersieht man glatt den negativen Teil davon bzw. des Castes.

Gavin Hoods Regie geht dabei schon, immerhin schaffte er es den Film für mich recht fesseln bzw. besser gesagt unterhaltsam zu gestalten, das mit der Spannung ist natürlich jedem selbst überlassen. Macht genau das was ein Popcorn-Regisseur machen sollte, aber leider mehr auch nicht. Wie gesagt ganz gut, und ehrlich gesagt waren die Actionsequenzen hierbei auch recht ansprechend (wenn auch an CGI-Effekten nur so vollgedröhnt), was dann letztendlich auch so das Finale trifft was bei mir zwischen banal und hübsch anzuschauen lag, obwohl ersteres dabei triumphierte. Tierische Action, mir zu viel Effekthascherei dabei, aber wie gesagt erhöht irgendwie die Schauwerte des Ganzen.
Und die Kameraarbeit ist auch irgendwie ganz gut, auf Hochglanz poliert, mit einer schicken Optik veredelt, so sah auch der Aspekt des  Ganzen recht hübsch aus. Schick und modern gefilmt.



Tja, ein Drehbuch gabs auch, vermute ich bzw. hoffe ich jedenfalls, doch das stellt gerade den großen Minuspunkt des Films da, denn einige von den Dingen, die man Dialoge nennt waren zwar einerseits ganz okay, andererseits für mich etwas unfreiwillig komisch, ich glaube aber das sollte nicht so sein. Über die Charaktere wollen wir gar nicht erst reden, eigentlich werden letztendlich wieder viel zu viele eingeführt um sie alle ideal zu zeichnen, deshalb bleibt der Großteil leider wirklich blass. Wäre so gesehen alles kein Problem, doch ich wollte die Hintergründe Wolverines. Hugh Jackman sagte bzw. versprach selbst: "Es gab so viele Fragen zu Wolverines Vergangenheit. Jetzt wird alles aufgeklärt!"-Dem stimme ich nicht zu. Wenn ich es so betrachte war das dann eher dürftig was da geliefert wurde. Nun also, wo waren die? Wer hat die geklaut? Mir wurde hier die interessante Vorgeschichte zu Wolverine(meinem Lieblingscharakter, neben Dr. Xavier und Magneto) versprochen, da hatte ich mir mehr erhofft, schade, war sehr enttäuscht.

Schlussendlich möchte ich dann nur noch sagen, dass mich "X-Men Origins: Wolverine" durchaus gut unterhalten hat, das natürlich in voller Toleranz zum Film. Ich denke die einen werden zufrieden sein, die Anderen werden ihn hassen, ich bin irgendwo dazwischen. Hier fährt Wolverine die Krallen aus und das daraus entstehende Filmchen ist letztendlich doch ganz gut und bietet kurzweilige Unterhaltung. Leider nicht wirklich mehr. Klare Geschmackssache. Popcornkino eben.



                                                       6.0 / 10

Autor: Hoffman

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