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Donnerstag, 1. Februar 2018

All Blog Things Must Come to an End - DeDavid verabschiedet sich!

Unter denkbar ungünstigen Umständen (starke Erkältung, Magenschmerzen, Müdigkeiten) möchte ich hiermit meinen Ausstieg vom Blog-Geschehen ankündigen. Es sind tatsächlich bereits 5 Jahre vergangen, seitdem nerdkiller (MacReady) mich fragte, ob ich den vakanten Platz bei den 3 Cineasten füllen möchte. Damals hatte ich noch keine wirkliche Vorstellung, was es heißt, einen Blog zu betreiben. Zwar habe ich selbst mal einen erstellt, ihn aber nach wenigen Stunden bereits aufgegeben. Einen Startschuss bei so einem Unterfangen zu finden, ist nicht gerade leicht. Umso bequemer war es, dass die drei Cineasten (Damals Oberchef hoffman, Tunichtgut MacReady und, ich, planloser Neueinsteiger DeDavid) bereits vernetzt waren und sich der Filmkritik widmeten. Mein erster Text war eine Lobpreisung zu "From Dusk Tilll Dawn", die ich heutzutage natürlich nicht mehr so schreiben würde. Generell fällt es mir schwer, meine alten Texte zu lesen: Zu sehr muss ich cringen, angesichts des Blödsinns, den ich mal wieder verzapft habe. Wird wohl nicht gerade wenigen so gehen. Auf moviepilot kann ich die Kommentare, die mir missfallen, irgendwann löschen. Hier beim Blog fände ich es schade, die eigenen Texte ins Nirvana verschwinden zu lassen. Also bleiben sie einfach da, sind ein Teil übersichtlicher Blog-Geschichte.



Jedenfalls lag mein Output bei ca. 1 Text pro Monat, mit gelegentlichen Pausen (anfangs waren mehr angedacht). Nicht immer war die Zeit günstig dafür, nicht selten begann ich erst eine Stunde vor geplanter Veröffentlichung mit dem Schreiben (hihi, mit Deadlines habe ich eh so meine Probleme). Am Ende der jeweiligen Monate werden alle Sichtungen zusammengetragen und montags gab es den sogenannten Media Monday mit mal mehr, mal weniger, sinnvollen Fragen. Spaß hat es natürlich gemacht: Das Schreiben von Filmeindrücken, wozu moviepilot mich schlichtweg nicht mehr anreizen konnte. Später verschwand MacReady und wurde durch Cameron ersetzt. Nun wurde noch deutlicher, dass meine Texte im Vergleich zu den Kollegen doch oberflächlicher blieben und ihre reflexiven Qualitäten sich in Grenzen hielten. Mea culpa. (Aber irgendjemand muss das Niveau ja senken :P ). Die Zeit verging wie im Flug und irgendwann war sogar mein Studium vorbei (erstaunlicherweise in der Regelstudienzeit, was ich nie gedacht hätte). 5 Jahre waren um und ich beschloss, neue Ufer anzuvisieren. Angesichts des Eintritts in die Berufswelt dürfte ich weniger Zeit für Filme haben (schätze ich jetzt mal) und irgendwie scheint nun der richtige Zeit gekommen zu sein, um zu gehen. Mein letzter Text war ausgerechnet eine Serie, welch Frevel! Die Blogosphäre scheint auch etwas eingestaubt zu sein. Hoffman arbeitet hoffentlich schon auf Hochtouren, um einen besseren Nachfolger zu finden, denn eine Umbenennung zu den Zwei Cineasten wäre doch sehr schade. Jedenfalls alles Gute für die Zukunft. :) Farewell!

Autor: DeDavid

Freitag, 26. Januar 2018

Filmjahr 2017 - Flops/Enttäuschungen




#1 Axolotl Overkill 
(R: Helene Hegemann / D 2017)

Meine Güte, das war doch noch einmal ein richtig peinlicher Film, an dessen Ideologie und Figuren ich mich vor allem störe (weil die Figuren natürlich richtig "real" irgendein Englisch vor sich herbrabbeln, weil das ja so cool ist, wir in Berlin sind und das so realistisch ist). Beachtliche Leistung des Films: Von seinen Figuren will ich wirklich überhaupt nichts wissen, und dem kommt der Film auch dankbar nach, in dem er seine penetrante Rotzgöre sich in ihrem hedonistischen Zickenuniversum sich um sich selbst drehen lässt. Dieser Film ist befallen vom Oberflächenfimmel, von fragmentarischen Szenen, die ständig etwas tieferes behaupten (oft sind es Provokationen)  aber es sind keine Szenen, in der etwa Menschlichkeit oder Essentielles zu Tage tritt. Der Film ist enervierend leer, ein “cool” bebilderter Generationsfilm, der sich gerne lässig geben würde, aber oftmals nur kindisch und banal in seinem Gestus ist. Bitte Distanz halten!


#2 Split 
(R: M. Night Shyamalan / USA 2016)

Hab den jetzt auch endlich gesehen und über diesen Film irgendetwas zu schreiben, ist mir ehrlich zu blöd. Das ist pure Selbstvertrashung, der mit seiner im mächtigen Dauererklärmodus behafteten Therapeutenoma vorgibt mehr zu sein als er ist. Am besten ärgert mich aber, dass der Film sein Thema für Twist so dermaßen geschmacklos ausschlachtet. Geht mir bloß weg mit dem!


#3 Der Schneemann 
(R: Tomas Alfredson / USA , N 2017)

Vielleicht die Enttäuschung des Kinojahres, denn trotz Schoonmaker als Cutterin wird nichts rundes draus. Alfredson liefert hübsche, aber leere Bilder. Die Geschichte ist Quatsch und auch mit 1/3 mehr wäre es sie gewiss nicht mehr all das gewesen. Das schlimmste, was man wahrscheinlich über den Film sagen kann, ist, dass er wirklich nicht mehr als ein durchschnittlicher norwegischer Sonntagsnachmittagskrimi ist, den man einfach so wegschlucken kann.


DeDavid

#1 Schneemann
(R: Tomas Alfredson / USA, N 2017)


Einmal mehr nicht zu verwechseln mit den schlimmsten Filmen, die ich letztes Jahr gesehen habe. Zu denen gehört The Snowman bei weitem nicht. Die Gründe, warum er so misslungen ist und somit meine größte Enttäuschung verkörpert, habe ich hier aufgeführt.

#2 Your Name 
(R: Makoto Shinkai / JP 2016)


Offenbar kann der derzeitige Animefilm nicht mehr ohne eine gefällige Romanze zwischen zwei demonstrativ unschuldigen Schülern auskommen. Shinkais Film ist sogar der erfolgreichste Anime in Japan aller Zeiten! Ändert aber nichts an der abstrusen Umsetzung der Body-Switch-Prämisse. Weiß der Teufel warum den fast jeder mag.

#3 Death Note 
(R: Adam Wingard / USA 2017)


Ich hätte gerne diesen Versuch einer US-Adaption des japanischen Mangas durchgewunken, zumal ich dem Trailer noch einiges abgewinnen konnte. Leider setzt sich hier aber nur der Niedergang von Adam Wingard  fort, der anfangs mit You're Next und The Guest noch so viel versprach. Nächste Station: Godzilla vs. Kong...

Mittwoch, 17. Januar 2018

Kinojahr 2017 - Favoriten



Hoffman:

#1 Elle 
(R: Paul Verhoeven)


#2 Manchester by the Sea 
(R: Kenneth Lornegan)


#3 Detroit 
(R: Kathryn Bigelow)


#4 Helle Nächte
(R: Thomas Arslan)

#5 Personal Shopper 
(R: Olivier Assayas)


#6 Silence
(R: Martin Scorsese)


# 7 - Lobende Erwähnung:
Siebzehn
(R: Monja Art)



DeDavid:

#1 Moonlight 
(R: Barry Jenkins)




#2 Personal Shopper 
(R: Olivier Assayas)



#3 Elle
(R: Paul Verhoeven)



#4 Nocturama 
(R: Bertrand Bonello)




#5 Mr. Long 
(R: Sabu)




#6 Certain Women 
(R: Kelly Reichardt)




#7 - Lobende Erwähnung:
Logan - The Wolverine
(R: James Mangold)


Mittwoch, 10. Januar 2018

Revue passieren lassen: Filmentdeckungen 2017


Hoffman
  
#1 Gloria (R: John Cassavetes / USA 1980)


#2 Stunde Null (R: Edgar Reitz / D 1977)

#3 Ein zum Tode verurteilter ist entflohen (R: Robert Bresson / F 1956)

#4 Only Angels Have Wings (R: Howard Hawks / USA 1939)



#5 Die Geschwister (R: Jan Krüger / D 2016)


DeDavid

#1 Housekeeping (R: Bill Forsyth / USA 1983)




#2 Moonlight (R: Barry Jenkins / USA 2016)




#3 Zwischen Himmel und Hölle (OT: Tengoku to Jigoku / R: Akira Kurosawa / JP 1963)




#4 Ran (R: Akira Kurosawa / JP 1985)




#5 Montana Sacra - Der heilige Berg (OT: The Holy Mountain / R: Alejandro Jodorowsky / MX 1973)




 

Cameron

 The Raid (R: Hugo Fregonese / USA 1954)
+
Puce Moment (R: Kenneth Anger / USA 1949)



Zwei perfekte Melodramen, zwei emotionale Attacken, zwei Tränenbeschwörer dank opulenter Farben. Zwei Filme über Masken, über Show, über Konflikt von Arbeit und Alltag.


  The End (R: Christopher MacLaine / USA 1953) 
+ 
American Graffiti (R: George Lucas / USA 1973)


Zwei in Kalifornien spielende Filme über drohendes, unmittelbar bevorstehendes, aber nicht fassbares Unheil. Und über die Freiheit davor, Beatnik in The End, Rock-n'Roll in Graffiti. Über Liebe und Sex angesichts der Katastrophe. Auch wenn es die Jungen in letzterem nicht wissen, steht ihnen ihr "Ende" bevor, sie werden, wie die letzte Einstellung zeigt, z.Bsp. im Vietnam sterben. Die zehn Jahre, die der Film zurückschaut, sind nicht nur Nostalgie, sondern furchtbare Gewissheit.


 Dumb and Dumber (R: Farrelly Brothers / USA 1994)
+
Something Wild (R: Jonathan Demme / USA 1984)



Eine einfache Paarung: zwei Mal Jeff Daniels, zwei Mal US-Road-Trip Richtung Westen, zwei Komödien. Solche, die aber gerne auch mal in Katastophen münden dürfen. Zwei Filme über Aussenseiter und deren Zurechtfinden in konformistischen Zwängen. Und nebenbei zwei Querschnitte durch die Gesellschaft. Eigentlich zwei Mal der gleiche Film?


#4. Valentin de las Sierras (R: Bruce Baillie / USA/Mex 1968)
+
Medea (R: Pier Paolo Pasolini / I 1969) 




Zwei Filme über Folklore und Mythen, zwei Gegenentwürfe zur herrschenden Politik - Ästhetik.




Day of Wrath (R: Carl Theodor Dreyer / Dän 1943)
+
Arrière-Saison (R: Jean-Claude Rousseau / F 2016)


In beiden Filmen geht es um die Konstruktion eines Narrativs. Zweimal steht etwas eigentlich nicht Vorhandenes (Hexerei bzw. Auffassung seiner selbst als Hexe im einen, "Handlung" ganz allgemein im anderen) im Mittelpunkt, schält sich langsam heraus, wird zwingend.




Mittwoch, 11. Januar 2017

Filmenttäuschung 2016


Hoffman:

 

#1. Being Charlie
(R: Rob Reiner / USA 2015)
Ich weiß nicht, ob das wirklich der schlechteste Film war, den ich letztes Jahr gesehen habe. Vielleicht war es auch ein anderer Film. Aber eins ist sicher, diese »anderen« Filme habe ich vergessen können. Den neusten Streich von Rob Reiner dagegen nicht und das sollte jedem, der sich diese Worte durchliest, auch eine Lehre sein, mehr noch eine Warnung. Denn Rob Reiner hat mal gute Filme gemacht. Doch diese Zeiten sind nun endgültig vorbei. Schauen Sie also lieber noch einmal »Stand by Be«, der zumindest thematisch am nächsten ist in Reiners Schaffen, oder »Misery« oder von mir aus auch noch einmal »The American President«, aber schauen Sie sich nicht diesen Film an. Meine Frustration und Enttäuschung gegenüber diesem Films resultiert daraus, dass Reiner immerhin noch vor 5 Jahren wusste wie man gute Filme macht. Ein liebevoll-nostalgisches Werk wie »Flipped« gab es da noch zu entdecken, das zwar seicht, aber warmherzig erzählt war. »Being Charlie« lässt einen von Beginn an dagegen sprachlos. Es ist wirklich ein peinlicher Film, zu dem mir wirklich nichts mehr einfällt, außer zu behaupten, dass irgendjemand bitte Rob Reiner endlich in die Rente schicken soll. Der Film funktioniert schlichtweg nicht. Was ist das überhaupt für ein Film, in dem ein Disney-Boy (Nick Robinson), der genauso fein und sauber aussieht wie man es von Disney erwarten würde, einen Problemjungen spielt, einen Drogensüchtigen, der im Clinch mit seinen Eltern steht. Das kann doch nur ein Scherz sein? Insbesondere, wennn bis zur 70. Spielfilmminute überhaupt keine "gefährlichen" Drogen präsent sind, von denen dieser Film erzählen will. Dieser Film ist harmloser Kinderkram, weit von irgendeiner Realität entfernt - mit einer dumpfen Dramaturgie, die vollkommen hölzern das umzusetzen versucht, wovon all diese Drehbuchseminare handeln. Das ist ein Film, der schlichtweg nur auf dem Papier existiert, der wirklich keine Wirklichkeit, nicht ein Funken von Wahrhaftigkeit enthält. Das macht ihn so erschreckend. Das letzte Drittel, das dann den Umschwung bringen soll, das heißt ganz düster, dunkel und ernst soll es plötzlich sein, dass man die Hand vor Augen nicht sieht und man etwas sieht, ist es ein schlichtweg hingerotztes Klischee, das sich den einfachsten Weg denkt, Drogensucht zu thematisieren (und zur Stärkung der Moral muss dann auch mal der Konzentrationslager-Witze reißende Freund das Zeitliche segnen - was kein Verlust ist, damit man sieht, dass Drogen nicht gut sind). Der Film erzählt nichts essentielles, seine Bemühungen von der Selbstfindung eines jungen Mannes zu erzählen, der sich mit der Welt versöhnen muss, laufen ins Leere. Ich will nicht mehr über diesen Film schreiben, der in sich zusammenbricht, nur in einer seichten Blase zu existieren scheint, der weder Komödie noch sonstirgendetwas ist und schon gar nichts davon gut ist. Dieser Film ist einfach leer, von einem Regisseur, der nicht mehr Figuren noch Zeit versteht, dem das alles irgendwie zu viel ist. Bitte meiden. Ich meine es nur gut.



                                                                 DeDavid
                                                                    

                                                      
                                            #1.  Miss Peregrine's Home for Peculiar Children
                                                        (R: Tim Burton / USA 2016)

Ich habe 2016 sehr viele furchtbare Filme gesehen. Dazu zählen unter anderem welche von Uwe Boll (Surprise...), Zack Snyder, Umberto Lenzi, Til Schweiger, Ron Howard, Michael Bay etc. usw. Ich kenne doch meine Pappenheimer und sollte möglicherweise mal über meine Sehgewohnheiten nachdenken: Vorsatz für 2017. Jedenfalls gehört Tim Burtons neuestes Werk keinesfalls zu den grässlichsten Erfahrungen, nicht mal annähernd. Aber hier geht es gezielt um die größte Enttäuschung, zu der es vorab natürlich eine gewisse Erwartungshaltung gegeben haben muss. Und eben die war bei mir immens groß, nachdem das Projekt, eine Jugendbuchadaption, schon seit einigen Jahren geplant war und lediglich das Erscheinungsdatum fortwährend verschoben wurde. Nun hat Burton in der Zwischenzeit mit »Frankenweenie« und »Big Eyes« zwei sehr schöne Filme gedreht, die für so manche durchschnittliche Arbeit (I'm looking at you, Alice and Barnabas Collins) der jüngsten Zeit entschädigten. Da fühlt sich »Miss Peregrine's Home for Peculiar Children« leider wie ein gewaltiger Rückschritt an. Woran mag das liegen? Burtons Stammkomponist Danny Elfman fehlt bedauerlicherweise, Eva Green ist wohl nun endgültig seine neue Muse und das Drehbuch stammt von der Kick-Ass-Autorin. Besonders letzteres dürfte hauptverantwortlich sein für das ernüchternde Resultat. Das Zeitschleifengeschwurbel ist einfach extrem enervierend und lenkt einfach von den gar nicht mal so uninteressanten Figuren ab. Von denen treten einfach zu viele auf, ohne dass ein bleibender Eindruck haften bleibt. Wo sind die Zwischentöne? Wo die Melancholie? Seit wann ist alles so story-driven? Ebenfalls schwer zumutbar ist das überfrachtete Finale, das nicht nur von ungefähr an die X-Men erinnert. So generisch waren viele Blockbuster im letzten Jahr, was es umso ärgerlicher macht, dass Burton nicht aus ihnen herausragt. Sollte ein Sequel kommen, dann bitte nicht von Burton. Natürlich nur, damit er sich besseren Stoffen widmen kann.


Cameron


#1. Magnificent Obsession
(R: Douglas Sirk / USA 1954)


Filme des Jahrgangs 2016 habe ich wenige gesehen; 9 sind es. Davon jedoch sind 5 kurze bis extrem kurze Filme oder "Videos" dabei, die 4 Spielfilme gefielen mir alle sehr gut (was auch zu erwarten war); Eastwoods "Sully", der brilliant das Trauma untersucht, das ein "Ereignis" im Sinne Badious in einem Mann hinterlässt, und die verschiedenen "Ichs", die dieser Mann gezwungenermassen konstruieren muss; dann den allseits geliebten "Toni Erdmann" (auch wenn dieser einige Schwächen hat wie der plakative Blick ins arme Rumänien);  Albert Serras "La mort de Louis XIV", bei dem der Tod mit brennendem, niemals wegdrehenden Blick unter der Lupe beobachtet wird (etwa so wie Bazin von Stroheims Filme beschrieb); und Molloy / Lawlors einfallsreicher Essai "Further Beyond".
Filme jeglichen Jahrgangs, (neu-)cinephile Kanon-Klassiker, die ich nicht so mochte, wie ich es wollte, bei denen ich entäuscht war (wenn auch in erster Linie von mir selber), gab es natürlich einige; von Mizoguchis "The Water Magician" über Hustons "Asphalt Jungle", Monteiros hoch gelobten "Recollections of a Yellow House", Germaine Dulacs "La Coquille et le Clergyman" hin zu Walsh's "High Sierra".
Sirk's Magnificent Obsession ist durchaus ein sehr guter Film; Enttäuschung gilt hier nur, weil ich unmittelbar zuvor John M. Stahls um 20 Jahre frühere erste Verfilmung dieses populär-esoterischen Buchs gesehen habe. Sirk's Version wimmelt zwar von unglaublich schönen, sinnlichen Bildern (siehe obiges). Doch die Ernsthaftigkeit, mit der hier das Ausgansmaterial behandelt wird, kommt diesem meiner Meinung nach kaum entgegen, wenngleich sie durchaus zu bewundern ist. Stahls Film bringt Humor hinein, der den Film zu einem grossen Vergnügen macht, besonders, weil dann die ernsthaften Sequenzen wie das Zwischenspiel in Europa besonders eindringlich wirken. Auch lässt dieser frühere Film den Schauspielern in langen ungebrochenen Einstellungen mehr Raum und lässt sie ausgegorener, dreidimensionaler erscheinen. Sirks Ansatz ist konträr und weniger gelungen, auch wenn sein Film ebenfalls berührt.



 

Freitag, 6. Januar 2017

Revue passieren lassen: Filmentdeckungen 2016





Hoffman: 


#1. Michael
(R: Carl Theodor Dreyer / D 1924)



#2. True Heart Susie
(R: David Wark Griffith / USA 1919)



#3. Iwan, der Schreckliche (II)
(OT: Iwan Grosny / R: Sergei Eisenstein / UdSSR 1946)



#4. Die Stunde, wenn Dracula kommt
(OT:  La maschera del demonio / R: Mario Bava / I 1960)



#5.  14+
(R: Andrei Zaitsev / RUS 2015)




Cameron:



#1. 31/75: Asyl
(R: Kurt Kren / AT 1975)



#2: Nicht versöhnt
(R: Danièle Huillet & Jean-Marie Straub / D 1965)



#3. Une partie de campagne
(R: Jean Renoir / F 1936)



#4. Aufsätze
(R: Peter Nestler / D, CH 1963)



#5. I Shot Jesse James
(R: Samuel Fuller / USA 1949)



DeDavid



 #1. Harakiri
(R: Masaki Kobayashi / JP 1962)



 #2. Sullivans Reisen 
(R: Preston Sturges / USA 1941)



#3. Louder Than Bombs
(R: Joachim Trier / USA 2015)



#4. Barfuß durch die Hölle, 3. Teil:..und dann kam das Ende
(R: Masaki Kobayashi / JP 1961)



#5. Endstation Sehnsucht
(R: Elia Kazan / USA 1951)