Sonntag, 21. Oktober 2018

Fern-Sehen / TV-Tipps: 22.10.18 - 28.10.18


Alle Angaben sind ohne Gewähr:

22.11. 

Diebe der Nacht - 20:15, Arte
(R: André Téchiné / F 1996)

Der Mann, der zweimal lebte - 22:05, Arte
(R: John Frankenheimer / USA 1966)

Am Strang (OmU) - 23:55, ZDF
(R: Junfeng Joo / SING, D, F, HK, KAT 2016)

23.11. 

Ich und Kaminski - 22:10, WDR
(R: Wolfgang Becker / D, B 2015)

24.11. 

Die Glücksritter - 20:15, Kabeleins
(R: John Landis / USA 1983)

45 Years - 20:15, Arte
(R: Andrew Haigh / GB 2015)

Halloween - 22:40, Kabeleins
(R: John Carpenter / USA 1978)

Fever (Omu) - 22:40, Arte
(R: Raphäel Neal / F 2014)

25.11. 

Babylon Berlin - 20:15, ARD

Frankenstein - 22:25, 3sat
(R: James Whale / USA 1931)


Hügel der blutigen Augen - 23:10, Arte
(R: Wes Craven / USA 1977)


Ich seh, Ich seh - 23:30, NDR
(R: Severin Fiala & Veronika Franz / Ö 2014)


26.11. 

Eine unerhörte Frau - 20:15, Arte
(R: Hans Steinbichler / D 2016)

Jack - Poet, Liebhaber, Mörder - 22:00, 3sat
(R: Elisabeth Scharang / Ö 2014)

Children of Men - 23:25, ZDFNeo
(R: Alfonso Cuaron / USA, GB, J 2006)

Der Clan der Sizilianer - 23:45, BR
(R: Henri Verneuil / F, I 1969)

27.11.

Sonntag, 14. Oktober 2018

Fern-Sehen / TV-Tipps: 15.10.18. - 21.10.18.



Alle Angaben sind ohne Gewähr:

15.10. 

Mr. Turner - 20:15, Arte
(R: Mike Leigh / GB, F, D 2014)

The Specialist - 22:05, Kabeleins
(R: Luis Llosa / USA, PERU 1994) 

Sicario - 22:15, ZDF 
(R: Denis Villeneuve / USA, MEX 2015)

Another Country - 22:40, Arte
(R: Marek Kanievska / GB 1984)

Carol - 23:15, NDR
(R: Todd Haynes / GB, AUS, USA 2015)

16.10. 

Marie Antoinette - 20:15, ServusTV
(R: Sofia Coppola / USA, F, J 2006)


Die Addams in verrückter Tradition - 20:15, Tele 5
(R: Barry Levinson / USA 1993)

Insider - 0:20, ARD
(R: Michael Mann / USA 1999)

17.10. 

Wir sind die Nacht - 20:15, Tele 5
(R: Dennis Gansel / D 2010) 

Van Gogh - 20:15, Arte
(R: Maurice Pialat / F 1991)

Sieben - 22:30, Kabeleins
(R: David Fincher / USA 1995)

Neo Rauch - 22:50, Arte
(R: Nicola Graef / D 2016)

Box (OmU) - 0:30,  Arte
(R: Rafael Florea / RUM, D, F 2015)

18.10. 

Babylon Berlin - 20:15, ARD
(R: Staffel 2 | D 2017)

Die Thomas Crown Affäre - 20:15, Tele 5
(R: John McTiernan /  USA 1999)

Only Lovers Left Alive - 22:25, 3sat
(R: Jim Jarmusch / D, GB, F, GR, USA, ZYP 2013)

Kentucky Fried Movie - 0:30, Arte
(R: John Landis / USA 1977)

19.10. 


    
Die Träumer - 22:00, Tele 5
(R: Bernardo Bertolucci / GB, F, I 2003)

Warlock - 22:25, 3sat
(R: Edward Dmytryk / USA 1959)


20.10. 

Mammut - 20:15, ServusTV
(R: Lukas Moodyson / S, DK, D 2009)


Tollkühne Flieger - 22:05, RBB 
(R: George Roy Hill / USA 1975)


Der Chef - 23:50, RBB
(R: Jean-Pierre Melville / F, I 1972)


Bug - 0:05, Tele 5
(R: William Friedkin / USA, D 2006)


Psycho - 0:50, RTL II
(R: Gus Van Sant / USA 1998)


21.10. 

Besser geht´s nicht - 20:15, Arte
(R: James L. Brooks / USA 1997)

X-Men: Apocalypse - 20:15, Prosieben
(R: Bryan Singer / USA 2016)

Contagion - 20:15, RTL II
(R: Steven Soderbergh / USA, VAE 2011) 
 

Der Moment der Wahrheit - 23:35, ARD
(R: James Vanderbilt / USA, AUS 2015)


Wenn die Ketten brechen - 2:35, RTL II
(R: Rock Hudson / USA 1955)





Autor: Hoffman

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Eine griechische Odyssee - Kritik: Dance Fight Love Die - With Mikis on the Road (2018)


 Asteris Kutulas begleitete den griechischen Komponisten Mikis Theodorakis, der unter anderem den »Sirtaki« für den Film »Alexis Sorbas« verfasste, über drei Jahrezehnte mit seiner Kamera, war das Auge, das um ihn herum schwirrte, aufnahm und damit Bruchstücke seiner Reise durch die Konzertwelt festhielt. Aus diesem historischen, dokumentarischen Archivmaterial sowie einigen fiktiven Interpretationen von Theodorakis’ Musik hat der Regisseur nun sein eigenwilliges Porträt »Dance Fight Love Die - With Mikis on the Road« über den griechischen Ausnahmekünstler geschaffen. Es ist gewiss kein Film, den man erwarten kann. Und ebenso wenig ein herkömmliches Porträt eines Künstlers.

Der Film zählt dabei zu einer geplanten Konzept-Tetralogie von Kutulas, die aus drei Opern (»Elektra«, »Medea« & »Antigone«), die auf Theodorakis Musik basieren, drei antike Tragödien, eine Thanatos-Trilogie und einer Komödie besteht. »Dance Fight Love Die« ist in dieser Konstellation nun die abschließende Komödie, die historisches mit fiktiven Material kreuzt und sowie die anderen Werke auch auf mehreren Ebenen Traditionelles und Assoziatives miteinander verweben (sollen). Es ist nach »Recyling Medea« (2011) nun der zweite entstandene Film aus dieser Tetralogie.

Direkt am Anfang beginnt der Film mit dem folgenden Bild: Im Hintergrund sieht man in der Ferne die Akropolis und davor, auf einem Balkon stehend, Mikis Theodorakis. Der Film setzt diese beide Figuren im Bild gleich. Sie sind zwei griechische Monumente, die in dieser Sekunde vereint werden. Dieses Bild erklärt das Vorgehen des Films. Denn Kutulas Film ist weniger ein brav-informative Dokumentation, als mehr eine essayistische Beschäftigung mit der mythischen Figur von Theodorakis beziehungsweise der mythischen Kraft seiner Musik. Als Nichtkennter von Theodorakis, seiner Musik oder seiner Bedeutung ist diese Herangehensweise von Kutulas zunächst vielleicht etwas sperrig, um den Film zu durchsteigen, denn es ist übersprudelndes und überfrachtetes Werk, das seinem Riesen, der schon knapp ein Jahrhundert auf dieser Erde weilt, ein Denkmal mit diesem Film setzen möchte, dabei oft in sich selbst versinkt oder sich selbst zelebriert. Das macht aber gerade die Wirkung des Films aus.

Kurze und schnell geschnittene Archivbilder, die Theodorakis bei seinen verschiedenen Konzertreisen über drei Jahrzehnte begleiten, wechseln mit Aufnahmen von jungen Künstlern, die Theodorakis’ Musik interpretieren und fiktiven Spielfilmsequenzen, die den Inhalt der Musik zwischen Dramatik und Verspieltheit, Ulk und Geheimnis illustrieren und in das sich auch immer wieder das Groteske mischt. Das mutet als ein exzentrisches, aber auch betörendes Chaos an, in dem Kutulas die Puzzlestücke nicht chronologisch anordnet, sondern assoziativ und kunstvoll zwischen Zeiten und Orten springt, deren Pfeiler Theodorakis ist. Es ist eine filmische Odyssee, die die Konzerthäfen von Mikis der letzten drei Jahrzehnte ansteuert und in dem seine Musik dem Klang der Siren gleichkommen mag. Asteris Kutulas ist folglich dann der Odysseus dieses Films, der das Steuer in der Hand behält und sich mit dem Zuschauer in die Welt von Mikis Theodorakis stürzt.

Erklären tut der Film nicht. Es ist ein irgendwie enigmatisches Werk. Das darf der Film auch sein. Muss er auch sein. Der Film beeinhaltet viele Zeichen und Codes in der Wahl der Bilder, der Musik und der Montage und ist vielleicht mit einer ausreichenden Kenntnis der Theodorakis-Historie zu entschlüsseln. Aber auch so ist der Film ein Genuss, dem man sich hingeben kann. Er ist in seinen Blick mysteriös und facettenreich. Er liefert immer wieder neue Eindrücke. Theodorakis ist der Anker. Der Rest des Films verschwimmt, ist variabel, überrascht immer wieder mit ungewöhnlichen Ideen. Das Material wird clipartig in kompakten 80 Minute aufbereitet. Es ist wie bei einem Notizblock, in das Kutulas mit Bildern Gedanken, Assoziationen und Visionen zu Theodorakis und seiner Musik niederschreibt. Das Ganze fühlt sich dann wie ein filmischer Fluss an, der immer wieder zu einer reißenden Strömung gerät. Der Film pendelt zwischen Energie und Meditation, besitzt einen großen Formwillen, lebt von seinen knalligen Kontrastierungen und Gegenüberstellungen, ist pomöps orchestriert, beinahe opernhaft in seinen Akzenten und ist wie ein Musikstück erzählt. Es ist ein musikalischer Film, dessen Motor die Musik ist. Sie bestimmt den Rhythmus des Films. Denn Theodorakis Leben, das ist die Musik, die in diesem Film nicht aufhört, nicht aufhören will. Mit ihr hangelt sich Asteris Kutulas von Etappe zu Etappe, von Werk zu Werk. Die Musik ist der Schlüssel zu dieser filmischen Chiffre. Sie schafft die Verbindungen zwischen den Segmenten und Fragmenten. Dabei schlägt die Musik die verschiedenste Töne an. Der Film bietet mit mir eine reiche Palette an Stimmungen und Farben an, die ineinandergehen.

Es geht also um das, was Theodorakis und seine Welt bewegt hat. Dabei wird Theodorakis auch als politische Figur verstanden und die Musik auch als Widerstand und Rebellion gesehen. In dem Material aus den verschiedenen Jahrzehnten kommen wir Theodorakis immer für einen kurzen Moment ganz nah bevor wir ihn wieder ganz inbrünstig auf der Bühne erleben. Es sind kurze und intime Interviewschnipsel, die Kutulas dem Zuschauer serviert. Ihn ihnen äußert Theodorakis ganz persönliche Gedanken, etwa zu seiner Illusion in der Kindheit, dass Menschen doch auch fliegen müssten oder dass das Element, dass ihm folgerichtig am meisten liegen würde, die Luft wäre. Wir sehen einen Theodorakis, der sich selbst als Zigeuner bezeichnet, beim proben, dirigieren, nachdenken oder einfach nur sehen. Wir erblicken ihn seine Zigarre rauchend oder erleben ihn als Genießer der Milka-Schokolade. Der Film kommt diesem Menschen nah, in dem er ihn in eigentlich banalen, aber eben auch wahrhaftigen Momenten zeigt. Es sind kurze Augenblicke, rasche Momentaufnahmen, die wir durch das Auge von Kultulas entdecken dürfen.

Schließlich ist das also ein ambitionierter Film, der erschöpft, weil er konsequent sein Programm bis zum Ende durchzieht und der auf ersten Blick ein schwer greifbares Werk, das seinen Zuschauer mit seiner audiovisuellen Performanz erschlägt. Es ist ein wuchtiger Essayfilm, eine gewaltige und hypnotische Collage, die nicht das Konkrete sucht, sondern versucht die Poesie von Theodorakis’ Schaffen zu durchdringen. P.S.: Ein bisschen Vorwissen zu Theodorakis dürfte dennoch nicht schaden. Nur um sicher zu gehen.

7.0 / 10

Autor: Hoffman 



Bereits erschienen bei BEnow



Sonntag, 7. Oktober 2018

Fern-Sehen / TV-Tipps: 08.10.18. - 14.10.18.



Alle Angaben sind ohne Gewähr:

08.10. 

Eine ganz normale Familie - 20:15, Arte
(R: Robert Redford / USA 1980)

Vor ihren Augen - 22:15, ZDF
(R: Billy Ray / USA, GB, SP, KOR 2015)

Der Sommer mit Mama - 22:15, Arte
(R: Anna Muylaert / BRA 2015)

Ausnahmezustand - 22:55, Kabeleins
(R: Edward Zwick / USA 1998)

09.10. 

Elementarteilchen - 20:15, Tele 5
(R: Oskar Roehler / D 2006)

Am Abend aller Tage - 20:15, 3sat
(R: Dominik Graf / D 2017)

All Beauty Must Die - 22:10, ServusTV
(R: Andrew Jarecki / USA 2011)

Intruders - 22:30, Tele 5
(R: Juan Carlos Fresnadillo / USA, GB, SP 2011)

10.10.

Absturz ins Leben - 20:15, Arte
(R: Thomas Vincent / F 2016)


Kreditlinie - 23:00, Arte
(R: Salomé Alexi / F, GEOR 2014)


About Schmidt - 23:15, Kabeleins
(R: Alexander Payne / USA 2002)


11.10. 

Babylon Berlin - 20:15, ARD
(Staffel 2 | D 2017)

Marija - 23:00, Arte
(R: Michael Koch / D, CH 2016)

12.10

Cast Away - 20:15, RTL II
(R: Robert Zemeckis / USA 2000)

Die Reste meines Lebens - 20:15, Arte
(R: Jens Wischnewski / D 2017)

Melissa P. - 22:00, Tele 5
(R: Luca Guadagnino / I, SP 2005)

Kanonenboote am Yangtse-Kiang - 22:25, 3sat
(R: Robert Wise / USA 1966) 

Ein seltsames Paar - 23:50, BR
(R: Gene Saks / USA 1968)


13.10. 

Red Lights - 23:40, ARD
(R: Rodrigo Cortés / SP, USA 2012)

The Illusionist - 0:25, Sat1
(R: Neil Burger / USA, CZ 2006)

14.10.

Captain Philipps - 20:15, RTL II
(R: Paul Greengrass / USA 2013)

Das Mädchen mit dem Perlenohrring - 20:15, Arte
(R: Peter Webber / GB, F, LUX 2003)

Armee der Finsternis - 22:05, Tele 5
(R: Sam Raimi / USA 1992) 

The Nice Guys - 22:45, RTL
(R: Shane Black / USA 2016)

Tabu - 0:05, ARD
(R: Christoph Stark / D, Ö, F, LUX 2011)




Autor: Hoffman
 



 

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Zuletzt geschaut: September (2018)



Hoffman


Twelve - 4.5
(R: Joel Schumacher / F, USA 2010)


The Duke of Burgundy - 7.0
(R: Peter Strickland / GB 2014)


Yakuza - 6.5
(R: Sydney Pollack / USA, J 1975)


Seefeuer - 6.5
(R: Gianfranco Rosi / F, I 2016)


Stadt Land Fluss - 5.5
(R: Benjamin Cantu / D 2011)


Schwarzer Kies - 7.0
(R: Helmut Käutner / D 1961)


Der Weg ins Verderben - 6.5
(R: Heri Verneuil / F 1956)


Sonatine - 7.0
(R: Takeshi Kitano / J 1993)


Im Namen des... - 6.5
(R: Malgorzata Szumowska / PL 2013)


303 - 6.5
(R: Hans Weingartner / D 2018)


Assault on Precinct 13. - 7.5 (konstant)
(R: John Carpenter / USA 1976)


Manila - 7.0
(R: Lino Brocka / PHL 1975)


Ach, diese Frauen - 6.5
(R: Ingmar Bergman / S 1964)

Cigarette Burns - 7.0
(R: John Carpenter / USA 2005)

César & Rosalie - 7.0
(R: Claude Sautet / I, F, D 1972) 

Lektion in Liebe - 6.5
(R: Ingmar Bergman / S 1954)

Predator - Upgrade - 4.0
(R: Shane Black / USA 2018)

Wach - 6.0
(R: Kim Frank / D 2018)

Das Teufelsauge - 6.5
(R: Ingmar Bergman / S 1960)

Die Liebe am Nachmittag - 7.0
(R: Eric Rohmer / F 1972)

Zwischen den Jahren - 7.0
(R: Lars Henning / D 2017)

Halbe Treppe - 7.0
(R: Andreas Dresen / D 2001)

Revenge of the Green Dragons - 3.5 
(R: Andrew Lau & Andrew Loo / HK, USA 2014)

Der traumhafte Weg - 6.0
(R: Angela Schanelec / USA 2016)

Denk ich an Deutschland in der Nacht - 7.0
(R: Romuald Karmakar / D 2017)

Meine Daten und ich - 6.0
(R: Philipp Eicholtz / D 2008)

Frauenträume - 7.0
(R: Ingmar Bergman / S 1955)

Eine einfache Geschichte - 7.0
(R: Claude Sautet / D, F 1978)

Nach der Probe - 7.0
(R: Ingmar Bergman / S 1984)

Alexis Sorbas - 7.0
(R: Michael Cacoyannis / USA, GB, GR 1964)

Kruso - 7.0
(R: Thomas Stuber / D 2018)

The Man Who Killed Don Quixote - 6.0
(R: Terry Gilliam / GB, B, PRT, F, SP 2018)

Quakquak und die Nichtmenschen - 7.0
(R: Bruno Dumont | Staffel 2 | F 2018)

Ein Herbstnachmittag - 7.0
(R: Yasujiro Ozu / J 1962)


Cameron


++
 Panzerkreuzer Potemkin 
(R: Sergei Eisenstein / UdSSR 1925)

A New Leaf 
(R: Elaine May / USA 1971)

La Ronde 
(R: Max Ophüls / F 1950)   

Sonntag, 30. September 2018

Fern-Sehen / TV-Tipps: 01.10.18. 07.10.18.



Alle Angaben sind ohne Gewähr:

01.10.

M.A.S.H. - 20:15, Arte
(R: Robert Altman / USA 1970) 

Verrückt vor Liebe - 22:10, Arte
(R: Robert Altman / USA 1985) 

Der geteilte Himmel  - 23:05, MDR
(R: Konrad Wolf / DDR 1964)


Rockabilly Requiem - 23:20, WDR
(R: Till Müller-Edenborn / D 2016)

02.10. 

Pre-Crime - 20:15, Arte
(R: Matthias Heeder / D 2017) 

Nordwand - 20:15, Tele 5
(R: Philipp Stölzl / D, Ö, CH 2008)

Blutgletscher - 22:40, Tele 5
(R: Marvin Kren / Ö 2013)

03.10. 

Ich bin dann mal weg - 20:15, Sat1
(R: Julia von Heinz / D 2015)

Phoenix - 20:15, Arte
(R: Christian Petzold / D, PL 2014)

Beuys - 21:45, Arte
(R: Andres Veiel / D 2017)

Chiko - 22:10, Tele 5
(R: Özgür Yildrim / I, D 2008) 

Spiel mir das Lied vom Tod - 22:40, Kabeleins
(R: Sergio Leone / I, USA 1968)

Unter dem Sand - 23:00, ZDF
(R: Martin Zandvliet / D, DK 2015)

Gelobt sei der kleine Bürger - 23:30, Arte
(R: Mahoud al Massad / D, JOR, NL 2016)
  
04.10. 

Babylon Berlin  20:15, ARD
(Folge 4-6 / Staffel 1)


Harold & Maude - 20:15, ServusTV
(R: Hal Ashby / USA 1971)

Familie Lotzmann auf den Barrikaden - 22:00, NDR
(R: Axel Ranisch 2016)

Männer weinen nicht - 0:00, Arte
(R: Alen Drljevic / BOSN-H, SLOWE, KROA 2017) 
  
Ferien - 0:00, RBB
(R: Bernadette Knoller / D 2016)

05.10.

Verratenes Glück - 20:15, Arte
(R: Philippe Harel / F 2018)

The Beatles: Eight Days a Week - 21:55, Arte
(R: Ron Howard / GB, USA 2016)


Coogans großer Bluff - 22:25, 3sat
(R: Don Siegel / USA 1968)


Y Tu Mamá Tambien - Lust for Life - 0:00, Tele 5
(R: Alfonso Cuaron / MEX 2001)

06.10. 

Trollhunter - 20:15, Tele 5
(R:  André Øvredal / N 2010)

Die Blechtrommel - Director´s Cut - 22:10, Onw
(R: Volker Schlöndorff / D, F, PL, JUG 2010) 

Der Regenmacher - 22:45, ServusTV
(R: Francis Ford Coppola / USA, D 1997) 

The Gift - 23:00, Sat 1
(R: Joel Edgerton / USA, AUS, CHINA 2015)

Invasion - 23:55, ARD
(R: Dito Tsintadze / Ö, D 2012)

07.10. 

Deepwater Horizon - 20:15, Prosieben
(R: Peter Berg / USA, HK 2016)

Le Train - 20:15, Arte
(R: Pierre Granier-Deferre / F, I 1973) 

Ein Ticket für zwei - 20:15, Tele 5
(R: John Hughes / USA 1987)

King Kong - 20:15, RTL II
(R: Peter Jackson / USA, NEUS, D 2005) 

Unstoppable - 22:25, Prosieben
(R: Tony Scott / USA 2010)

In einer besseren Welt - 0:05, ARD
(R: Susanne Bier / DK, S 2010)

Autor: Hoffman
 


Mittwoch, 26. September 2018

Film als Widerspruch - Kritik: Esther Kahn (2000)

Arnaud Desplechins Esther Kahn ist ein Film der Widersprüche. Der augenfälligste davon: Es ist zugleich ein universeller und ein spezifischer Film. Universell, also allgemein gültig, weil sein Thema eines ist, das zu uns allen spricht, weil es jedermann betrifft, weil wir uns jeden Tag damit befassen müssen. Wie soll ich älter werden? Wie werde ich erwachsen? Vor allem auch: Wie erschaffe ich meine Persönlichkeit? Die Fragen, die der Film bezüglich seiner Protagonistin in jeder Szene stellt, sind so breit, so zeitlos wie möglich. Wie muss ich auf die Welt reagieren? Wie muss ich handeln? Muss ich überhaupt irgendetwas tun? Damit geht die Frage einher, was eine Handlung ist. Diese Frage wird im Film direkt angesprochen, als Esther Kahn, aspirierende Bühnenschauspielerin, von ihrem Mentor erklärt bekommt, was es bedeutet, zu schauspielern. Diese Fragen loten das Verhältnis vom Individuum zur Gesellschaft aus, den ewigen Kampf, Eingang ins Leben, in die Umwelt zu finden, den dieses Verhältnis mit sich bringt. In dieser Hinsicht können wir uns alle mit dem Film respektive seiner Hauptfigur identifizieren.
Spezifisch ist der Film wegen seiner Detailversessenheit. Zeitpunkt und Ort sind so exakt umrissen, dass er nur genau dann und dort derart stattfinden könnte: jüdische Immigranten, Schneiderfamilie, im Londoner East End, um das Jahr 1900. Und obwohl die Figur der Esther Kahn eigentlich so nachvollziehbar, so bekannt weil in uns selbst angelegt wäre, wird sie so präsentiert, als sei sie eine Ausserirdische. In Arthur Symons gleichnamiger Kurzgeschichte, die im Film oft als erzählerisches Voice-Over zitiert wird, heißt es: „[Esther Kahn’s] whole face seemed to await, with an infinite patience, some moulding and awakening force, which might have its way with it. It wanted nothing, anticipated nothing; it waited. Only the eyes put life into the mask, and the eyes were the eyes of the tribe; they had no personal meaning in what seemed to be their mystery; they were ready to fascinate innocently, to be intolerably ambiguous without intention; they were fathomless with mere sleep, the unconscious dream which is in the eyes of animals.“

Die Identifikation wird neutralisiert durch Entfremdung; erstens durch das Ansiedeln der Handlung in einem fernen und hermetischen Milieu, zweitens durch das Abgrenzen der Hauptfigur, ihre Nichtangepasstheit an dieses Milieu (Geschwister, Eltern, Rabbiner, sämtliche sozialen Kontakte), und drittens durch die Nichtangepasstheit an unsere Jetztzeit; an grundsätzlichen Gepflogenheiten, Umgangsformen, die in allen Kulturen dieselben sind und erwartet werden: beispielsweise Reaktion, irgendeine Reaktion, auf Impulse der Umwelt.
Dieser Nonkonformismus ist motiviert weniger durch jugendlichen Widerstand gegen das Umfeld oder eine besondere, ausgefuchste Schlauheit (sie wird als „neither clever nor stupid; but inert“ beschrieben) als durch Esthers Ratlosigkeit, durch ihre Nicht-Identifikation, durch Unverständnis ihm gegenüber; durch das Nicht-Sollen-Wollen; das bedeutet gerade auch Eigenständigkeit, die ihr von allen stets abgesprochen wird, und eine fragile Würde. In einer parabelartigen Szene zu Beginn, als die Kinder der Familie zu Bett gehen, wird Esther von ihrer Schwester gefragt, auf welche Eigenschaft sie besonders Wert legt. Sie zögert; die eine Schwester sagt, auf ihre Schönheit, die andere, auf ihre Intelligenz, der Bruder möchte reich werden. Esther findet keine Antwort. Dass sie später das Theater und das Schauspielern als ihre „Domäne“ entdeckt (ironischerweise gerade sie als permanent anti-performative Lebenskünstlerin), wird nicht, wie zu erwarten, als Katalysator zu einer groß angelegten Persönlichkeitsentwicklung verwendet. Der Konflikt zwischen ihr und der Umwelt persistiert.
Die Figur Esther Kahn erscheint uns deshalb bizarr, losgelöst, distanziert; aber auf warme, sensible Art. Nicht nur wird uns damit die Möglichkeit gegeben, sie zu hinterfragen, sondern auch uns selbst. Vielleicht nur, weil ich kurz zuvor Ordet gesehen habe, aber: Esther Kahn scheint mir in gewissen Dingen ähnlich Dreyers Film. Beide Filme distanzieren uns mit der gleichen Geste, mit der sie uns zu sich holen. Dreyers Einstellungen beschwören eine losgelöste, zeitlose Welt, die wir durch einen Guckkasten betrachten, die aber aus unserem Innersten zu kommen scheint, uns so unergründlich bekannt wie ein längst vergessener Traum. Alle Figuren in Ordet, selbst der „verrückte“ Johannes, erscheinen uns logisch und authentisch; in Zeitlupe können wir die entstehenden, unvermeidbaren Konflikte betrachten, vergleichbar heranziehenden, unheilvollen Wolken, Resultat kollidierender innerer Wertesysteme. Überhaupt sind der sich selbst als Jesusfigur sehende Johannes und Esther Kahn einander ähnlich, trotz ihrer Gegensätzlichkeit; unfreiwillig apart vom Rest der Gesellschaft stehend, als Reaktion letzterer auf ihren unter- (Esther) respektive übertriebenen (Johannes) Willen, ihre Person zu erfinden; das heißt ihrem Nicht-Mitgehen des Weges, der für ihre Persönlichkeiten von der Gesellschaft vorgesehen ist.
Die Vorgänge beider Filme bezeugen wir wie durch ein hermetisch abgeschlossenes Reagenzglas, wie eine chemische Reaktion, obwohl Esther Kahn filmisch ganz andere Mittel anwendet als Ordet. Ein sinnlich-impressionistischer Stil herrscht vor. Es konfrontieren uns, durch Handkamera, Realitäts-Schnipsel, Fragmente, in Großaufnahme, ein bisschen wie in Bruce Baillies Valentin de las Sierras. Diese Schnipsel, die uns außerordentlich nahe ans Geschehen, an Details heranbringen (und Details, Handgelenk, Wange, werden in der ersten Hälfte des Films oft noch besonders betont durch den Einsatz von Irisblenden) lassen uns auch etwas verloren zurück, zerbröseln die Realität, die wir uns nochmals neu zusammenbasteln müssen. Arthur Symons schreibt in seiner Geschichte: „Sometimes, when [Esther] had been watching [her family] until they had all seemed to fade away and form again in a kind of vision more precise than the reality, she would lose sight of them altogether, and sit gazing straight before her, her eyes wide open, her lips parted.“ Dieses ständige Push and Pull wird eigentlich den ganzen Film über praktiziert; in einer genialen Szene wird dieser Satz aber wortwörtlich umgesetzt, als wir sehen, wie Esther die Familie betrachtet, und verschiedene Familienszenen sanft überblendet werden, sich tatsächlich zu einem großen, multidimensionalen Puzzle formend, das Universelle und das Spezifische vereinend.


++
Autor: Cameron

(Kritik erschien auch bei Jugend ohne Film: http://www.jugendohnefilm.com/esther-kahn/ )

Sonntag, 23. September 2018

Fern-Sehen / TV-Tipps: 24.09.18 - 30.09.18



Alle Angaben sind ohne Gewähr:

24.09. 

Alexis Sorbas - 20:15, Arte
(R: Michael Cacoyannis / USA, GR, GB, GUAT 1964)

Wajma (OmU) - 22:35, Arte
(R: Barmak Akram / AGF, F 2013) 

Das alte Gewehr - 23:05, MDR
(R: Robert Enrico / Fm D 1975)


Melodys Party - 23:20, WDR
(R: Bernard Bellefroid / F, B, LUX 2014)

Der Geiger von Florenz - 23:55, Arte
(R: Paul Czinner / D 1926)

LenaLove - 0:00, ZDF
(R: Florian Gaag / D 2016)

25.09. 

Am Sonntag bist du tot - 20:15, ServusTV
(R: John Michael McDonagh / IRL, GB 2014)

I, Robot - 20:15, Kabeleins
(R: Alex Proyas / USA, D, KAN 2004)

Pink - 3:00, ARD
(R: RudolfThome / D 2009)  

26.09. 

Kruso -  20:15, ARD
(R: Thomas Stuber / D 2018)

El Olivo - Der Olivenbaum - 20:15, Arte
(R: Icíar Bollain / SP, D 2016) 

Mörderland - 20:15, Tele 5
(R: Alberto Rodriguez / SP 2014)

Liebe auf den ersten Schlag - 22:45, Arte
(R: Thomas Cailey / F 2014) 

27.09. 

Guardians of the Galaxy - 20:15, Vox
(R: James Gunn / USA, GB 2014)

Mud - 22:25, 3sat
(R: Jeff Nichols / USA 2012)

Traumland  23:35, Arte
(R: Petra Boindina Volpe / D, CH, B 2013)

Wolke 9 - 0:00, RBB
(R: Andreas Dresen / D 2008)

28.09. 

Das fünfte Element - 20:15, Prosieben
(R: Luc Besson / F 1997)

The Way Back - 22:25, 3sat
(R: Peter Weir / USA, PL, VAE 2010) 

Die Regeln der Gewalt - 23:25, ZDFNeo
(R: Scott Frank / USA 2007)

Der rosarote Panther - 23:50, BR
(R: Blake Edwards / USA 1963) 

29.09. 

Wasser für die Elefanten - 20:15, ServusTV
(R: Francis Lawrence / USA 2011)

Gefährliche Brandung - 23:55, Tele 5
(R: Kathryn Bigelow / USA 1991)

30.09. 

Stromboli - 11:20, 3sat
(R: Roberto Rossellini / I, USA 1949)

Weites Land - 16:15, 3sat
(R: Willam Wyler / USA 1958)

Legende - 20:15, Tele 5
(R: Ridley Scott / USA, GB 1985)

Babylon Berlin - 20:15, ARD
(Folge: 1 + 2 + 3 | D 2017) 

Love & Friendship - 20:15, Arte
(R: Whit Stillman / NL, IRL, F 2016)

Planet der Affen: Prevolution - 22:50, Prosieben
(R: Rupert Wyatt / USA 2011)

Flug 93 - 0:50, 3sat
(R: Paul Greengrass / USA 2006)


Autor: Hoffman