Montag, 23. Juli 2012

Media Monday #56

Wie die Tage vergehen, so vergehen auch die Montage stets aufs Neue, um eine Woche später hierbei aufzublühen. Ich verstehe nun an diesen Punkt Bob Geldof ehrlich nicht mehr, vielleicht auch weil ich gerade wieder vermehrt »Alphaville« höre aber das ist eine ganz andere Sache. Zumindest diesen Montag gibt es hierbei ein kleines Feature, der ewige Urlauber Iso (der macht tatsächlich schon wieder Urlaub? - Ja.) hat sich darauf besonnen an diesen Montag einen Beitrag zu leisten und uns mit seinem Wissen über den Erlebnisse seiner Ansichten zu unterrichten. Ne - keine Angst. Meine Antworten kriegt Ihr trotzdem, so leicht lasse ich euch nicht entkommen:

1. Christian Bale gefiel mir am besten in (Ich/Hoffman sage:) ach gerade der. Nun gut, ich würde dann meinen bei »The Machinist«. Den wollt ich doch eine Zeit lang mal nicht loben. Sein Oscarfilm The Fighter ist da eh nur ein Ripoff seiner Abmagerungskur, die er bereits in vorher genannten Film zum Einsatz brachte und mich zumindest schlichtweg beeindruckte, diese Intensität. Sonst aber auch fein, das reflexionistische Ego bei »American Psycho« oder »Prestige«  - naja der Film war halt gut. 

Iso: Christian Bale gefiel mir am besten in überall. Soll ja Leute geben, die genau das Gegenteil behaupten, aber sei's drum. Sein Höhepunkt hatte er wohl tatsächlich in "The Machinist" - zumindest physisch gesehen ein absoluter Kraftakt. Aber auch "The New World" verlieh er durch seine Anwesenheit - und die so gesehen grottige Leistung Colin Farrells - eine ungeheure Ausstrahlung und Stärke. Und dann gäbe es da noch "Equilibrium"...

2. Richard Kelly hat mit (Ich/Hoffman sage) Donnie Darko seine beste Regiearbeit abgelegt, weil der sonst auch keine guten Filme gedreht hat. Der eine hat es aber in sich. Voller vielseitiger Interpretationen und surrealistischen Osterhasen. Darauf muss man erstmal kommen. Dazwischen spekulativ noch ein Coming-of-Age-Drama und da fällt mir gerade auf. Aha! Dem kann ich auch das Faust-Motiv unterschieben. Mach ich also auch. Guter Film .

Iso: Richard Kelly hat mit "Donnie Darko" seine beste Regiearbeit abgelegt, weil die Frage auch sonst leicht bedeppert ist. Denn wirklich viel hat der gute Mr. Kelly ja noch nicht abgeliefert. Von seinen Filmen hab' ich auch nur "Doonie Darko" und "The Box" gesehen; und da letzterer Film einfach nur scheiße war und scheiße ist und ich mich da dreimal übergeben musste, fällt die Wahl nicht schwer, aber vollkommen zu Recht auf den interpretationsfreudigen Donnie.

3. Uma Thurman gefiel mir am besten in ich könnte die Antwort jetzt schelmisch verleugnen mit »Batman & Robin«, aber nein ich bin zwar nicht der große Tarantino-Fan, aber für mich »Kill Bill«, das bedarf wohl auch keiner weiteren Ausschweifungen .

Iso: Uma Thurman gefiel mir am besten in nirgendwo. Ich kann die Frau nicht ab. Manche Menschen kann man riechen, andere wiederum stinken einfach, Mrs. Thurman darf gerne in Reihe A, ganz links zwischen Ryan Gosling und Ruth Moschner Platz nehmen.

4. Die Verfilmung des Buches/der Bücher von (Hoffman:) (Ist das eine Quizfrage? Ich kann doch nicht alle Verfilmungen eines Autors in einen Topf werfen. OK, rechnen wir mit Schlöndorff ab) Max Frisch finde ich (wenn Volker Schlöndorff sie verfilmt, was bisher nur bei Homo Faber zutraff) völlig an der Vorlage vorbei geschrammt und fehlerhaft in der Gewichtigung der Thematiken, die Frischs Roman umfasst. Künstlerische Freiheit hin oder her.

Iso: Ich lehne Literatur allgemein ab, weil man dadurch schlauer wird.

5. Der schlechteste Sportfilm (Ich/immer noch Hoffman sage) ich gebe weiter. Iso ist der Mann mit den schlimmen Schrotterfahrungen, ich glaub der schaut das auch extra um sich aufzuregen. .

Iso: Der schlechteste Sportfilm ist ist wohl durch mein Kurzzeitgedächtnis "Voll auf die Nüsse", weil ich da schon sehr nah am Klo saß und der Mittelfinger fast die Uvula streichelte. Ein unglaublich alberner, schrottiger, verdummender, niveau- wie humorloser Gaga-Film mit fettem Vaughn, überaus penetrant nervenden Stiller und einer transilvanischer Trümmerbraut.

6. Am Donnerstag startet “The Dark Knight Rises”. Definitiv Kinomaterial oder eher uninteressant?
(Das etwas mit dem Pseudonym ich sagt:) Es wäre im Moment zwar politisch unkorrekt und zynisch zu behaupten, doch Nolan wird untergehen. Zumindest bei mir. Noch mehr coolen (ist der nicht) Pseudorealismus. Noch mehr Laufzeit. Noch mehr Charaktere. Noch mehr Probleme. Noch mehr Vorhersehbarkeit. Ich wette, ich kann jetzt schon den Plot auswendig. Außerdem noch mehr New York. Ich will aber Gotham. Und ich will das alte Batflugzeug (oder wie das Teil heißt) wieder haben, keinen nolanischen Transformers. Auch gibt es: Noch mehr Hansi Zimmer - wenn das so weiter geht - kann das zu ernsthaften Hörschäden führen. Aber genug getadelt. Wird immerhin noch äußerst ansehnliches Blockbusterkino mit Stars und Pathos ala Nolan. Davon gehe ich mal aus.

Iso: Fuckin yeah! Natürlich geh' ich da rein!  "The Dark Knight" war feinstes Blockbuster-Kino und der (wahrscheinlich) letzte Bale-Batman wird da keine Ausnahme machen. Ich bleib dabei, dass Nolan sehr viel Liebe zum Detail erweist, alles andere als unkreativ ist und mich damit sehr gut unterhält; für mich ein großes Sommerfest, das nur noch von "Prometheus" übertroffen werden kann. 

7. Meine zuletzt gesehener Film ist (Hoffman:) Suspiria und der war fantastisch, weil das bedarf wohl keiner großen Ausführungen, wenn man allein den Soundtrack Goblins und die Tatsache im Hinterkopf hat, dass audiovisuell Dario Agento ein echter Könner war.

Iso: Mein zuletzt gesehener Film ist "Super 8" und der war kann ich nicht sagen, weil ich ihn vorzeitig abgebrochen hab.

So was ich noch gesagt haben wollte, dass es nächsten Montag wohl keinen Media Monday auf dieserr Seite geben wird, sofern für mich das nicht Iso oder Seven übernehmen, was ich wegen genauer Zeitpläne der Beiden nicht glaube. Auch ich brauche Urlaub. Daher nächste Woche mal nicht und bei den darauffolgenden mal sehen, naja zumindest heute gab es dafür dann die doppelte Portion an Antworten. Das gleicht sich schon aus.

Einheitstextautor: Hoffman / Antrag unterschützt von: Iso



Kommentare:

  1. "Voll auf die Nüsse" war sicher geistlos, aber sicher nicht unwitzig. Erwartet habe ich nicht und gelacht habe ich viel. Was erwartet man bei dem warnenden Titel denn schon bitte? Einen zweiten Zoolander?

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    1. Ich scheiß ehrlich gesagt auf deutsche Titel, die haben nicht schon selten ein vollkommen irreführendes Bild vermittelt. Denke man doch nur einmal an "Ein Kind zu töten"; ehemals wurde er als "Tödliche Befehle aus dem All" vermarket, was vollkommen banal und sinnlos war. Im Original heißt "Voll auf die Nüsse" schlicht "Dodgeball" und ja, natürlich erwartet ich hier keine brechtschhe Gesellschaftsparabel, aber ne halbwegs sinnvolle und sich tragende Geschichte schon. Für mich war das alles nur an den Haaren herbeigezogen und auf Zwang witzig getrimmt; demnach an Niveau kaum zu unterbieten. Andere Ansichten sind gern gestattet.

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