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Mittwoch, 24. Juni 2015

Jacques Demy Retrospektive #10 - Kritik: Ein Zimmer in der Stadt (1982)






Für Jacques Demy bedeutet »Une Chambre en Ville« eine Heimkehr. Es ist eine Rückkehr in seine Heimatstadt Nantes, die er schon in seinem Debüt »Lola« porträtierte. Die ersten Töne und Bilder, es ist ein Blick über Stadt und Hafen bei einem rot glühenden Sonnenuntergang, sind melancholisch und auch die darauffolgenden Bilder sprechen eine andere Sprache, als man sie denn von Demy bei dieser Rückkehr erwartet hätte: Es sind Bilder der Gewalt. Demy lässt demonstrierende Arbeiter, die für ihre Rechte streiken und Polizisten, die ihren Aufstand zerschlagen wollen, aufeinanderprallen.



Dieser Streik bildet den Hintergrund von Jacques Demys Film, dessen Geschichte, eine Geschichte der Leidenschaft ist, die er ins Jahr 1955 verlegt, schlicht entworfen, aber kraftvoll vorgetragen: Der Metallarbeiter Guilbaud (Richard Berry) stürzt sich in eine Affäre mit einer Frau aus gehobenen Haus (Dominique Sanda), Edith, die unter ihrem Pelzmantel nichts als nackte Haut trägt und deren Mann ein geiziger, eifersüchtiger und impulsiver Fernsehverkäufer im giftig-grünen Anzug (Michel Piccoli, der diesen wie einen Besessenen mimt) ist, den sie nur wegen des Geldes heiratete. Guilbauds verliebte Freundin Violette (Fabienne Guyon), der auch die zunächst naiv-träumerischen Momente dieses Films gehören, will ihn, weil sie schwanger von ihm ist, heiraten. Er muss sich aber eingestehen, dass er nicht mit ihr zusammenleben kann. Sie träumt, er könne nicht träumen. Gerade auch diese Tatsache unterstreicht noch einmal passend den Pessimismus des Films, der ebenso gut auch einen fatalistischen Charakter beherbergt, wenn die Karten gelegt werden. Die Beiden, Guilbaud und Edith, treffen durch Zufall (oder doch Schicksal?) auf der Straße aufeinander, entbrennen füreinander und wollen einander nie mehr verlassen.



Dabei ist der Tod in diesem tragischen Film ebenso präsent wie die Liebe. Es ist auch der Film, bei dem Demy wieder jedes Wort und jeden Dialog singen lässt. Hinter der Musik steckt dieses Mal aber nicht Michel Legrand, sondern Michel Colombier, der den Film in melancholische, sehnsuchtsvolle sowie finstere, zwischendrin immer mal sanfte, und dann wieder stürmische Klänge packt. Dieser gewalttätige zugleich gewaltige Film, bei dem sich mancher aus Wahnsinn glatt mit seinem Rasiermesser blutig zur Tat schreitet, aber Demy nichtsdestotrotz seine enorme Sensibilität für seine Figuren nicht missen lässt, ist wohl auch sein brutalstes und düsterstes Werk. Die Straßen sind karg und grau, die Innenräume zwar durchaus farbenprächtig, jedoch sind dies auch eher gedecktere Farben. So bleiben am Ende dieses wuchtigen Film nur Verwüstung und Zerstörung.


7.5 / 10

Autor: Hoffman 

Freitag, 15. Mai 2015

Jacques Demy Retrospektive #3 - Klassiker der Extraklasse: Die Mädchen von Rochefort (1967)



Ausgehend von seinem gesungenen Film, den Regenschirmen von Cherbourg, seinem wahrscheinlich bekanntesten Film, geht Jacques Demy einen Schritt vorwärts. Entwickelt sein Konzept weiter. So macht er schon zu Beginn ganz klar, dass das hier nun getanzt und sich rhythmisch bewegt wird zu den schmissigen und schwungvollen Klängen Michel Legrands. So wird jedoch hier nicht jedes Wort, wie im Vorgänger gesungen, aber so gut wie jedes Wort. Jacques Demy gibt sich hier ganz enthusiastisch der Illusion des Kinos hin, reißt mit und kreiert ein farbenfrohes und beschwingtes Spektakel, mit dem er eine ganze Stadt zum Tanzen bringt und bei dem er bis zum Ende hin kein Halten mehr kennt. Es ist ein Film über die Liebe und das Glück.



Zwei Zwillingsschwestern (gespielt von den wirklichen Geschwistern Catherine Deneueve und Francoise Dorleac) warten und suchen nach der »wahren« Liebe, nach dem richtigen Mann für sie. Neben ihn suchen auch ein junger Dichter und Maler (Jacques Perrin) in Matrosenuniform, der seinen Militärdienst leistet und der seine Traumfrau noch nicht gefunden hat, der Besitzer eines Musikgeschäftes mit dem Namen Monsieur Dame (Michel Piccoli), der von einer Frau verlassen wurde, weil sie nicht Madame Dame heißen wollte, eine Cafébesitzerin und die Mutter der beiden Geschwister (Danielle Darrieux), die einst einen Mann mit komischen Namen verließ und ein berühmter amerikanischer Komponist (beherzt: Gene Kelly), der Rochefort besucht, um einen alten Freund wieder zu sehen, die Liebe.



Alle sind sie verliebt, wollen sich gegenseitig finden, laufen aneinander vorbei, verpassen sich, finden sich aber schließlich und wenn noch nicht jetzt, dann sicherlich in Zukunft. Die Welt ist ein kleiner Ort, sodass sie nun alle in Rochefort aufeinander treffen, auch Akrobaten, Matrosen, Männer, Frauen und Sadisten sind hier anwesend. Jacques Demy führt mit tänzerischer Leichtigkeit durch dieses lebensbejahende, virtuos durchchoreographierte und romantische Musical, dessen bunte Farben an den Menschen und Häuserwänden strahlen und das voller Frohmut steckt. Mit diesem Film hat Jacques Demy die Welt ein bisschen schöner gemacht.

7.5 / 10

Autor: Hoffman 

Donnerstag, 25. April 2013

Godard Retroperspektive #8 - Kritik: Passion (1982)




Irgendwie ähnelt oder erinnert »Passion« doch irgendwie an einen Hollywoodfilm seitens Godard in Hinsicht von Kulisse und Ausstattung, auch wenn er sichtlich weit davon entfernt ist, das zu sein. Das Intro ist sicherlich beachtlich: Himmel, noch mehr Himmel, der Himmel hat Wolken, das ist eine gewisse Schönheit in der Realität, die Godard hier einfängt. Es ist ein weiteres Werk von Godard, welches das Film im Filmmotiv benutzt, um über die Verschränkung der Künste selbst und mit der Politik zu berichten. Wobei gerade der politische Kontext nahezu unleserlich wird durch Godards Weise der Erzählung. Denn Godard weigert sich strikt irgendeiner Form der Dramaturgie oder Erzählung zu folgen. Sicherlich das war bereits früher so, aber mündet dies hier in den Extremen. Ein wirkliches Erschließen der Handlung ist eigentlich nur möglich, wenn der Rahmen der Geschichte bekannt sein sollte.



»Passion« ist mehr eine filmische Collage. Im Mittelpunkt steht der Regisseur Jerzy, der einen Film über die Gemälde berühmter Künstler, wie Rembrandts »Nachtwache« oder Goyas »Erschießung der Aufständischen«, fertigstellt und diese in seinem Film nachstellt. Dabei besteht sein Film aus mehreren, lebendigen Bildern, die er immer wieder aufs neue untersucht in Hinsicht von Beleuchtung und Wirkung. Drum herum und mittendrin mit den Leidensgeschichten und Passionen seiner Charaktere verstrickt, so die entlassene Isabelle (stotternd: Isabelle Huppert), die ihr Recht auf Arbeit fordert, der Fabrikleiter (hustend: Michel Piccoli), der mit seiner Frau (wehmütig dreinschauend: Hanna Schygulla), die ein Hotel besitzt in dem die Filmcrew sich niedergelassen hat, im Zwist steht. Die wiederum eine enge Liebesbeziehung zu Regisseur Jerzy pflegt, der sie in seinem Film besetzt, wenngleich der auch Interesse an der ehemaligen Fabrikangestellten hat und mit ihr eine Affäre beginnt. Eine Handlung, wie ein wirres Rätsel, im Grunde letztlich nicht mal vollständig zu entschlüsseln. Über einzelne Details lässt sich sogar streiten. Aber naja irgendwie greift Godard somit auch in dieser Geschichte voller Passionen der einzelnen Charaktere das Liebesmotiv auf, wenn sich Regisseur Jerzy zwischen den zwei Damen (Schygulla und Huppert) sieht. Ein kompliziertes Filmnetz, ob das gleich komplex gesehen werden kann, ist die Frage. Godard erklärt nichts, es ist so als würde er keine Rücksicht auf sein Publikum nehmen, vielleicht ist das gerade deshalb auch ein Fakt, das macht es umso schwieriger, denn Godard ist fragmentarischer als es Godard bereits bei seinen Frühwerken war.

Denn auch hier experimentiert er mit den Ebenen von Wahrheit und Fiktion, von Film und Realität, Godard hat es sich hier scheinbar zur Aufgabe gemacht diese Realität abzubilden und mit der Kamera einzufangen. Godard möchte die Wirklichkeit reflektieren, mit jeder Minute das zeigen, was ist. Das ist genauso faszinierend wie simultan dazu bemüht. Aber man merkt deutlich Godards Bemühungen bei den Versuchen: seine Darsteller richten ihrem Blick direkt in die Kamera, verweilen kurz in ihren Posen und lösen sich wieder kurzerhand aus dieser, Godard bleibt nah am Geschehen. Im Gegensatz dazu stehen natürlich die »Taubleaux vivants«, in der sich die Statisten aus ihrer Starre befreien und später sogar bewegen. Die immer wieder einsetzende Untersuchung dieser Gemälde untermalt Godard mit klassischer Musik, welche passend diesbezüglich die einnehmende Intensität verstärkt, aber daneben auch den hochtrabenden Charakter von Godards Werk. Dennoch möchte ich diese im besonderen positiv hervorheben.



Weiterhin arbeitet Godard auch mit der absoluten (und ja hier teils enervierenden) Asynchronität von Bild und Ton, versetzt die Tonspur, lässt sie aber auch synchron laufen, stiftet damit Verwirrung. Sein Regisseur Jerzy ist (wie Godard selbst) ein Suchender, ein Suchender im Film, ein Suchender der Kunst, dessen Konflikt Godard deutlich betont, einer der sich eingeengt fühlt, bedrängt wird und den Druck spürt, der auf ihm lastet wegen des Films - symbolisch laufen ihm unaufhaltsam Menschenmassen entgegen. Auch spielt Godard mehrfach in Dialogen auf seinen eigenen Film an, die meist Godards Brüche mit der Filmrealität um ein weiteres Mal verdeutlichen, so als Beispiel, dass man in Fabriken nicht drehen dürfe. Seine Figuren dürfen aber auch über Filmgesetze sinnieren, der Produzent meint: Der Film braucht eine Handlung, bis Coutard (von Godard geleitet) erwidern darf: Gesetze im Film gibt es nicht. Coutards sind Bilder gefüllt mit Extravaganz, aber daneben sind sie auch auf ihre Weise irgendwie nüchtern. Wenigstens passt das dann auch zur sperrigen Haltung des Films. Dabei hinterlässt er aber auch einen trostlosen und intellektuell hochgestochenen Beigeschmack, der ihn wahrscheinlich unzweckmäßiger macht als er wirklich ist, als Reflexion von Kunst, die Kunst zwischen Leben und Lieben, wie Kunst zwischen Kino und Malerei. Mir war das aber immer etwas zu trocken-intellektuell präsentiert und an sich beschlich mich das ein oder andere Mal das Gefühl das hier doch die Essenz, das abschließende Fazit, fehle.



5.5 / 10


Autor: Hoffman

Dienstag, 26. März 2013

Godard Retroperspektive #4 - Klassiker der Extraklasse: Die Verachtung (1963)



»Ich verachte dich. Ich empfinde für dich nur noch Verachtung. Deshalb liebe ich dich nicht mehr. Ich verachte dich. Und wenn du mich berührst, wird mir übel.« - Man könnte meinen Jean-Luc Godards Filmschaffen berufe sich im Grunde nur auf eine bedeutende Tätigkeit: Der Abrechnung. Obgleich Nouvelle Vague-Kumpane Truffaut doch stets meinte, selbst nach der Entzweihung: »Ein Kunstwerk darf keine Abrechnung sein« - und doch schafft es Godard diese Prämisse stets verzückend zu verpacken. So auch bei »Le Mépris« aus dem Jahre 1963, vielleicht hier sogar am bissigsten und schönsten (ich mag Superlativen), es geht immerhin ums Filmemachen selbst. Der Titel »Die Verachtung« springt sofort ins Auge und braucht keiner ausführlichen Worte - auch dabei geht es ums Abrechnen und Godards Verachtung gegenüber dem bösen Hollywood und deren profitgierigen Gefolge von Produzenten. Eine Herzensangelegenheit für Godard, denen eins vor die Rübe zu knallen. Denn klassisch ist hier gar nichts, nicht mal das Intro: Die Credits werden erzählerisch verzehrt.



Es folgt das Zahn um Zahn Prinzip. Oder treffender: Auge um Auge, im Antlitz des Zuschauers. Pure Ironie. Der Kameratrick. Ein wenig spielerisch, das farbliche Kontrastprogramm wird getätigt. Bevor es dann schließlich auf in den ewigen (und unerbittlichen) Kampf gegen die Konventionen geht. Deren Ausgeburt des Bösen der Filmproduzent ist, Jack Palance als verkommenes Subjekt und Repräsentant dieser Gattung. Er ist das Zeichen des Bösen für Godard. Palance mimt zynisch (sogar mit zündender Sonnenbrille) den Kapitalisten, den Banausen, für den Kunst doch nur Kommerz ist. So ist dessen Präsenz spürbar in jeder seiner Szenen. Sein roter Alfa Romeo symbolisiert so frei seine Machtposition im Stück. Verwirklicht in einer Dreieckskonstellation, in seiner Schlichtheit atemraubend und mit Anleihen beim griechischen Drama. Dramaturgisch wertvoll. Die Bardot als Verachtende und Geliebte, sie fühlt sich verraten und verkauft. Sie bleibt resolut. Gar prostituiert für des Erfolges Willen fühlt sie sich, doch der wahre Verkaufte ist Michel Piccoli als Drehbuchautor. Er, der Narr, dessen Absichten nicht boshaft noch böswillig gesät sind und doch will er nicht erkennen, dass er unentwegt einem Pakt mit dem Teufel (= Hollywood) schließt. Goethe grüßt die Griechen. Und Godard erweitert um ein weiteres Mal sein Motiv der Liebe. Eigentlich bildet »Le Mépris« das Kontrastprogramm zu »Une Femme est une Femme« (1961), bei diesem war es die schwungvolle Lebensfreude einer Komödie, hier ist es das schwermütige und kunstvolle Melodram, welches Godard wohlschmeckend modelliert.


Dazu darf auch hier wieder fleißig definiert werden, wo dies später Samuel Fuller tat, gibt sich hier Fritz Lang selbst die Ehre als Heiliger und erläutert mit jedem Wort bedächtig und voller Weisheit die Facetten des Kinos und der Kunst. Godard (als Regieassistent Langs) präsentiert das Wort Langs als wahre Neuerkenntnis und setzt ihn (Lang) als Allwissenden in Szene. Es braucht nicht lange um zu erkennen: Godard verehrte Fritz Lang zutiefst - zu Recht natürlich. Der Meister Lang gibt sich sogar selbstkritisch gegen die Erwartungen, denn es nicht »Engel der Gejagten« (Ein Film aus Langs späterer, enttäuschend aufgenommener Hollywoodphase), sondern »M«, den Lang selbst bevorzugt und auch die biografischen Referenzen bei Lang zu Bertolt Brecht (»Hollywood«) werden keineswegs verleugnet, sondern reflektieren sogar Erkenntnis. Zudem gibt es auch Langs Wort in Buchform. Eine echte Hommage an Lang und nicht zu vergessen an das Kino selbst. Der Stern des Kinos scheint zu sinken durch den Kommerz der Produzenten, die die Kunst nicht anerkennen am Filmemachen.


Godard sinniert über Sinn und Verständnis des Kinos, im Grunde setzt dies Godards gesamtes Schaffen voraus. Er gewichtet seine Figuren sanft. Godard experimentiert mit Stilmitteln, weiß aber auch zärtlich zu inszenieren und hintersinnig abzurechnen, die große Stärke dieses Godards, obgleich die Schlichtheit der Dreiecksgeschichte auch somit ein gediegenes Erzähltempo beansprucht: Der Schauplatz von Capri, faszinierend - ausschweifend, im besonderen wenn Herr Coutard die Kamera für sein Handwerk beschlagnahmt - die Kamera schwebt - und hypnotisiert mit traumhaften Bildern, mit ausdrucksstarker und prächtiger Ästhetik. Dazu der Score, der melodisch-melodramatische Score von  Delerue und schon ist man verzückt. Mit der Off-Voice wird nebenbei einmal das Innenleben der Protagonisten offen gelegt und ihre Konflikte mit sich selbst. Und der Hintergrund der Odyssee bei Langs neuen Film ist sicherlich nicht ohne Hintergedanken gewählt, eine Odyssee, nicht nur die Homers, die des »Cinema«. Außerdem nutzt Godard hier schon das Film im Filmprinzip. Die Konflikte und Charaktere der Odyssee reflektiert er gleichzeitig auf die Beziehung seiner Charaktere. Nur zu liebst philosophiert Godard darüber, da dürfen auch Erwähnungen von Ray, Chaplin und Griffith nicht fehlen.



Ein Dokument für und um die Geschichte des Kinos. Die Geschichte zwischen zärtlichen Eigenwillen und filmischen Ausbrüchen, voller Schönheit, voller roher Emotion. Das Leben und sterben wie auch das Leben und Lieben. Trauer und Enttäuschung? Und ein postmodernes Design gibt es zu bewundern. Godards Liebe zum Kino ist unverkennbar, diese Vernarrtheit, wenngleich man das auch als hochtrabende Preisung des Kinos zu bezeichnen kann. Jedoch macht dies die Angelegenheit wohl auch gleichzeitig faszinierender, wenn Godard fast überschwänglich Metaphern und Symbolik zum Einsatz bringt, sodass griechische Götterstaturen als Spiegel der Emotionen und Zustände seiner Protagonisten dienen, liebevolle Detailarbeit steckt dahinter. Der Film im Film und »Le Mépris« -  Godard über das Filmemachen. Selbst wenn das tragische Verhängnis der Liebe statt zum Untergang, zur Wiedergeburt führt, kurzum ist so Godards Botschaft: Es lebe das Kino!



8.5 / 10


Autor: Hoffman

Samstag, 16. Juni 2012

Noch ein letzter Hauch von der Bedeutsamkeit des Lebens - Klassiker der Extraklasse: Dinge des Lebens



»Ich bin es müde, Pierre. Ich bin es müde dich zu lieben« - Was könnte ich hierbei nicht alles wieder schreiben. Kurze Worte über die große Romy Schneider. Über Claude Sautet, den Menschen. Oder über das Leben und über eben jene Schönheit dieses. Doch bin ich weder Poet noch Philosoph. Das heißt es wird intellektuell eben nicht anspruchsvoll. Ganz einfach: Das Leben und nichts anderes. Was sind die die Dinge des Lebens? Was zeichnet uns aus? Wofür lohnt ein Leben? Was verschönert dieses? Ein Leben für die Liebe? Ein Leben für die Familie? Wie kurz ist doch unser Leben, in unserer Blüte können wir erstarren. Wie schnell kann es doch vorbei sein. Die letzte wichtige Entscheidung, noch nicht getroffen und doch ist unsere Zeit vorbei. Was bedeutet dies alles? Ist das Menschlichkeit? Auf dies kenne ich sicherlich keine Antworten, doch es führt mich zu einem Regisseur, der eben diese pure Menschlichkeit in seinen Filmen stets glaubwürdig abzeichnete, Claude Sautet. Der machte menschliche Filme, einer von diesen war auch "Die Dinge des Lebens" aus dem Jahre 1970 nach einem Roman von Paul Guimard, in der er uns doch die Wichtigkeit wie auch die Möglichkeit des Lebens vor Augen führte und zugleich auch ihre Tragik im Leben. Wie Zufälle leben verändern, wie eine einzige Unachtsamkeit zum Ende führen kann. Ein Schuss von Enthusiasmus. Und was die Dinge des Leben selbst sind.



Es beginnt mit einem Unfall, in flinker Manier wird überrascht, das Publikum gesammelt, das Ende bereits kund getan und mit dem Ursprung der Sehnsucht nach der Rückkehr. Der Wunsch der Vergangenheit erkennbar und schon lässt Sautet sein Intro einleiten mit einer direkten (virtuosen) Rückblende des ersten Beteiligten dieses Unfalls, der Architekt Pierre - er dem Tode nah - und der Zeitsprung glückt und Sautet führt uns zurück in die Stationen von Pierres Leben, in dem ein wichtiger Teil seine Geliebte Hélene spielt mit der er die schönsten Momente seines späten Lebens erlebte. Mit diesem Prinzip lässt Sautet seinen Charakter den Zuschauer nahetreten, damit dieser verstehen möge - Sautets Sinngebung des Lebens und so steuert Sautet selbstredend unentwegt immer weiter auf die Tragödie zu, rekonstruiert immer wieder in kleinen Fragmenten den Unfall, Schritt für Schritt und des öfteren in meisterhaft gefilmter Zeitlupe um es kurz darauf wieder ungeschehen zu machen, um erneut Revue passieren zu lassen und die Geschichte Pierres bis zum diesen Moment präzise und (wie immer bei Sautet) realistisch und absolut nüchtern zu schildern, wobei auch hier Sautets Film von einer unvergleichlichen Menschlichkeit geprägt ist. So wie das Leben spielt, so tragisch und teils so bitter zeichnet er letztlich seinen Film doch ab, auch wenn er dabei stets im gewissen Maßen bis zuletzt nie die Hoffnung verlieren lässt. Man könnte also meinen, dass Sautet somit in aufrichtigen Episoden weiß zu faszinieren, um so die einzelnen Episoden des Lebens seines Hauptprotagonisten, seiner Konflikte, seiner Probleme, seiner Liebe, ob er dies nun Anhand von einer vernachlässigten Vater-und Sohn-Beziehung schildert oder insofern seine Figuren tiefgründig studiert wie analysiert, es bleibt faszinierend zu betrachten. Was auch nicht zuletzt an den brillanten Akteuren liegen mag: Michel Piccoli (mit nahezu einzigartiger Zigarette - was hierbei fast als Markenzeichen seines Charakters gelten dürfte) als verlorener Architekt, der mit dem Tode ringt und sich nach einer letzten Chance sehnt (nur noch ein wenig Ruhen) agiert mit einer ganzen Palette des glanzvollen Spiels, wie immer präzise zugleich stilvoll, obgleich kraftvoll und sensibel wie auch zurückhaltend. Brillant wie eh und je, dazu noch melancholische Blicke, die mehr sagen als jedes Wort dieser Welt - diese werden getauscht mit einer feinfühligen Romy Schneider als große Liebe Hélene, behutsam wie liebevoll aufspielend. So stimmt auch das harmonische Zusammenspiel von Piccoli und Schneider, wobei sich gerade dadurch die authentische Seite der Geliebten erst ihre richtige Stärke entfalten kann, das was zusammen gehört und dazu noch Sautets ruhiger wie einfühlsamer Regiestil. Großartig. Da mag man ihm es glatt verzeihen, dass er seine Protagonisten zu Kettenrauchern macht, obgleich dies auch ein gewisses Maß an Interpretation zu lässt, wie eine innerliche Zerstreuung oder Unsicherheit in Hinsicht seiner Figuren, etwas woran sie sich klammern können oder es dient einfach zur Sicherung oder Betonung des Stils, was am besten Piccoli in seiner Darbietung beweist. Dazu noch zu den nüchtern gehaltenen und somit realistischen Bilder ein geradezu traumhafter Score von Phillipe Sarde (seine erste große Arbeit - dank Meister Sautet), welcher mit seinen ruhigen und emotionalen Klängen wiederum diese bestimmte Einfühlsamkeit von Sautets Werk ideal widerspiegelt. Wunderbar, dass er sich nahtlos in den Film eingliedert und seine abschließende Wirkung nur noch verstärkt.



Besonders im letzten Drittel kreiert Sautet dabei eine lähmende Faszination (so meinerseits), in dem er die Story nach dem Unfall weiterspinnt und so weiter den Kampf Pierres gegen dem nahenden Tod aufzeigt und somit beginnt mit verschiedenen Ebenen der Realität, des Traums, des Todes und der Vergangenheit zu hantieren (natürlich mit intensiv inszenierten Surrealismus), während Piccoli das Geschehen einnehmend (wie fast ironisch - schon fast zynisch) kommentiert, insofern ist die Revueüberschneidung sensationell mitanzuschauen und technisch in jeder Hinsicht herausragend bewerkstelligt. Famos, bis einen Sautet atemlos die letzten Szenen beschreiten lässt und so einem seine "Dinge des Lebens" nahebringt, sodass er mit diesem ehrlichen wie auch letztlich mehr als bewegenden Werk wieder mal eins beweist: Die pure Menschlichkeit in seinen Filmen.



9.0 / 10

Autor: Hoffman

Samstag, 28. Januar 2012

Klassiker der Extraklasse: Das große Fressen


                                             "Das Fressen kann beginnen."

Wer liebt nicht Feste, Feiern und große Fetten. Das Dinner ist serviert (alternativ: Es ist angerichtet), so stets der Satz, der alle Gäste in Rage versetzt und sie auf das Buffet stürmen lässt, so im gewöhnlichen Falle. Manche überfressen sich dabei, kennen keine Gnade und verschlingen jenes Essen, mögen dabei fast einen Staubsauger gleich kommen. Da mag man sich doch glatt fragen: Kann man sich eigentlich zu Tode fressen? Eine Frage, die dem Anschein nach ausweglos scheint. Ob vielleicht der Skandalfilm "Das große Fressen" von Marco Ferreri aus dem Jahre 1973 jene Frage beantworten kann? Kann er oder kann er nicht, völlig irrelevant im Kontext. Klar ist, dass Ferreris Film einen echten Skandal hervorrief und selbst heute meine ich hat er nichts von seiner scharfen Kritik seinem Unappetitlichkeit oder seinem besonderen Geschmack verloren.


 "To be or not to be. That is the question!"

Dazu tischt Ferreri schon bei der Handlung ein ein schockierendes Stück Handlung (besser bekannt als: Gesellschaftssatire) auf, an sich zwar recht einfach gehalten, doch Ferreri präzise dabei in Hinsicht auf seine geübte Kritik auf die Konsumgesellschaft und den Hedonismus, somit damals wie heute (vermute ich) skandalös. Dafür nimmt er sich vier/fünf verschiedene Hauptprotagonisten und haucht jene Charaktere noch im symbolisch-interessanten Maße an, und doch scheint ihr Treiben zunächst im Dunkeln zu liegen: Vom Leben arg gelangweilt beschließen vier Freunde sich ein letztes großes Festmahl zubereiten, um so kurz darauf aus dem Leben zu scheiden. In jenem "Fressen" suchen die Absolution des Genusses und der zügellosen Lust, den hier scheint das letzte Vergnügen zu liegen, welches den vier Herren geblieben ist. Zu jener Völlerei folgen auch bald bestellte Prostituierte (drei an der Zahl) und die Lehrerin Andrea, welche als einzige von diesen zum Dauergast dieser "Fress-Orgie" wird...



  "Ja wir müssen essen. Immer weiter essen!"

 Dazu bittet er zu Tisch die große Schauspiel-Garde jener Zeit, welche frei von allen Hemmungen agiert, ob nun der brillante Marcello Mastroianni als lüsternder und sexsüchtiger Pilot Marcello (passend geschrieben zu jedem Schauspieler der dazugehörige Rollenname). Eigentlich eine Paraderolle für Mastroianni erneut ein heißblütiger und charmanter Casanova und Frauenheld, sogar teilweise mit putziger Piratenklappe. Weiterhin noch eleganter Michel Piccoli als streng gesitteter TV-Produzent, zunächst noch zurückhaltend-bedacht und moralisch, welcher lernt seine vorzügliche Erziehung hinter sich zu lassen und doch gerade in der Hinsicht seinen eigenen Untergang findet. Außerdem noch als Chefkoch und Genießer, welche stets das Fest anrichtet und die ihn und die Freunde mit Delikatessen beliefert Ugo Tognazzi, der vielleicht undurchsichtigste aller Charaktere, dch seine Liebe zu seinem Essen und seinen Messern unverkennbar. Und selbst eine eine gekonnte Brando-Paten-Imitation scheint gewissen zu Charme und Witz zu besitzen. Tognazzi exzellent bei der Zubereitung seiner Zutaten und selbstredend auch beim Spiel. Als Gastgeber und Richter, welcher die Stadtvilla bereit stellt und zum festlich-perversen Vergnügen einlädt, ein überzeugender Philippe Noiret, mit dem Hang zur Melancholie und zur wahren Liebe. Und als Sahnehäubchen und das Objekt der Begierde für die vier Freunde Andréa Ferról, üppig-drall und mit viel Herz dabei. Eine angenehme Gesellschaft zum Abdanken könnte man meinen.



"Du stirbst nicht, wenn du nicht frisst"

Ferreri besteht dabei auf die Rolle des Küchenchefs welcher die Zutaten interessant zusammen mischt und ein Fressen der besonderen Art kreiert. Seine Kritik an der Konsumgesellschaft nicht zu verachten und sicherlich messserscharf. Anfangs noch recht gemächlich und ohne größere Maße der Abscheulichkeit, doch Ferreri steigert sein Treiben mit jeder Minute konstant, bis zum regelrechten Überfluss an seinen Zutaten von Sex, Völlerei, Fäkalien und weiteren. Da  ähnelt seine Inszenierung (wie passend) fast einem gigantischen Fest ähnelt, voller Perversität und Abscheu. Das Essen und der Konsum scheinen stets präsent. Das Treiben scheint kein Ende zu finden und doch scheint es anders in Sicht als man dachte, wie sagt man so schön: "Alles hat ein Ende, nur Michels Blutwurst hat zwei ..." - Besonders letztlich scheint Ferreri keine Konventionen der Sitten mehr zu kennen, was einen durchaus faszinierenden Aspekt am Ganzen bot, doch zugegeben irgendwie widerlich, ekelig oder abstoßend mag er bei seiner Darstellung jener Fress-Szenen schon vorgehen, obwohl man dies wohl auch als konsequent gehandhabt bezeichnen könnte. In jedem Fall ist die subjektive Einschätzung das wichtigste, man würde sagen Geschmackssache. Ferreri rechnet böse ab, er scheut weder Zynismus noch eine gewisse Obszönität oder die völlige Zerstreubung der damaligen Sehgewohnheiten, insofern empfand ich "Das große Fressen" doch stets irgendwie als faszinierend und interessant zu betrachten, auch wenn ich erneut vermerken muss fies nicht unbedingt mit einem wohligen Gefühl im Magen. Dazu Ferreri packt seinen Film sogar irgendwie humorvoll an, mit derben Humor verziert, grotesk inszeniert. Es scheint als kenne die Dekadenz kein Halten mehr...immer und mehr...Überfluss bis zum Limit.



"Hast du Angst vor mir?" - "Nein mir fehlen hier nur zwei Knöpfe." - "Mein armes Dickerchen."

 Zudem noch von der Kamera in prachtvollen Bildern der Delikatessen festgehalten, optisch interessant gehandhabt wie auch opulent gefilmt im Ganzen. Besonders die großen Orgien-Sequenzen scheinen hierbei einen irgendwie interessanten Charme zu besitzen, den ich mir aber dennoch nicht ganz erklären kann. Und wie erwähnt auch die Figurenkonstellation mag interessant gewählt sein, wenn auch nicht perfekt.


                      
                                              
So bleibt mir dann letztlich nur noch zu sagen, dass "Das große Fressen" wohl zurecht als großer Skandalfilm der 70er Jahre gesehen wird, nicht umsonst sorgte er bei seiner Uraufführung in Cannes für Furore. Obwohl ich mich frage wie man einen solchen Film überhaupt werten soll. Ein deftiges, gewöhnungsbedürftiges, vielleicht widerlich-perverses, provokantes und insgesamt für mich mehr als sehenswertes filmisches Geschmackserlebnis, auch wenn ich ehrlich gesagt niemanden den Hass oder gar das Missfallen gegenüber dem Film verübeln kann..."Alles frisst auf mein Kommando!"

                           
 7 / 10

Autor: Hoffman

Montag, 7. November 2011

Klassiker der Extraklasse: Belle de Jour - Schöne des Tages




Buñuel, Buñuel! Mein Königreich, auch was rede ich meine Seele für einen echten Luis Buñuel. Kommt mir bekannt vor, sei es drum. Ein weiteres Werk des großen Surrealisten erneut gesichtet. Ein Film von dem Mann, dessen Filme stets zu gefallen wissen, letztendlich und irgendwie. Keine Gespenster der Freiheit, weit gefehlt, denn es geht um die Schöne des Tages, anders gesagt "Belle De Jour" von Luis Buñuel aus dem Jahre 1967 nach dem gleichnamigen Roman von Joseph Kessel.



Für mich stets irgendwie ein stets unkonventioneller Buñuel (das kann man selbstverständlich sehen, wie man möchte), sogar mit einer zusammenhängenden Handlung verziert, wie immer faszinierend und interessant gemacht, Mittelpunkt des Films eine Frau... ihre Ängste, ihre Träume, ihre Wünsche, etc. ... natürlich mit typischen Elementen von Buñuel angereichert, wieder einmal entlavt er scheinbar schonungslos die bürgerlichen Konventionen: Mittendrin Sérverine. Die anscheinend ein perfektes Leben mit ihrem Ehemann Pierre führt. Oberflächlich betrachtet, doch erfüllt ist ihr Leben keinesfalls. Der öde Alltag, sie versucht ihm zu entfliehen, qualvolle Träume umgeben sie. Auf Hinweis entdeckt sie das Bordell von Madame Anais und beginnt so bald ein Doppelleben, in der Nacht daheim, tagsüber aber im Bordell. Um auszubrechen.
Roter Faden der Story dabei Séverine, gespielt von einer großartigem Catherine Deneuve als kühle bzw. schöne Blonde, sie hält dem Film am laufen, Deneuve vermittelt ihren Charakter mehr als glaubhaft, sodass ich hier fast behaupten möchte, dass es wohl eine ihrer besten Leistungen ist. Das sollte aber jeder selbst sehen. In weiteren Rollen noch ein überzeugender Jean Sorel als Ehemann bzw. Arzt Pierre, dann noch eine nicht minder grandiose Geneviève Page als Madame Anais, oder auch Pierre Clementi als Gangster Marcel, der zu Séverines "großen" Freier wird. Und nicht zu vergessen den stets exzellenten, wie auch hier, Michel Piccoli (eh ein Stammgast in Buñuels Werken, was ich stets begrüße) Lebemann und Freund bzw. Bekannter des Paares Husson. Damit wäre wohl hervorragend ausgewählt.



Buñuel hier einmal ungewöhnlich. Surreal selbstverständlich, doch verschwimmen hier die Grenzen zwischen Realität und Traum wie nie zuvor (für mich) bei Buñuel, überall lauert der Surrealismus. Das heißt also Konzentration ist gefordert und wird verlangt. Denn jede Unachtsamkeit kann schwere Folgen haben, das mag sich natürlich dramatischer anhören als es wirklich ist. In jedem Fall wieder wunderbar symbolisch angehaucht. Jedes Bild als Symbol und als deutliche Kritik am Bürgertum. Manchmal auch etwas absurd, aber stets mit Präzision. Typisch. Der Mann fasziniert wieder einmal, wenn auch für mich auf einer etwas ernüchternden Ebene, überraschend gemächlich analysiert er die Psychologie seiner Hauptprotagonistin und setzt sich mit ihren Problemen auseinander, trotzdem provoziert er gleichzeitig, kritisiert bzw. hinterfragt die Gesellschaft hinter dem Bürgertum und deren Lüste und Laster, das gezeigt mit den jeweiligen Abgründen der Charaktere. Auch hier seine Protagonistin als Spiegel dieser, die Aufbruch in neue Sphären führt sie in die skrullisten und doch entlarvtesten Ecken des Bunuel Films. Sehr fein gehandhabt. Eine weitere fantastische Regie von ihm. Besonders hierbei noch die Umsetzung des Abschlusses bzw. die der letzten Szene, die dem Ganzen noch ein Stück weit verblüffender macht bzw. in dem Sinne absolut" umhaut", interessant auch, dass es sogar Gerüchte geben mag die spekulieren, dass selbst der große Meister Buñuel nicht wusste was es bedeuten sollte. Aber man bedenke: Gerüchte...Dazu noch eine geniale Kameraarbeit, einerseits wundervoll und elegant bzw. stimmungsvoll gefilmt, andererseit brillant vermischt mit surrealistischen Bildern der Extraklasse, wie man sie von Buñuel kennt. Ein Funke der überspringt.

Zudem noch wie bereits erstklassig ausgearbeitete Charaktere, grandios-hintergründig und auch eben kritisch angelegt, mit interessant gemachten psychologischen Aspekten vergoldet und einfach meisterhaft um ich kurz zu halten. Alles dreht sich um Séverine.




Und zum Schluss bleibt dann nur noch erstmal wieder zu sagen, dass "Belle De Jour" eindeutig eines der großen Meisterstücke des Meisters Luis Buñuel ist, wie immer ein mehr als faszinierendes Erlebnis und als Anhang noch: Man sollte bitte wieder einmal zählen wie oft ich das Wort "Buñuel" verwendete. Wie immer ein ausgezeichnetes Kunststück.



                                                           8.0 / 10

Autor: Hoffman